So kann Ihre Spende verwendet werden:

65 Euro: Verpflegungskosten für eine Weiterbildung

100 Euro: Herstellung eines Faltblatts zum Thema Gentechnik

500 Euro: Zeitungsanzeige zur Aufklärung über Gentechnikproblematik

Agrarmulti will El Salvador erobern

BürgerInnennetzwerk mobilisiert gegen Gentechnik

Demonstrationen gegen gentechnisch verändertes Saatgut
Ja zum Leben, Nein zur Gentechnik: Das BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik engagiert sich auch mit Demonstrationen gegen gentechnisch verändertes Saatgut.

Im April 2008 erzielte die Gentechniklobby einen großen Erfolg in El Salvador: Das Parlament schaffte den Artikel 30 des Saatgutgesetzes ab, der den Import und die Nutzung gentechnisch veränderten Saatguts in El Salvador verboten hatte. Nur zwei Monate später erwarb Monsanto, der weltweit führende Konzern für gentechnisch verändertes Saatgut, für mehr als 100 Millionen US-Dollar El Salvadors Saatgutmonopolisten „Semillera Cristiani Burkard“. Erworben hat Monsanto das Unternehmen von Alfredo Cristiani Burkard. Der war einst Präsident El Salvadors und ist bis heute eine der Führungspersönlichkeiten der ultrarechten ARENA-Partei. Monsanto hat also einflussreiche Fürsprecher in El Salvador.

Aber auch engagierte Gegner. Dazu gehört vor allem das „BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik in El Salvador“ (Red), dessen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit INKOTA seit über fünf Jahren unterstützt. Seit Jahren macht das „Red“ Monsanto und anderen Gentechkonzernen das Leben schwer, indem es über die Gefahren der Gentechnik aufklärt und die öffentliche Meinung gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in El Salvador mobilisiert.

Mit Erfolg, die Arbeit zeigt Wirkung: Derzeit wird in El Salvador kein gentechnisch verändertes Saatgut angebaut. Das liegt auch an der derzeitigen Mitte-Links-Regierung unter Präsident Mauricio Funes, die Gentechnik zwar nicht explizit ablehnt, aber die Hürden für den Anbau so hoch gelegt hat, dass sich dieser momentan nicht lohnt.

Gentechnikfreie Zonen für El Salvador

Damit das auch so bleibt, setzt sich das „Red“ auch weiterhin für ein klares Verbot der Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut ein. Aber auch neue Aktionsformen werden ausprobiert. „Möglichst viele Landkreise sollen sich zu gentechnikfreien Zonen erklären“, erklärt Javier Rivera vom „Red“.

Die Kreisräte sollen Gemeindeverordnungen verabschieden, die die Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut ausschließen. INKOTA unterstützt die Arbeit des Red auch 2013/2014 und finanziert unter anderem Seminare in verschiedenen Landkreisen, die sich offen dafür zeigen, sich zu gentechnikfreien Zonen zu erklären.

ProjektÖffentlichkeitsarbeit gegen Gentechnik
Ortlandesweit
PartnerBürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik (Red)
LaufzeitFebruar 2013 bis Dezember 2014
Kosten6.167 Euro
Spendenbedarf1.666 Euro
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