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Preis für mehr Gerechtigkeit in der Modeindustrie drei Jahre nach Rana Plaza

[Berlin, 21. April 2016] – Im Gedenken an die Opfer des Rana Plaza-Gebäudeeinsturzes in Bangladesch verleihen das entwicklungspolitische INKOTA-netzwerk und die Gesellschaft für Aufklärung und Technik cum ratione am kommenden Samstag erstmals den Aktionspreis SPITZE NADEL. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an drei Initiativen, die sich in beispielhafter Art und Weise für bessere Arbeitsbedingungen in der globalen Schuh-, Leder- und Textilindustrie stark gemacht haben. Die feierliche Übergabe findet am 23. April in der Kalkscheune in Berlin statt.

„Immer mehr Menschen engagieren sich, um mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen für die Wahrung der Menschenrechte und gegen die untragbaren Zustände bei der Herstellung von Kleidung einzutreten“, sagt INKOTA-Referent Berndt Hinzmann. Um dieses Engagement zu würdigen, haben INKOTA und cum ratione die SPITZE NADEL ins Leben gerufen – einen Preis für besonders wirksame Aktionen für die Menschenrechte bei der Arbeit.

Am 24. April jährt sich eine der größten Industriekatastrophen in der Geschichte der Bekleidungsindustrie zum dritten Mal: Beim Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesch waren mehr als 1.100 Menschen getötet und fast 2.500 Menschen verletzt worden – unter ihnen vor allem Näherinnen, die für den globalen Textil- und Bekleidungsmarkt produzierten. „Wirtschaft und Politik haben nicht ausreichend Sorgfalt zum Schutz der Menschen walten lassen. Sonst wäre es nicht zu dieser Katastrophe gekommen“, sagt Berndt Hinzmann.

Rana Plaza steht aber auch dafür, dass öffentliche Proteste Veränderungen in Gang setzen, wie etwa das Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit (ACCORD) zeigt. „Die Proteste vieler BürgerInnen auch in Deutschland haben dazu beigetragen, dass die Frage der Entschädigung ein Thema geblieben ist und letztlich der Entschädigungsfonds gefüllt wurde“, erklärt Berndt Hinzmann. „Dies war ein Durchbruch für Gerechtigkeit und gleichzeitig ein klares Zeichen für die Menschenrechte und die Sorgfaltspflicht von Unternehmen.“

Der Aktionspreis SPITZE NADEL macht drei starke Aktionen und deren Botschaften bekannt und ermuntert zum Nachahmen. „Neben politischen Prozessen brauchen wir eine kritische Öffentlichkeit und anhaltendes Engagement, damit Unternehmen entlang der globalen Lieferkette der Pflicht zur Sorgfalt und zum Schutz der Menschenrechte nachkommen“, sagt Berndt Hinzmann.

Die PreisträgerInnen der SPITZEN NADEL 2016 sind:

  • Future Fashion Forward e.V. mit der Aktion „The 2 Euro T-Shirt – A social Experiment“
  • Dies Irae mit der Aktion „Jobs @ Primark“
  • Ev. Jugend Bad Honnef mit der Aktion „Fashion – ein globales Geschäft“

Preisverleihung: 23. April 2016, 18-20 Uhr, Kalkscheune Berlin – ‚Das Loft‘, Johannisstr. 2, 10117 Berlin

Mehr zu den PreisträgerInnen

Programm zur Preisverleihung (PDF, 161 KB)

Mehr zum Aktionspreis SPITZE NADEL

Pressemitteilung als PDF (244 KB)

AnsprechpartnerInnen:   
Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk, Tel.: +49 (0)30-42 08 202-51, E-Mail: hinzmann@inkota.de

Kerstin Haarmann, cum ratione gGmbH, Tel.: +49 (0)5252-50445, E-Mail: k.haarmann@cum-ratione.org