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INKOTA Jahresbericht 2016

Gewerkschafterin appelliert an Schokoladenindustrie: „Wer Kinderarbeit bekämpfen will, muss Kakaobauern aus der Armut holen“

[Berlin, 19. November 2015] – Zum Tag der Kinderrechte fordert die ivorische Gewerkschafterin Marie-Jeanne N’Zore Kombo die Schokoladenindustrie auf, konsequent gegen missbräuchliche Kinderarbeit in der Kakaoproduktion vorzugehen. Noch immer arbeiten 1,15 Millionen Kinder unter gefährlichen Bedingungen auf Kakaoplantagen in der Côte d’Ivoire, dem Hauptanbauland für Kakao weltweit. Auch in Deutschland stammen etwa 60 Prozent der verarbeiteten Kakaobohnen von dort. Kombo ist vom 23. bis zum 27. November auf Einladung der Kampagne Make Chocolate Fair! zu Gast in Deutschland.

„Wer Kinderarbeit bekämpfen will, muss die Bauern aus der Armut holen“, erklärt Marie-Jeanne N’Zore Kombo, Koordinatorin des Aktionsprogramms „Kampf gegen Kinderarbeit auf Kakaoplantagen“ beim Gewerkschaftsbund der Côte d’Ivoire. Etwa 50 US-Cent verdient ein Kakaobauer in der Côte d’Ivoire am Tag. Sein Einkommen müsste also etwa vier Mal so hoch sein, damit er zumindest die von der Weltbank definierte Grenze für extreme Armut überwindet. „Die Bauern müssen unterstützt werden, ihre Ernteerträge zu steigern“, so Kombo weiter. „Und sie müssen einen höheren Preis für die Kakaobohnen erhalten.“

Darüber hinaus fordert Kombo die Schokoladenunternehmen dazu auf, den Anteil nachhaltig zertifizierten Kakaos anzuheben. Damit unterstützt sie die Forderungen der Kampagne Make Chocolate Fair!: „Die Zertifizierung von Kakao trägt wesentlich dazu bei, dass Kinderarbeit vermieden wird und die Lieferketten transparenter werden“, erklärt Make Chocolate Fair!-Koordinatorin Evelyn Bahn. Deshalb empfiehlt sie VerbraucherInnen, beim Weihnachtseinkauf auf zertifizierte Schokolade zu achten oder in den Weltladen zu gehen. „Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen nicht länger akzeptieren, dass in Schoko-Weihnachtsmännern Kinderarbeit steckt.“
Dass VerbraucherInnen unfaire Schokolade satt haben, zeigt auch der Erfolg der Kampagne Make Chocolate Fair!: Mehr als 117.000 Menschen aus ganz Europa haben sich mit ihrer Unterschrift für faire Schokolade eingesetzt. Gemeinsam mit VertreterInnen der Kampagne Make Chocolate Fair! überreicht Marie-Jeanne Kombo die Unterschriften am 2. Dezember an den Dachverband der Europäischen Süßwarenhersteller CAOBISCO in Brüssel.

Möglichkeiten für Interviews

Marie-Jeanne N'Zore Kombo steht vom 23. bis 25. November in Berlin und vom 26. bis 27. November in Köln für persönliche Interviews oder Telefoninterviews gerne zur Verfügung. Eine Übersetzung vom Französischen ins Deutsche ist möglich. Anfragen richten Sie bitte an: Evelyn Bahn, Koordinatorin der europäischen Kampagne Make Chocolate Fair!, Tel.: +49 (0)177-32 43 408,E-Mail: bahn@inkota.de.

Kurzportrait von Marie-Jeanne N'Zore Kombo mit Foto (PDF, 105 KB)

Factsheet: Côte d‘Ivoire – Kakao-Weltmeister aus Westafrika (PDF, 801 KB)

Kakaobarometer 2015 (Sektor-Übersicht über Nachhaltigkeitsinitiativen im Kakaosektor) (PDF, 4 MB)

Pressemappe zu Kakao und Make Chocolate Fair!

Pressemitteilung als PDF (49 KB)

Ansprechpartnerin

Evelyn Bahn, Koordinatorin der europäischen Kampagne Make Chocolate Fair! beim INKOTA-netzwerk, Tel: 0177-32 43 408, E-Mail: bahn[at]inkota.de.

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne, die von 108 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 16 europäischen Ländern getragen wird. Die Kampagne wird international von einer wachsenden Zahl von Menschen und Initiativen aus Europa, Afrika und Lateinamerika unterstützt. INKOTA ist eine von vier Hauptträgerorganisationen und übernimmt die Koordination der Kampagne in Deutschland. Bis Dezember 2015 sollen im Rahmen der Kampagne mindestens 100.000 Unterschriften für die Petition an die Schokoladenindustrie gesammelt werden. Die Kampagne wird unterstützt durch die Europäische Union, Stiftung Nord-Süd-Brücken, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats und Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Der Inhalt der Pressemitteilung liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und gibt nicht die Meinung der Förderer wieder.