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Deutschlandweite Info-Tour: Agrarexpert*innen aus Mittelamerika präsentieren "Gegenentwurf zu einer verfehlten Landwirtschaftspolitik"

[Berlin, 23. September 2016] – Die Saatgut- und Chemiekonzerne Bayer und Monsanto wollen fusionieren. Für Agrarexperte Víctor Sánchez ist das eine bedrohliche Nachricht. In seinem Heimatland El Salvador gilt es als eine der größten Herausforderungen für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, nicht mehr von Monsanto abhängig zu sein. Durch die Mega-Fusion würde der Agrarkonzern noch mehr Einfluss auf die weltweite Landwirtschaft bekommen. INKOTA hat Víctor Sánchez und Jaqueline Chenier aus Honduras nach Deutschland eingeladen. Rund um den zweiten "Wir haben es satt"-Kongress in Berlin berichten sie vom 24. September bis zum 8. Oktober auf einer Info-Tour von ihrem Kampf um Ernährungssouveränität.

„Bis heute werden in Zentralamerika gefährliche Pestizide eingesetzt, die im globalen Norden längst verboten sind“, sagt Víctor Sánchez. Unter dem Stichwort der 'Grünen Revolution' seien die zentralamerikanischen Länder zu einem Experimentierfeld für Konzerne geworden, die unterschiedlichste Agrarchemikalien ausprobierten. Einer der wichtigsten Akteure dabei: Monsanto. 2008 kaufte der US-Konzern das größte zentralamerikanische Saatgutunternehmen, das in El Salvador ein Quasi-Monopol auf Saatgut hatte. Drei Monate später veränderte das salvadorianische Parlament das Saatgutgesetz und erlaubte den Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts.

Víctor Sánchez macht sich für einen Alternativ-Ansatz stark. „Das Konzept der Ernährungssouveränität ist der Gegenentwurf zur verfehlten Landwirtschaftspolitik à la Monsanto“, erklärt der Agrarökonom. Es beinhalte unter anderem eine radikale Demokratisierung – das Recht der Länder, Regionen und Menschen über ihre Ernäh-rungssysteme selbst zu bestimmen. Auf seiner Info-Tour durch Deutschland hat Sánchez eine erfahrene Expertin an seiner Seite. Jaqueline Chenier arbeitet seit über 20 Jahren als Beraterin und Koordinatorin für Projekte ländlicher Entwicklung in Honduras und Guatemala und forscht an der Universität Wageningen in den Niederlanden zum Thema kleinbäuerliche versus industrielle Zuckerrohrproduktion.

Víctor Sánchez und Jaqueline Chenier stehen für Interviews zur Verfügung.

Was: Info-Tour mit Landwirtschaftsexpert*innen aus El Salvador und Honduras

Wann: 24. September bis 8. Oktober 2016

Wo: Hamburg, Köln, Berlin, Berliner Umland

Wer: Jaqueline Chenier (Honduras), Mitbegründerin von Groundswell International in London, und Víctor Sánchez (El Salvador) von der INKOTA-Partnerorganisation Procomes

Pressemitteilung als PDF (207 KB)

Aktionsseite zur Info-Tour

Meldung zur Bayer-Monsanto-Fusion

Meldung zum zweiten "Wir haben es satt"-Kongress

Ansprechpartner:   
Michael Krämer, INKOTA-netzwerk, Tel.: 030-420 820 2-42, Mobil: 0171 817 54 33, E-Mail: kraemer@inkota.de