So kann Ihre Spende verwendet werden:

9 Euro:
Saatgut für eine Parzelle mit bis zu acht Gemüsesorten

27 Euro:
Ein Fass zur Herstellung für Biodünger

190 Euro:
Bau eines Stalles

Spendenkonto

KD-Bank
IBAN: DE06 3506 0190 1555 0000 10
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Ansprechpartnerin


Isabell Nordhausen

nordhausen[at]inkota.de
Tel.: 030-420 8202-40

Sipacapa soll gedeihen

Perspektiven für indigene Kleinbauern-Familien

Die Ausgangsbedingungen der indigenen kleinbäuerlichen Familien im westlichen Hochland von Guatemala sind besonders schwer: die verfügbaren landwirtschaftlichen Parzellen sind klein, liegen in einer Höhe von bis zu 2.500 m über dem Meeresspiegel und weisen oftmals eine starke Hangneigung auf. Die Menschen leben in äußerst prekären Verhältnissen, die sich zum Beispiel in mangelnder Infrastruktur ausdrücken: Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung hat Zugang zu Strom und Wasser und es existieren kaum sanitäre Anlagen. Zudem spüren die Menschen bereits heute die Auswirkungen des Klimawandels: Dürren im Wechsel mit Starkregen, Frost und Hagel vernichten immer öfter die Ernten der Bauern und Bäuerinnen und verschärfen die Armut und Ernährungsunsicherheit. Ein global agierender Bergbaukonzern macht darüber hinaus den kleinbäuerlichen Familien die immer knapper werdenden Ressourcen streitig.

Die Landpastoral der Diözese San Marcos nimmt sich dieser Familien in den besonders betroffenen Gemeinden an. Sie unterstützt deren friedlichen Protest gegen den weiteren Ausbau des Bergwerks und fördert die Sicherung der Lebensgrundlagen durch familiäre agrarökologische Landwirtschaft und Umweltschutzmaßnahmen.

„Die Menschen in der Umgebung der Mine „Marlin“  brauchen dringend eine Perspektive. Sie müssen zugleich gegen den Hunger und gegen die Ausweitung des Goldabbaus kämpfen. Deshalb ist dieses Projekt für mich so wichtig.“ - Rony Aguilar, Agraringenieur und Projektkoordinator der Landpastoral San Marcos

Die Landpastoral stellt die diversifizierte agrarökologische Produktion in dem Projekt in einen erweiterten gesundheitlichen Kontext: Ernährungssicherung durch genügend gesundes, vitamin- und nährstoffreicheres Essen, gesunde Lebensbedingungen für Mensch und Tier sowie gesundheitsfördernde Hygiene im häuslichen Umfeld. 
Deswegen werden die kleinbäuerlichen Familien

Konzept Agrarökologie
Agarökologie: die Grafik und eine Erläuterung des Konzepts finden Sie in der Publikation "Ernährungssouveräne Landwirtschaft - Beispiele aus Mosamik".
  • Ausbildungen zu Agrarökologie und Umwelt erhalten,
  • bis zu jeweils acht verschiedene Gemüsesorten in ihrer Parzelle anbauen,
  • Terrassierungen vornehmen, Ent- und Bewässerungsgräben und geschützte Anbauflächen anlegen und Bio-Dünger herstellen,
  • Mini-Gewächshäuser errichten, um die Aussaat vor Hitze und Kälte zu schützen,
  • kleine Filterinstallierungen einrichten, um Brauchwasser aufzubereiten,
  • in Modellparzellen zusätzlich Obst und Heilpflanzen anbauen sowie Ställe errichten, um Ziegen, Schafe oder Kühe aufzuziehen und artgerecht zu halten,
  • sich gegenseitig unterstützen, indem sie unentgeltlich ihre landwirtschaftlichen Produkte austauschen oder zu solidarischen Preisen anbieten,
  • erste Schritte zur Einkommenserhöhung durch lokale und regionale Vermarktung von Bio-Gemüse und Obst gehen.

Darüber hinaus werden die Kleinbäuerinnen und  -bauern

  • durch Ausbildungen ihr Bewusstsein über die eigenen Rechte stärken,
  • mit Bürgermeistereien, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen einen Entwicklungsplan für den Landkreis erarbeiten und umsetzen,
  • und bei öffentlichkeitswirksamen überregionalen Veranstaltungen, die durch Radiosendungen und Plakatkampagnen unterstützt werden, ihren friedlichen Protest gegen die zerstörerische Ausweitung des Goldbergbaus manifestieren.

Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns bei allen, die für dieses Projekt gespendet haben. Alle Spenden, die weiterhin für die Landpastorale geleistet werden, nutzen wir für ähnliche Projekte in Guatemala.

Sie können auch andere Projekte unserer Partnerorganisationen unterstützen oder ohne Zweckbindung spenden, so dass INKOTA das Geld dort einsetzen kann, wo es gerade am dringendsten benötigt wird:

Übersicht Projektländer und Projekte

Ohne Zweckbindung spenden


„Durch unser Projekt können besonders benachteiligte indigene Familien aus sehr abgelegenen Hochlandgemeinden erreicht werden. Obwohl die extreme Armut in der Projektregion weit verbreitet ist, sind kaum Entwicklungsorganisationen in der Region aktiv. Die Landpastorale leistet eine sehr basisnahe Arbeit und benutzt dabei zwar recht einfache aber sehr angepasste und effektive Technologien. Ich bin mir sicher, dass die Lebensbedingungen der Projektteilnehmenden durch das Projekt maßgeblich verbessert werden können.“ ─ Isabell Nordhausen, INKOTA-Projektreferentin

Filter zur säuberung des häuslichen Abwassers
Widerstand gegen die Ausweitung des Bergwerks
Projektleiter Rony Aguilar präsentiert organisches Düngemittel
Projektteilnehmerin Cristina Crúz bei der Pfirsichernte
Errichtung eines traditionellen Maya Altars
Hier entsteht demnächst ein Stall
Projektteilnehmerin Marta Gomez Diaz mit ihrem neuen Stall

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken.

ProjektErnährungssicherheit für indigene kleinbäuerliche Familien statt Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Goldabbau
Ort16 Hochlandgemeinden im Landkreis Sipacapa im Departement San Marcos
PartnerPastoral de la Tierra, San Marcos
LaufzeitJuni 2016 bis Dezember 2018
Gesamtkosten 199.880 Euro
Spendenziel22.222 Euro