So kann Ihre Spende verwendet werden:

30 Euro: Saatgut und Gartengeräte für einen Hofgarten

96 Euro: Für die Ausbildung einer Frau zum Anlegen eines Gemüsegartens

1.350 Euro: Ein Motorrad für eine Agrartechnikerin für ihre Arbeit in den Gemeinden

Ansprechpartnerin


Isabell Nordhausen

nordhausen[at]inkota.de
Tel.: 030-420 8202-40

Stadtgärten gegen Hunger

Ernährung sichern in der Großstadt

Urbane Gärten sichern Ernährung

Die Millionenstadt Managua ist umsäumt von kleinen Ansiedlungen mit einfachen Unterkünften aus Holzresten, Pappe und Wellblech. Getrieben von der Hoffnung, in der Großstadt Arbeit zu finden, haben sich hier nach dem Ende des Bürgerkrieges in den 90er Jahren vor allem Menschen aus den umliegenden ländlichen Regionen niedergelassen. Doch die Arbeitslosigkeit in diesen Vierteln ist hoch und insbesondere Frauen sind davon betroffen. Armut, Hunger, unternährte Kinder und eine hohe Säuglingssterblichkeit kennzeichnen das Leben in diesen Vierteln.

Die INKOTA-Partnerorganisation CAPRI nimmt sich diesen Problemen an. Landesweit arbeitet sie in insgesamt 36 städtischen Gemeinden. Besonderer Schwerpunkt der Organisation ist die Förderung der Rechte von Kindern und Jugendlichen sowie die Stärkung von Frauen und deren Integration in soziale Netzwerke. Aufgrund der weit verbreiteten Mangelernährung fördert CAPRI außerdem kleine Projekte zur Ernährungssicherheit. In Managua hilft CAPRI mehr als 200 Frauen und Männern in 20 Stadtvierteln beim Aufbau kleiner familiärer Hofgärten und unterstützt sie bei der kommunalen Selbstorganisation.

Familiäre Hofgärten und aktiver Umweltschutz

In ihren Hofgärten pflanzen die ProjektteilnehmerInnen mindestens vier verschiedene Sorten Obst und Gemüse an. Auf diese Weise können sie ihre Familie selbstständig versorgen und durch den Verkauf ihrer Produkte gleichzeitig ein kleines Einkommen erwirtschaften. Außerdem werden für zukünftige Hofgärten zusammen mit den Frauen kollektive Saatgutbanken angelegt. Darüber hinaus entstehen in den Gemeinden ökologische Gruppen, die sich mit Kampagnen und Arbeitseinsätzen aktiv für den Schutz der Umwelt in ihren Vierteln einsetzen, beispielsweise durch das Beseitigen illegaler Müllhalden.

Weiterbildung und Erfahrungsaustausch

Die ProjektteilnehmerInnen werden außerdem kontinuierlich weitergebildet. Es werden Workshops zu organischem Anbau von Obst und Gemüse, zur Herstellung von Biodünger sowie zu Ernährung und Umweltschutz angeboten. Als MultiplikatorInnen geben sie ihre Erfahrungen an ihre Familien und andere Gemeindemitglieder weiter. Dies soll langfristig zu einem stärkeren Umwelt- und Ernährungsbewusstsein in den Stadtvierteln führen.

Projektinfo

Projekt: Förderung der Ernährungssicherheit und Umweltbildung in 17 Stadtvierteln in Managua
Ort 17 Stadtviertel in Managua
Partner CAPRI
Laufzeit November 2015 bis Dezember 2018
Kosten 244.480 Euro
Spendenbedarf27.167 Euro
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