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Das war die SPITZE NADEL 2017

SPITZE NADEL

Insgesamt 22 Bewerbungen haben uns 2017 für den Aktionspreis SPITZE NADEL erreicht. Ob Kleidertauschparty, Online-Kampagne, Festivalwoche oder ein faires Theaterprojekt, die vielfältigen und spannenden Bewerbungen haben der achtköpfigen Jury die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht. Zwei Bewerbungen in den Kategorien „Politische Schlagkraft“ und „Breitenwirkung“ haben schließlich das Rennen gemacht.

Die Preisverleihung fand am 4. Juli im Rahmen der Ethical Fashion Show im Funkhaus Berlin statt.

Preisträger der SPITZEN NADEL 2017

In der Kategorie politische Schlagkraft ging der Preis an: 

Den H&M-Gesamtbetriebsrat

Verleihung des Preises an VerteterInnen des H&M-Gesamtbetriebsrates. Foto: David Gense

Politischer Druck funktioniert am besten von innen. Das bewies die Solidaritätskampagne des H&M-Gesamtbetriebsrats (GBR) mit unterdrückten TextilarbeiterInnen aus Bangladesch Ende 2016. Mit einer Resolution und einem Video konfrontierte der GBR die deutsche H&M-Geschäftsleitung und schwedische Konzernleitung mit den Repressionen nach einem Streik in Ashulia und den Forderungen der Streikenden nach höheren Löhnen. Die dazugehörige Presseerklärung schlug hohe Wellen in deutschen und internationalen Medien, Gewerkschaften, NGOs und innerhalb von H&M. Dies führte dazu, dass das Unternehmen Druck auf seine Zulieferer ausübte, den Forderungen der Streikenden nachzukommen. Es wurde zudem vereinbart, die inhaftierten GewerkschafterInnen freizulassen und die entlassenen ArbeiterInnen wieder einzustellen. Das ist Aktionismus mit Wirkung!

In der Kategorie Breitenwirkung gewannen:

Die Weltläden der Region Iller-Lech

Aktionspreis Spitze Nadel Weltläden Iller-Lech
Verleihung der Spitzen Nadel an Aktive der Weltläden Iller-Lech. Foto: David Gense

Auch die Basisarbeit darf bei der Spitzen Nadel nicht zu kurz kommen. Deshalb würdigten wir die Kampagne „XXXL – Wir tragen fair“ eines Bündnisses aus 15 Gemeinden und 30 Weltläden der Iller-Lech-Region. Diese bestand u.a. aus einer Online-Plattform mit Kaufalternativen, der Weiterbildung von MitarbeiterInnen, öffentlichen Filmvorführungen, Diskussionsveranstaltungen und Aktionen. Gleichzeitig machten 130 selbstgebastelte Riesen-T-Shirts die Missstände in der Textilindustrie anhand von Zitaten und Geschichten von ArbeiterInnen im öffentlichen Raum sichtbar. Kampagnenhöhepunkt war eine Kundgebung mit Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller in der Kemptener Innenstadt, begleitet von einem Sternmarsch mit den Riesen-T-Shirts. So sieht faires Engagement im tiefsten Bayern aus!

Die Preisverleihung der SPITZEN NADEL

  • SPITZE NADEL 2017

Fotos: David Gense

BewerberInnen für die SPITZE NADEL 2017

Aktionsgruppe der Kampagne für saubere Kleidung Berlin

Mit einem Riesen-Yenga-Spiel vor einem Berliner H&M-Geschäft erinnerte die Aktionsgruppe das schwedische Unternehmen an seine „Broken Promises“, also die nicht eingehaltenen Versprechen des unterzeichneten Bangladesch-Abkommens. Auch PassantInnen spielten mit – und brachten den Turm schnell zu Fall. 

Aktionsgruppe der Kampagne für saubere Kleidung und Greenpeace

Mit über 1100 BesucherInnen übertraf die Kleidertauschparty „KleiderWandel“ im Berliner Haubentaucher alle Erwartungen der Veranstalter. Bei Sonnenschein, DJ-Musik und Pool gab es mehrere Inputs zu den Folgen der Textilproduktion sowie eine Modenschau, Upcycling, Siebdruck und Repair-Cafés.

Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin

Unter dem Motto „Feine Sache – Achtsam kleiden“ organisierte ein Zusammenschluss von Schweriner Initiativen einen Kleidertausch, um der lokalen Bevölkerung die Probleme in der Textilproduktion niedrigschwellig näher zu bringen. Dazu gab es z.B. kreative Bildungsangebote für Jung und Alt, eine Farbberatung und Live-Musik.

Bündnis Fashion Revolution Week, Leipzig

Anlässlich des Fashion Revolution Days organisierte ein breites Leipziger NGO-Bündnis Mitmachaktionen zum Thema faire Kleidung im öffentlichen Raum. Dazu gehörten z.B. eine Modenschau, Diskussionsveranstaltungen, Filme und faire Stadtführungen.

Freie Alternativschule Dresden

Seit vier Jahren organisiert die Freie Alternativschule Dresden für Kinder und Eltern eine Kleidertauschparty mit einem Filmscreening, Saalquiz, Märchenerzähler u.a. In diesem Jahr informierten an einer Wäscheleine befestigte Kleidungsstücke mit kleinen Zetteln über Probleme und Lösungsansätze rund um das Thema Textilien.

