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INKOTA Jahresbericht 2016

Osterhasen fordern höhere Kakaopreise für westafrikanische Bauern

[Berlin, 31. März 2015] – In Hamburg, Rostock, Freiburg und zwölf weiteren deutschen Städten gehen dutzende Osterhasen auf die Straße. Denn noch immer stecken Hunger, Armut und ausbeuterische Kinderarbeit in fast allen Osterleckereien. Gemeinsam mit der INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair! fordern sie die Schokoladenindustrie auf, die Einkommenssituation von Kakaobauern grundlegend zu verbessern. Trotz vieler Nachhaltigkeitsinitiativen der Schokoladenunternehmen liegt das Pro-Kopf-Einkommen einer Kakaobauernfamilie in der Elfenbeinküste weiter bei 0,50 US-Dollar am Tag. Um zumindest die international definierte Armutsgrenze von 2 US-Dollar pro Tag zu erreichen, müsste das Einkommen der Bauern vervierfacht werden.

„Die freiwilligen Nachhaltigkeitsinitiativen vieler Schokoladenunternehmen zielen in erster Linie auf Produktivitätssteigerungen und Qualitätsverbesserung im Kakaoanbau ab. Das allein ist aber nicht ausreichend, um die Kakaobauern dauerhaft aus Hunger und Armut zu befreien“, sagt Evelyn Bahn von der INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair!. „Die Schokoladenindustrie muss sich der Diskussion stellen, welcher Kakaopreis den Bauern in Westafrika ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht und diesen dann auch zahlen. Niemand kann mehr leugnen, dass der derzeitige Preis zu niedrig ist.“

Bahn sieht die Schokoladenindustrie in der Verantwortung etwas an der Einkommenssituation der Kakaobauern zu ändern. Auch das kürzlich veröffentliche Cocoa Barometer sieht Handlungsbedarf auf Seite der Schokoladenindustrie: Schokoladenproduzenten wie Nestlé, Mars, Ferrero und Mondelez, Kakaoverarbeiter wie Barry Callebaut und Cargill und wenige Einzelhandelsunternehmen kontrollieren 80 Prozent der Segmente in der Wertschöpfungskette. Damit stehen 5,5 Millionen Kakaobauern nur wenigen Großkonzernen gegenüber. „Die Konzerne dürfen diese Marktmacht nicht weiter zu Lasten der Produzenten ausnutzen“, erklärt Bahn. „Die Schokoladenindustrie muss endlich die Stellschrauben setzen, damit der Kakaopreis steigt“, so Bahn weiter. Das könne gegebenenfalls auch heißen, dass im kommenden Jahr der Schokohase teurer wird.

Die Kampagne Make Chocolate Fair! arbeitet derweil mit Erfolg daran, den öffentlichen Druck auf die Schokoladenindustrie zu erhöhen. Zu Ostern protestieren Aktivisten der Kampagne in fünfzehn deutschen Städten gegen die Missstände im Kakaoanbau und sammeln Unterschriften für die Kampagnenpetition an die Schokoladenindustrie. „Jeder kann mit seiner Unterschrift deutlich machen, dass wir es satt haben, Schokolade zu essen, in der Hunger, Armut und ausbeuterische Kinderarbeit stecken“, sagt Bahn. Außerdem empfiehlt sie, beim Befüllen der Osternester auf faire und nachhaltig zertifizierte Schokolade zu achten. Die Petition wurde bereits von mehr als 70.000 Menschen unterzeichnet und soll Ende 2015 an Vertreter der Schokoladenindustrie in Brüssel überreicht werden.

Wesel
Speyer
Berlin
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Berlin
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Berlin

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Für Bilder in höherer Auflösung melden Sie sich gerne bei Simone Katter, katter[at]inkota.de, 030-420 820 259.

Pressemitteilung als PDF (PDF, 72 KB)

Pressemappe Make Chocolate Fair!

Webseite von Make Chocolate Fair!

Cocoa Barmoter 2015

Infografik: Kostenanteil des Rohkakaos an einer Tafel Vollmilchschokolade

Ansprechpartnerin

Evelyn Bahn, Koordinatorin der europäischen Make Chocolate Fair! beim INKOTA-netzwerk, Tel: 0177-32 43 408, E-Mail: bahn[at]inkota.de 

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 16 europäischen Ländern. Die Kampagne wird international von einer wachsenden Zahl von Menschen und Initiativen aus Europa, Afrika und Lateinamerika getragen. INKOTA ist eine von vier Hauptträgerorganisationen und übernimmt die Koordination der Kampagne in Deutschland. Bis 2015 sollen im Rahmen der Kampagne 100.000 Unterschriften für die Petition an die Schokoladenindustrie gesammelt werden. Die Kampagne wird unterstützt durch die die Europäische Union, Stiftung Nord-Süd-Brücken, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats und Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Der Inhalt der Pressemitteilung liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und gibt nicht Meinung der Förderer wieder.