INKOTA bekommt jedes Jahr das DZI-Spendensiegel verliehen. Damit bescheinigt uns das DZI als einer von ca. 230 unter bundesweit ca. 20.000 spendensammelnden Organisationen einen sparsamen und transparenten Umgang mit Spendengeldern.

Presseverteiler

Hier können Sie sich in den Presseverteiler von INKOTA eintragen. 

Kampagnen-Infos, Mit-Mach-Aktionen, Termine - Abonnieren Sie den INKOTA-Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden!

INKOTA Jahresbericht 2016

Pressemitteilung - Neue Studie belegt verfehlte Politik der G7

Zwischenbilanz zur Neuen Allianz für Ernährungssicherheit

Neue Studie belegt verfehlte Politik der G7

[Berlin, 2. Juni 2015] – Morgen trifft sich der Leitungsrat der „Neuen Allianz für Ernährungssicherheit“, um Schlüsse aus dem bisherigen Verlauf der G7-Initiative zu ziehen. Das tut auch das INKOTA-netzwerk – und fordert deren Beendigung. In der neuen Studie „Leere Versprechungen“ veröffentlicht INKOTA heute die Ergebnisse eigener Recherchen in Nordmosambik und zeigt, dass vor allem die Vertragslandwirtschaft, ein beliebtes Mittel zur Umsetzung der „Neuen Allianz“, einseitig zugunsten der Investoren verläuft – Kleinbäuerinnen und Kleinbauern haben das Nachsehen.

„Die Vertragslandwirtschaft birgt die Gefahr von Land Grabbing durch die Hintertür“, sagt Jan Urhahn, INKOTA-Referent für Landwirtschaft und Welternährung. „Zwar wird den Kleinbäuerinnen und -bauern das Land nicht direkt entzogen, aber sie können je nach Vertragsbedingungen die Kontrolle darüber verlieren“, so Urhahn weiter. Zu dieser Einschätzung kommt Urhahn mit Christine Wiid, INKOTA- Referentin für Mosambik, nach der Auswertung eigener Recherchen, die sie im März 2015 in Nordmosambik durchgeführt haben.

So hat die niederländische Firma DADTCO mit einer Kleinbauernvereinigung in Nordmosambik einen Fünfjahresvertrag zur Lieferung von Maniok abgeschlossen. DADTCO benötigt den Rohstoff, um daraus Maische zu gewinnen, die es zur Bierproduktion an die Brauerei CDM verkauft. CDM gehört wiederum zu SABMiller, dem nach Anheuser-Busch zweitgrößten Brauereikonzern weltweit. Das Problem für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern: DADTCO hat sich nicht an seinen Teil des Vertrags gehalten, die Bäuerinnen und Bauern blieben auf ihrer Ernte sitzen.

„Die ‚Neue Allianz‘ der G7 setzt auf das falsche Landwirtschaftsmodell und geht an den Bedürfnissen und Vorstellungen der mosambikanischen Bevölkerung vorbei“, bestätigt Luís Muchanga,  Agrarexperte und Geschäftsführer des mosambikanischen Kleinbauernverbandes UNAC. Auf einer Rundreise durch Deutschland anlässlich des G7-Gipfels berichtet er von weiteren Beispielen, die die verfehlte Politik der G7 deutlich machen. „Gemeinsam mit unseren Partnern aus Mosambik fordern wir die Regierungen der G7 auf, die ‚Neue Allianz‘ schnellstmöglich zu beenden“, sagt Christine Wiid. „Die G7 müssen sich auf eine Stärkung öffentlicher Investitionen besinnen.“

Das Beispiel DADTCO und weitere Informationen zu den Auswirkungen der G7-Agrarpolitik auf die Landwirtschaft in Mosambik beleuchtet der neue INKOTA-Hintergrund „Leere Versprechungen. Wie die G7-Politik zur Hungerbekämpfung Kleinbauern in Mosambik bedroht“.

INKOTA-Hintergrund „Leere Versprechungen. Wie die G7-Politik zur Hungerbekämpfung Kleinbauern in Mosambik bedroht“

Pressemappe Agrarkonzerne mit weiteren Studien, Analysen und Infografiken

Pressemitteilung als PDF (PDF, 55 KB)

Rundreise in Deutschland
Luís Muchanga ist vom 3. bis zum 9. Juni 2015 in Deutschland und steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Er wird unter anderem am 4. Juni 2015 am Gegengipfel in München teilnehmen und am 8. Juni 2015 bei einer Abendveranstaltung in Berlin zu Gast sein.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen

Weitere Informationen zu Luis Muchanga und der UNAC (PDF, 64 KB)

Für Fragen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:
Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Mobil: 0176-70 61 03 81, Telefon: 030-42 08 20 25 6, E-Mail: urhahn@inkota.de

Christine Wiid, INKOTA-Referentin für Mosambik, Mobil: 0151-18 92 12 93, Telefon: 030-42 08 20 24 3, E-Mail: wiid@inkota.de