Erdüberlastungstag 2017: Am 2. August sind für dieses Jahr alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht!

Erdüberlastungstag

Am 2. August sind die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht, die der Weltbevölkerung rechnerisch zur Verfügung stünden. Ab diesem Zeitpunkt leben wir auf „Kredit“ und werden Ressourcen verbrauchen, die in diesem Jahr von der Erde nicht mehr auf natürliche Weise regeneriert werden können. Der globale Erdüberlastungstag ist im Vergleich zum Vorjahr erneut um sechs Tage nach vorn gerückt – ein klares Indiz für die zunehmende Überlastung unseres Planeten.

Um den weltweiten Bedarf an natürlichen Ressourcen wie Wälder, Ackerland und Fischgründe zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung rechnerisch 1,7 Erden. Würden alle Länder der Welt so wirtschaften wie Deutschland, wären sogar 3,2 Planeten nötig!

Die Folgen dieses übermäßigen Ressourcenverbrauchs sind allgemein bekannt: schrumpfende Wälder, Biodiversitätsverlust, überfischte Meere, Lebensmittelkrisen, Verschlechterung von Böden und die Überlastung der Erde und ihrer Atmosphäre mit Abfällen und Treibhausgasemissionen. Da Treibhausgase schneller emittiert werden, als sie von Wäldern und Ozeanen absorbiert werden können, ist der Klimawandel eine der spürbarsten Auswirkungen der ökologischen Überlastung unserer Erde. Dabei lebt die Weltbevölkerung nicht nur auf Kosten künftiger Generationen, sondern die Industrienationen leben auch auf Kosten der ärmeren Länder des globalen Südens, die am stärksten von Extremwetterereignissen in Folge des Klimawandels betroffen sind.

Es wird höchste Zeit etwas zu ändern!
Neben einer verbesserten Energie- und Rohstoffeffizienz brauchen wir dringend eine Wirtschaftspolitik, die nicht in erster Linie auf Wachstum setzt, sondern dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt. Auch von der industriellen Landwirtschaft, die den Klimawandel weiter vorantreibt und die Artenvielfalt massiv dezimiert, muss sich die künftige Bundesregierung unbedingt verabschieden. Die sozial-ökologische Transformation muss zum zentralen Leitbild der Politik werden. Dabei hat die ökologische Nachhaltigkeit keine Chance, wenn nicht gleichzeitig der dramatische Anstieg der Ungleichheit, der immer mehr Menschen weltweit abhängt, bekämpft wird.

Aktionen zum Erdüberlastungstag

Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen machen INKOTA, Germanwatch, die BUNDjugend, die Naturschutzjugend und FairBindung jedes Jahr auf den Erdüberlastungstag und seine Folgen aufmerksam. Ziel der Aktionen ist es, zum einen die Öffentlichkeit über den Tag zu informieren. Zum anderen fordern die Organisationen die Bundesregierung auf, den übermäßigen Ressourcenverbrauch Deutschlands zu senken und sich für eine zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik einzusetzen.

Fotos von den Aktionen

2017 - Aktion in Berlin

  • Erdüberlastungstag 2017

© 
Jörg Farys, Die.Projektoren

2017 - Aktion in dresden

  • Erdüberlastungstag 2017

© Crispin-Iven Mokry

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Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Bilder auf Anfrage in höherer Auflösung verfügbar. Copyrigt: Jörg Farys, Die.Projektoren

2016 - Aktion in Dresden

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2014

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2013

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