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Aufdecken, anklagen, ändern!

Wie wir die Schweinerei mit den Schuhen beenden können

Von menschenwürdiger Arbeit noch meilenweit entfernt: Eine Gerberei-Arbeiterin in Bangladesch in Bergen von Ledermüll (Foto: GMB Akash)

Haben Sie Schuhe, die aus Indien stammen? Dann hat sie vielleicht Manikkyam P. in den Händen gehabt. Oder zumindest Teile davon. Jahrzehntelang hat er in einer Gerberei im südindischen Ambur gearbeitet. Ihm ist es zu verdanken, dass ein Teil der ArbeiterInnen dort heute Schutzkleidung trägt. Und Manikkyam P. weiß, wie wichtig das ist: Sein Körper ist übersät von Krebsgeschwüren.

Die Lederherstellung ist in der Region Ambur ungefähr das, was für Wolfsburg die Autoproduktion ist. Als die Industrie dort auf das Gerben mit Chrom umstellte, hatte das für Mensch und Umwelt fatale Folgen. Die Böden wurden verseucht, das Wasser vergiftet und die Menschen mit hochgiftigen Chemikalien krank gemacht.

Der schnelle Profit zeigt seine hässliche Seite – nur zahlen will dafür niemand: Der Arbeitgeber von Manikkyam P. weigert sich bis heute, die Behandlungskosten für ihn zu übernehmen. Und nur in wenigen Fabriken ist Schutzkleidung inzwischen Standard.

Die Geschichte von Manikkyam P. ist kein Einzelfall. Die globale Schuh- und Lederindustrie steht für einen der gefährlichsten Arbeitsplätze weltweit: ArbeiterInnen, die barfuß bis zu den Knien in verseuchter Flüssigkeit stehen. Menschen, die in maroden Baracken arbeiten müssen. Minderjährige, die im Schneidersitz auf hartem Boden stundenlang die immer gleichen Bewegungen ausführen. Die Liste ließe sich lange fortführen. Es ist – kurz gesagt eine Schweinerei, was Unternehmen der Schuh- und Lederbranche mit den Menschen machen, die für sie arbeiten. Und das wollen wir mit Ihrer Hilfe ändern!

INKOTA hat mit 17 asiatischen und europäischen Partnerorganisationen die Kampagne Change Your Shoes gestartet. Gemeinsam machen wir Druck auf Unternehmen und Politik. Außerdem stärken wir die ArbeiterInnen in ihren Rechten und in ihren Möglichkeiten, diese Rechte einzufordern – und zwar ohne dass ihnen Repressalien oder Arbeitsplatzverlust drohen.

Und wie reagiert die Schuh- und Leder-Lobby?

Anstatt die unhaltbaren Zustände abzustellen, gehen die Lobbyisten der Schuh- und Lederbranche auf unsere Kampagne los. Europäische und italienische Schuh- und Lederverbände haben eine mediale Schmutzkampagne gegen Change Your Shoes gestartet und massiven Druck auf die EU und das deutsche Entwicklungsministerium ausgeübt, damit diese uns die öffentliche Förderung streichen. Mit öffentlichem Druck und durch die Unterstützung von Bundestagsabgeordneten und Europaparlamentariern konnten wir diesen Angriff erfolgreich abschmettern.

Die Einschüchterungsversuche der Lobbyisten zeigen aber, dass wir beim Thema Schuh und Leder einen langen Atem brauchen. Wir kennen diese Herausforderung von unserer jahrelangen Kampagnenarbeit zu Bekleidung – und die Erfolge, die wir dort erzielen, spornen uns an. Um den Druck aufrecht zu erhalten, brauchen wir aber eine unabhängige Finanzierung, die uns auch vor solchen Angriffen schützt.

Sorgen Sie mit uns dafür, dass unsere Schuhe tragbar werden!

Deshalb haben wir diese Spendenaktion gestartet und bitten Sie um Ihre Unterstützung. Da wir es geschafft haben, 10.000 Euro zu sammeln, können wir mit der Kampagne Change Your Shoes über 2017 hinaus mit großer Kraft weitermachen. Weiterhin hilft uns aber jede Spende dabei, unsere unabhängige Kampagnenarbeit kreativ und erfolgreich auszugestalten. Sie können also selbstverständlich gerne weiterhin für die Kampagne Change Your Shoes spenden!

2018 wollen wir unter anderem mit unseren PartnerInnen von CIVIDEP und SLD in Indien...

  • mit Hilfe neuer Studien aufdecken, was bei der Schuh- und Lederproduktion in den Fabriken in Süd- und Nordindien schief läuft;
  • eine weitere Info- und Dialog-Tour von indischen Arbeits- und MenschenrechtlerInnen durch Deutschland ermöglichen;
  • Vernetzungstreffen von ArbeiterInnen in Indien fördern, bei denen sich die TeilnehmerInnen gegenseitig stärken. Sie setzen sich mit ihren Rechten auseinander und erarbeiten Strategien, wie sie diese  einfordern können.

Sorgen Sie mit uns dafür, dass unsere Schuhe tragbar werden! Schon mit kleinen Beträgen können wir eine Menge erreichen.

Aufdecken!

100 Euro für Labortests: Die Untersuchung von Erd- u. Wasserproben auf giftige Stoffe wie Chrom VI ist Teil der CIVIDEP-Recherchen in Südindien und eine wichtige Basis, um Unternehmen und Politik zum Handeln zu bewegen.

Anklagen!

400 Euro für eine Druck- und Aufklärungstour: Zwei indische ArbeitervertreterInnen reisen durch Deutschland und verschaffen sich bei Politik und Wirtschaft Gehör (Kosten für Verpflegung und Unterkunft für drei Tage).

Ändern!

600 Euro für starke ArbeiterInnen: Mit gezielten Trainings stärken sich die ArbeiterInnen in Südindien gegenseitig. Sie setzen sich mit ihren Rechten auseinander und erarbeiten Strategien, wie sie diese einfordern können – und zwar ohne dass Repressalien oder Arbeitsplatzverlust drohen.

 

 

Jede Spende hilft. Herzlichen Dank!

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