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INKOTA Jahresbericht 2016

Save the date: Agrarexperte aus Mosambik zum G7-Gipfel in Deutschland

„Die ‚Neue Allianz’ geht an den Bedürfnissen und Vorstellungen der mosambikanischen Bevölkerung vorbei“

[Berlin, 28. Mai 2015] - Die G7 krempeln mit der „Neuen Allianz für Ernährungssicherheit“ die mosambikanische Landwirtschaft zum Vorteil großer Agrarkonzerne um. So sieht es Luís Muchanga, Direktor des mosambikanischen Kleinbauernverbands UNAC. Anlässlich des G7-Gipfels hat das INKOTA-netzwerk Muchanga nach Deutschland eingeladen. Aus erster Hand berichtet er, wie das, was die G7 als Hunger- und Armutsbekämpfung bezeichnet, die Lebensgrundlagen tausender Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bedroht.

Mosambik ist eines der ersten Mitgliedsländer der „Neuen Allianz“, die 2012 von den G7 ins Leben gerufen wurde. Die Auswirkungen dort werfen ein Schlaglicht auf das, was auch in den neun anderen afrikanischen Staaten noch kommen kann. „Vor dem Start der ‚Neuen Allianz’ konnten Kleinbauern ihr Saatgut untereinander tauschen“, erklärt Muchanga. „Mit der ‚Neuen Allianz’ hat Mosambik aber Gesetze verabschiedet, die die freie Verteilung von Saatgut verbieten und Kleinbauern dazu zwingen, teures Saatgut bei Agrarkonzernen einzukaufen.“

15 strukturelle Reformen in wichtigen Sektoren wie dem Saatgutbereich und bei der Landnutzung sind in Mosambik bereits umgesetzt oder in Vorbereitung. Bisher gingen diese alle zu Lasten der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Luís Muchanga kommt deshalb zu dem Schluss: „Die Neue Allianz der G7 setzt auf das falsche Landwirtschaftsmodell und geht an den Bedürfnissen und Vorstellungen der mosambikanischen Bevölkerung vorbei. Das wollen wir ändern.“

Pressemitteilung als PDF (PDF, 54 KB)

Infografik „Saatgutsektor in Mosambik“

Infografik „Mitgliedsländer der Neuen Allianz für Ernährungssicherheit“

Pressemappe Agrarkonzerne

Rundreise in Deutschland
Luís Muchanga ist vom 3. bis zum 9. Juni 2015 in Deutschland und steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Er wird unter anderem am 4. Juni 2015 am Gegengipfel in München teilnehmen und am 8. Juni 2015 bei einer Abendveranstaltung in Berlin zu Gast sein.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen

Zur Person
Luís Muchanga engagiert sich seit 15 Jahren im mosambikanischen Kleinbauernverband União Nacional dos Camponeses (UNAC). Seit 2008 ist er Geschäftsführer der UNAC. Zu seinen Hauptthemen gehören die positiven und negativen Auswirkungen von Megaprojekten wie zum Beispiel Pro Savana auf die mosambikanische Landwirtschaft. Außerdem beschäftigt sich Luís Muchanga kritisch mit der G7-Initiative „Neue Allianz für Ernährungssicherheit“.

Weitere Informationen zu Luis Muchanga und der UNAC (PDF, 64 KB)

Für Fragen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:
Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Mobil: 0176-70 61 03 81, Telefon: 030-42 08 20 25 6, E-Mail: urhahn@inkota.de


Diese Rundreise wurde mit finanzieller Unterstützung der von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats durchgeführt sowie von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Für den Inhalt der Rundreise ist der Veranstalter allein verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt des/der Zuwendungsgeber wieder.