So kann Ihre Spende verwendet werden:

25 Euro:
20 Kilogramm Mais-Saatgut

110 Euro:
Eine Getreidewaage für die Saatgutbank

700 Euro:
Ein UNAC Aktiver kann an einer nationalen Saatgutkonferenz in der Hauptstadt Maputo teilnehmen

Spendenkonto

KD-Bank
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Ansprechpartnerin

Christine Wiid
Christine Wiid

wiid[at]inkota.de

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Saatgut teilen – Konzernmacht brechen

Lokale Sorten sichern die Ernährung in Nordmosambik

 

In Mosambik will die Regierung verbieten, dass frei verfügbares Saatgut getauscht und verteilt werden kann. Stattdessen soll es künftig Eigentumsrechte für Saatgut geben. Erste Gesetze wurden bereits verabschiedet. Für viele Bauern und Bäuerinnen hat dieser Schritt fatale Folgen: „Wenn wir unser eigenes Saatgut nicht mehr benutzen dürfen, weil nur noch das patentierte Saatgut großer Konzerne erlaubt ist, weiß ich nicht, wie meine Familie überleben soll”, sagt Justina Julião. „Wir müssten das Saatgut dann teuer kaufen”, erklärt Estevão Costa. „Und die lokale Vielfalt der Saatgutsorten würde auch verloren gehen.”

Estevão Costa und Justina Julião sind Mitglieder des Kleinbauernverbands UNAC. Sie leben im Distrikt Alto Molucue in der Provinz Zambezia im Norden Mosambiks. Dort unterstützt UNAC insgesamt 1.200 Bauernfamilien dabei, den Kampf um das kostbare Saatgut für sich zu entscheiden.

Saatgutbanken und -tauschbörsen

Der Zugang zu eigenem Saatgut ist für die Bauern und Bäuerinnen lebenswichtig, denn für teures Saatgut haben sie kein Geld. Deshalb unterstützt UNAC die Kleinbauern und -bäuerinnen dabei

  • eine Saatgutbank für den Distrikt aufzubauen;
  • lokales Getreide- und Gemüsesaatgut zu vervielfältigen;
  • Saatguttauschbörsen zu organisieren.

Vernetzung und Selbstorganisation

Darüber hinaus leistet der Kleinbauernverband UNAC aber auch auf nationaler und internationaler Ebene politische Arbeit, damit den Bauern und Bäuerinnen ihr Zugang zu Saatgut erhalten bleibt. UNAC entstand 1987 als nationale Bewegung von und für Kleinbauern. Heute hat der Verband landesweit fast 100.000 Mitglieder, die in rund 2.500 Bauernvereinigungen und -kooperativen organisiert sind. Auch international ist UNAC gut vernetzt, beispielsweise als Mitglied von La Via Campesina. So verschafft der Kleinbauernverband den mosambikanischen Bauern und Bäuerinnen auch international Gehör und tritt für ihre Interessen ein.

„Die Arbeit von UNAC ist deshalb so wichtig, weil sie praktisches Engagement für die Bauern und Bäuerinnen mit politischer Arbeit verbindet. Außerdem ist UNAC eine der wenigen Organisationen in Mosambik, die sich trauen, öffentlich Kritik an der Landwirtschaftspolitik der Regierung zu üben. Ihren Mut finde ich jede Unterstützung wert.” – Christine Wiid, INKOTA-Projektreferentin für Mosambik

Eine mutige Stimme stärken: Agrarriesen kleinspenden!

Für Organisationen wie UNAC ist es besonders wichtig, internationale Partner zu haben und unabhängig finanziert zu sein. Gemeinsam setzen sich INKOTA und UNAC deshalb für eine starke globale Zivilgesellschaft ein.

Machen Sie mit: Mit unserer Aktion Agrarriesen kleinspenden

  • stärken Sie die mutige Stimme von UNAC,
  • unterstützen Sie die Kleinbauernfamilien in Zambezia und
  • geben uns Rückendeckung für unsere Kampagnen für mehr Gerechtigkeit in der globalen Landwirtschaft.
ProjektSaatgutvielfalt erhalten
OrtAlto Molucue in der Provinz Zambezia, Nordmosambik
PartnerUNAC, União Nacional dos Camponeses
LaufzeitOktober 2015 bis Oktober 2017
Gesamtkosten 105.500 Euro
Spendenziel11.722 Euro

Fotos zum Projekt

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Der Doku-Film wurde mit finanzieller Unterstützung von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats, von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Europäischen Union gefördert. Für den Inhalt der Aktivität ist alleine das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt des/der Zuwendungsgeber wieder.