Am 24. April hat Deutschland seine regenerierbaren Ressourcen aufgebraucht!

Schon am 24. April 2017 hat die Bevölkerung in Deutschland die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr rechnerisch in diesem Jahr zur nachhaltigen Nutzung zur Verfügung stünde (siehe Pressemitteilung zum deutschen Erdüberlastungstag). Deutschland lebt seitdem „auf Kredit“ und verbraucht nun Ressourcen, die wir in diesem Jahr nicht mehr regenerieren können. Der globale Erdüberlastungstag wird Anfang August 2017 erwartet.

Eigentlich müssten wir heute ökologische Insolvenz anmelden und uns Ressourcen leihen. Aber woher sollen die kommen?
Die Folgen des übermäßigen Ressourcenverbrauchs sind schrumpfende Wälder, Biodiversitätsverlust, überfischte Meere, Lebensmittelkrisen, Landübernutzung und die Überlastung der Erde mit Abfällen und Emissionen. Da Treibhausgase schneller emittiert werden, als sie von Wäldern und Ozeanen absorbiert werden können, ist der Klimawandel eine der spürbarsten Auswirkungen der ökologischen Überlastung.

Extreme Hitzewellen, Dürren, Stürme und Überschwemmungen treffen schon heute die Menschen im globalen Süden besonders hart. Dadurch und durch den Kampf um Rohstoffe verlieren immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlage, müssen ihr Land verlassen oder vor Konflikten fliehen.

Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den ökologischen Fußabdruck der Menschheit. Dazu wird die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen und zur Aufnahme von Müll und Emissionen berechnet und unserem Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen gegenübergestellt.

Jedes Jahr rückt der Erdüberlastungstag im Kalender ein wenig nach vorne. Während er 2012 noch am 22. August war, fiel er 2016 auf den 8. August. Für diese alarmierende Verlagerung trägt Deutschland eine große Mitverantwortung: Würde der Rest der Welt so viel verbrauchen wie Deutschland, bräuchten wir 3,2 Planeten

Es ist höchste Zeit etwas zu verändern!
Die deutsche Bundesregierung unterstützt zwar eine bessere Energie- und Rohstoffeffizienz der deutschen Wirtschaft. Es fehlt aber bisher an verbindlichen Aussagen, den absoluten Ressourcenverbrauch in Deutschland zu senken. Genau das ist aber dringend notwendig: Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die nicht mehr ausschließlich nach Wachstum strebt, sondern dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt.

Aktionen zum Erdüberlastungstag

Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen machen INKOTA, Germanwatch, die BUNDjugend, die Naturschutzjugend und FairBindung jedes Jahr auf den Erdüberlastungstag und seine Folgen aufmerksam. Ziel der Aktionen ist es, zum einen die Öffentlichkeit über den Tag zu informieren. Zum anderen fordern die Organisationen die Bundesregierung auf, den übermäßigen Ressourcenverbrauch Deutschlands zu senken und sich für eine zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik einzusetzen.

Fotos von den Aktionen

2016 - Aktion in Berlin

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Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Bilder auf Anfrage in höherer Auflösung verfügbar. Copyrigt: Jörg Farys, Die.Projektoren

2016 - Aktion in Dresden

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2014

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2013

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