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Starke Frauen - gute Arbeit

Neue Vermarktungschancen für kleinbäuerliche Initiativen

Dass Äpfel Kopfschmerzen machen, klingt überraschend. Luisa Velasquez kann aber ein Lied davon singen. „Früher haben wir sie säckeweise auf unseren Köpfen getragen. Später haben wir Marmelade daraus gemacht. Aber auch die Marmeladengläser haben wir in Kisten auf unseren Köpfen zu den Märkten geschleppt.“

Luisa Velasquez lebt in der Gemeinde Poxlajú im Hochland von Guatemala. Seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten ist sie bei ADINEP organisiert. Der Zusammenschluss von heute 20 Frauen ist wichtig für ein besseres Leben von hunderten Familien in Poxlajú. „Wir kämpfen gemeinsam“, erklärt Celestina Gutierrez, Vizepräsidentin von ADINEP. „Wir teilen unser Wissen und verbessern unsere Marmeladen oder Soßen.“ Celestina Gutierrez neuestes Projekt mit ADINEP: die Verarbeitung frischer Tomaten zu Soße und deren Verkauf auf lokalen Märkten.

„Mit der Tomatensoße gelingt uns endlich das, wovon wir seit Jahren träumen. Wir haben eine konstante Arbeit und müssen nicht jeden Tag bangen, dass unser Einkommen ausbleibt.“

Celestina Gutierrez, Projektteilnehmerin aus der Gemeinde Poxlajú im Hochland von Guatemala

Doppelter Nutzen durch die Vermittlung von Adam

Seit einigen Jahren bekommt ADINEP Unterstützung von der Beratungsorganisation ADAM. „Dank ADAM können wir unsere Marmeladen und Trockenfrüchte heute auch in Städten präsentieren und besser verkaufen. Auch wichtige Kontakte bekommen wir." Zum Beispiel zu den benachbarten Tomaten-Bauern. Deren Ernten sind zwar gut, aber sie können große Mengen davon weder verkaufen noch lagern. Die Folge: Tausende Tomaten verderben – ein Verlust, der in einer der ärmsten Regionen des Landes besonders schmerzt.

ADAM hat davon mitbekommen – und gleich an ADINEP gedacht: „Wir haben den Frauen geholfen, eine Maschine zur Weiterverarbeitung anzuschaffen, und sie in Hygiene- und Qualitätsstandards geschult“, berichtet Guillermo Cifuentes. Es klingt so simpel, aber es ist ein enormer Schritt: Durch die Produktion und Vermarktung der Tomatensoße bekommen 20 Frauen ein regelmäßiges Einkommen. Für die Frauen ist es der große Sprung weg von der Armut, hin zu einem Leben mit gesichertem Verdienst – und auch die Tomaten-Bauern freuen sich, weil sie ihre Ernte verkaufen können, statt sie verderben zu sehen.

Eindrücke aus dem Projekt

ADAM-Geschäftsführer G. Cifuentes im Gespräch mit den Frauen von ADINEP
Herstellung von Trockenfrüchten und Marmelade
Die Erzeugnisse können sich sehen lassen
Auch andere kleinbäuerliche Initiativen arbeiten im Projekt mit ADAM zusammen
A. Tzul Tzoc, C. Gutierrez und L. Velasquez (von links) freuen sich über die Erträge
Fast 320 Kilogramm Tomaten verarbeiten die Frauen von ADINEP künftig zu Soße

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken.

Projektbezeichnung: Unterstützung kleinbäuerlicher Initiativen bei der Obst- und Gemüse-Vermarktung
Ort10 kleinbäuerliche Organisationen in 13 ländlichen Gemeinden der Departements Quetzaltenango, Huehuetenango, Totonicapán und Sololá
PartnerADAM
LaufzeitOktober 2015 bis Dezember 2018
Kosten223.352 Euro
Spendenbedarf24.818 Euro