Downloads

Forderungen des Fairen Handels

(PDF, 670 KB)
Positionspapier des Forum Fairer Handel zur Welthandelspolitik

Faltblatt "Fair oder nicht Fair?"

(PDF, 400 KB)
Drei Gütesiegel- und Kodex-Systeme im Vergleich mit dem zertifizierten Fairen Handel

Fairer Handel und Discounter

(PDF, 50 KB)
INKOTA-Stellungnahme zu Fair-Trade-Produkten bei Lidl

Zum Verhaltenskodex der Kaffeewirtschaft (4C)

(PDF, 100 KB)
Positionspapier des Forum Fairer Handel zum Common Code for the Coffee Community (4C)

Forum Fairer Handel

Ansprechpartner

Arndt von Massenbach

Fairer Handel

Gerechte Alternative, die den Menschen dient

Kaffee, Tee, Orangensaft, Bananen, Schokolade oder Textilien – viele Produkte unseres täglichen Bedarfs kommen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Damit sie bei uns billig angeboten werden können, arbeiten viele Menschen in den Anbauländern unter unwürdigen Bedingungen. Oft erhalten die Kleinbauern so niedrige Preise für ihre Ernte, dass nicht einmal die Produktionskosten gedeckt sind. Viele Kleinbauern- und Arbeiterfamilien müssen um ihre Existenz fürchten.

Der Mensch im Mittelpunkt

Für sie bietet der Faire Handel eine Alternative. Sie schließen sich zu Produzentengruppen zusammen und vermarkten ihre Produkte gemeinsam. Der Faire Handel garantiert ihnen Mindestpreise und Abnahmegarantien für ihre Produkte. Damit können sie sowohl ihre Produktionskosten decken als auch den Lebensunterhalt ihrer Familien sichern. Im Fairen Handel stehen die Menschen im Vordergrund. Qualität bezieht sich deshalb nicht nur auf die Hochwertigkeit der gehandelten Produkte, sondern auch auf die Sozial- und Umweltverträglichkeit bei ihrer Herstellung und Vermarktung.

Fairer Handel: Erfolgsmodell mit Schwächen

Der Faire Handel wächst und wächst, 2015 hat er in Deutschland erstmals mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Doch die Freude ist nicht ungetrübt, die Akteure entwickeln sich immer weiter auseinander.

Entstanden ist der Faire Handel vor über 40 Jahren aus der Kritik an den ungerechten Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd. Heute ist er längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hat zahlreiche UnterstützerInnen.

Doch es gibt auch Kritik: Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen und zu niedrige Löhne im globalen Süden beschädigen die Glaubwürdigkeit des Fairen Handels. Die World Fair Trade Organization hat das Thema auf die Agenda gesetzt und setzt sich für existenzsichernde Löhne bei den Mitgliedsorganisationen ein.

Lesen Sie mehr über dieses Erfolgsmodell und seine Schwächen im neuen Südlink 178. Dieser Südlink hat 48 Seiten und kann für 3,80 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden. Oder werfen Sie einen Blick in den Inhalt.

Zum Beispiel Kaffee

Ein Beispiel: Eine Kaffeekooperative in Peru erhielt 2002 für den Zentner Arábico rund 47 US-Dollar auf dem Weltmarkt. Nach Abzug der Kosten für Sortierung, Verpackung, Transport blieben rund 30 US-Dollar übrig. Die Produktionskosten lagen jedoch bei rund 80 US-Dollar. Durch den Fairen Handel bekommt die Kooperative mindestens 126 US-Dollar pro Zentner. Zusätzlich erhalten sie eine FairTrade-Prämie zur Finanzierung von gemeinschaftlichen sozialen Projekten, zum Beispiel den Bau eines Kindergartens.

Handel gerecht gestalten

Daneben setzt der Faire Handel sich insgesamt für mehr Gerechtigkeit im Welthandel ein. Seine Forderungen richten sich an Politik und Handel. Anhand von Waren aus den Ländern des Südens macht der Faire Handel globale Zusammenhänge anschaulich und verständlich. Der Faire Handel möchte Sie ermutigen, sich für verantwortungsbewussten Konsum und für eine Veränderung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzusetzen.

INKOTA und der Faire Handel

Der Faire Handel verbindet die politische Arbeit für gerechte Handelsstrukturen mit konkreter Hilfe, Armut zu überwinden, indem er gerechte Preise für die Produkte aus dem Süden zahlt. Für INKOTA ist der Faire Handel daher ein wichtiges Instrument, für das wir uns seit vielen Jahren aktiv einsetzen. In den 1990er Jahren unterstützte INKOTA den Aufbau des Fairen Handels in Ostdeutschland. Heute gibt es in den neuen Bundesländern circa 130 Weltläden und Aktionsgruppen des Fairen Handels, die wir durch Beratungsangebote und Materialien zur entwicklungspolitischen Bildung unterstützen. INKOTA ist Mitglied des Forum Fairer Handel, dem Netzwerk des Fairen Handels in Deutschland, sowie der F.A.I.R.E. Warenhandels eG, dem ostdeutschen Regionalzentrum des Fairen Handels.

INKOTA-FairTour

2003 initiierten wir zur bundesweiten Fairen Woche die INKOTA-FairTour, die seit dem jährlich stattfindet und zu einem zentralen Event der ostdeutschen Fairhandelsszene geworden ist. In über 30 Städten wurden seitdem viele tausend BesucherInnen mit öffentlichen Events, Veranstaltungen und Präsentationen von fair gehandelten Produkten auf die Anliegen des Fairen Handels aufmerksam.

Beratung für Fairhandelsgruppen

Bei der FairTour und anderen Gelegenheiten kooperiert INKOTA mit der Fairhandelsberatung. Diese gibt es in 13 Bundesländern und hat die Aufgabe, Mitarbeitende in Weltläden und Aktionsgruppen des Fairen Handels in ihrer Arbeit zu befähigen und zu qualifizieren.

Zur Webseite der Fair-Handelsberatung 

 

 

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