Deutscher Erdüberlastungstag 2018: Ab 2. Mai leben wir ökologisch auf Kredit

Erdüberlastungstag

Am 2. Mai ist der deutsche Erdüberlastungstag. Wäre der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland, dann hätte sie schon bis zu diesem Zeitpunkt die regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Um einen solchen Verbrauch nachhaltig zu decken, bräuchten wir drei Erden.

Zum Vergleich: Bei einem weltweiten Ressourcenverbrauch wie in den USA bräuchten wir fünf Erden, bei einem wie in China 2,2, wie in Frankreich 2,8 und in Großbritannien 2,9 Erden. Die gesamte Weltbevölkerung bräuchte 1,7 Erden, um den globalen Bedarf an natürlichen Rohstoffen wie Ackerland und Wäldern nachhaltig zu decken. Der globale Erdüberlastungstag wird im August erwartet.

Die Folgen dieses übermäßigen Ressourcenverbrauchs sind allgemein bekannt: schrumpfende Wälder, Biodiversitätsverlust, überfischte Meere, Lebensmittelkrisen, Verschlechterung von Böden und die Überlastung der Erde und ihrer Atmosphäre mit Abfällen und Treibhausgasemissionen. Da Treibhausgase schneller emittiert werden, als sie von Wäldern und Ozeanen absorbiert werden können, ist der Klimawandel eine der spürbarsten Auswirkungen der ökologischen Überlastung unserer Erde. Dabei lebt die Weltbevölkerung nicht nur auf Kosten künftiger Generationen, sondern die Industrienationen leben auch auf Kosten der ärmeren Länder des globalen Südens, die am stärksten von Extremwetterereignissen in Folge des Klimawandels betroffen sind.

Es wird höchste Zeit etwas zu ändern!
Neben einer verbesserten Energie- und Rohstoffeffizienz brauchen wir dringend eine Wirtschaftspolitik, die nicht in erster Linie auf Wachstum setzt, sondern dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt. Auch von der industriellen Landwirtschaft, die den Klimawandel weiter vorantreibt und die Artenvielfalt massiv dezimiert, muss sich die künftige Bundesregierung unbedingt verabschieden. Die sozial-ökologische Transformation muss zum zentralen Leitbild der Politik werden. Dabei hat die ökologische Nachhaltigkeit keine Chance, wenn nicht gleichzeitig der dramatische Anstieg der Ungleichheit, der immer mehr Menschen weltweit abhängt, bekämpft wird.

In Deutschland ist der Tag im Vergleich zum Vorjahr (24. April) etwas nach hinten gewandert. Diese scheinbare Verbesserung liegt an den geringerem CO2-Emissionen im sehr milden Winder 2013 auf 2014. Denn die Daten von 2014 sind die Berechnungsgrundlage des aktuellen Erdüberlastungstags. Seit 2014 steigen diese Emissionen jedoch wieder an. Es ist also höchste Zeit etwas zu ändern!

Aktionen zum Erdüberlastungstag

Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen machen INKOTA, Germanwatch, die BUNDjugend, die Naturschutzjugend und FairBindung jedes Jahr auf den Erdüberlastungstag und seine Folgen aufmerksam. Ziel der Aktionen ist es, zum einen die Öffentlichkeit über den Tag zu informieren. Zum anderen fordern die Organisationen die Bundesregierung auf, den übermäßigen Ressourcenverbrauch Deutschlands zu senken und sich für eine zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik einzusetzen.

Fotos von den Aktionen

2017 - Aktion in Berlin

  • Erdüberlastungstag 2017

© 
Jörg Farys, Die.Projektoren

2017 - Aktion in dresden

  • Erdüberlastungstag 2017

© Crispin-Iven Mokry

2016 - Aktion in Berlin

1
4
7
10
13
2
5
8
11
14
3
6
9
12

Erfahren Sie mehr

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Bilder auf Anfrage in höherer Auflösung verfügbar. Copyrigt: Jörg Farys, Die.Projektoren

2016 - Aktion in Dresden

1
4
7
10
2
5
8
11
3
6
9
12

Erfahren Sie mehr

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Als Copyright geben Sie bitte INKOTA an. Bilder auf Anfrage in höherer Auflösung verfügbar.

2015

1
4
7
10
2
5
8
11
3
6
9
12

Erfahren Sie mehr

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Als Copyright geben Sie bitte INKOTA an.

2014

Erfahren Sie mehr

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Als Copyright geben Sie bitte INKOTA an.

2013

Erfahren Sie mehr

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Als Copyright geben Sie bitte INKOTA an.