Future Fashion Forward e.V., Berlin/deutschlandweit

Angedockt an die globale Fashion Revolution-Kampagne in Gedenken an Rana Plaza organisierte der Future Fashion Forward e.V. eine gesamte Festivalwoche. Dazu gehörten u.a. eine Podiumsdiskussion zu, Thema ´Money, Fashion, Power´, Workshops zu ´Konsum und Transparenz´, Kleidertausch, Upcycling, T-Shirt-Druck und Nähtische.

Gemeinde Rellingen

Bereits seit 14 Jahren organisiert die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Rellingen in Schleswig-Holstein einen Second-Hand- Kleidermarkt, deren Erlöse gemeinnützigen Organisationen in Deutschland, Bangladesch und Indien zu Gute kommen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzen

Hochschule Niederrhein

Wandel funktioniert am besten von innen: Unter dem Motto „Was ist es dir wert?“ machte die Gruppe „Fairquer“ aus StudentInnen des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik an ihrer Hochschule auf die Probleme in der Textilproduktion aufmerksam. Über den lokalen Fernsehsender wurde die Aktion medial verbreitet.

Klamottenkur, bundesweit

Mit dieser Online-Kampagne wurden TeilnehmerInnen dazu aufgefordert, sich während der Fastenzeit auf 50 Kleidungsstücke in ihrem Kleiderschrank zu beschränken. Ihre Erfahrungen dokumentierten und teilten sie on- und offline und stießen damit eine bundesweite Bewegung zur „Befreiung vom Überfluss“ an.

OpusEinhundert, Bremen

Faires Theater – geht das? Ja! Dieses generationsübergreifende, inklusive Theaterprojekt ließ seine Kostüme von KünstlerInnen und NäherInnen aus Bangladesch designen und fertigen – alles natürlich fair bezahlt! Dazu informierte eine Ausstellung im Foyer über den künstlerischen Prozess und die Produktionskette.


Schülerfirma Fairwear, Berlin

Diese Schülerfirma stellt T-Shirts, Hoodies u.a. her und behält dabei den Überblick über die gesamte Produktionskette bis hin zum Baumwollfeld. Die direkte Kooperation mit indischen Partnern ermöglicht eine transparente Überprüfung der Arbeitsbedingungen vor Ort. SchülerInnen und LehrerInnen konnten sich bei einer Reise zu den Produktionsstätten ein Bild davon machen und wurden für das Thema sensibilisiert. Auch weitere Schulkooperationen sind im Aufbau.

Schülerfirma Young & Fair, Uetersen / Elmshorn

Diese Schülerfirma vermarktet fair-ökologisch zertifizierte, selbst designte T-Shirts in Kooperation mit dem lokalen Weltladen TOP 21. Begleitet wird dies von zahlreichen kommunalen Bildungs-, Presse- und Vernetzungsaktivitäten.

Sozialunternehmen Bridge&Tunnel, Hamburg

Bei diesem Social Business werden hochwertige Kollektionen aus Alttextilien, Altkleidern und Ausschussware entworfen und genäht – von Menschen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt benachteiligt sind, insb. Langzeitarbeitslose und Geflüchtete. Durch professionelle Weiterbildung, Sprachkurse und Hilfestellung bei Behördengängen u.a. trägt das Unternehmen gleichzeitig zur langfristigen Qualifikation der MitarbeiterInnen bei.

Sozialunternehmen dna merch, Berlin

Dieses Sozialunternehmen verkauft T-Shirts aus Bio-Baumwolle, die bei einer selbstverwalteten Kooperative in Kroatien produziert werden. Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit wurden mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne, Kooperationen mit bekannten Bands und dem taz-Shops erfolgreich umgesetzt. Ein fester Teil der Einnahmen geht an das indische Basisnetzwerk ExChains zur Förderung der Vereinigungsfreiheit von TextilarbeiterInnen.

Transfair e.V., deutschlandweit

Mit der Kampagne „Ich will‘s fair!“ rief die deutsche Fairtrade-Organisation VerbraucherInnen dazu auf, sich on- und offline für mehr faire Mode einzusetzen. Begleitet wurde die Aktion u.a. durch Vorträge und Gespräche mit BaumwollproduzentInnen und ArbeitsrechtlerInnen. Ziel der Aktion war es, ein starkes Signal an die deutsche Wirtschaft und Politik für die Verbreitung und Förderung fairer Mode zu senden.

Neigungskurs Geografie, Bad Friedrichshall

Im Rahmen des Großprojekts „Schule als Zukunftsstaat“  bauten SchülerInnen des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums eine Textilbox, welche BesucherInnen die Bedingungen in der Textilindustrie auf anschauliche und interaktive Weise näher bringt. Die Box wurde an die Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg übergeben, um sie möglichst vielen Jugendlichen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zugänglich zu machen.

Weltladen Hailer, Gelnhausen

Anlässlich des Weltladentags stellten sich Aktive des Weltladens Hailer auf den Parkplatz eines Modehauses und sammelten Unterschriften für einen ambitionierten Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte – adressiert an die Kanzlerin persönlich. Dazu informierten sie BürgerInnen und holten sogar den Inhaber des Modehauses mit ins Boot.

Werkstatt Zukunft, Oldenburg

Die gemeinnützige Initiative ermöglichte 20 SchülerInnen der 10. und 11. Klasse, sich im Rahmen eines zweitägigen Workshops intensiv mit dem Thema Fairer Handel zu beschäftigen. Daraus resultierte eine vom Schulorchester begleitete Modenschau sowie eine Talkshow, die über den regionalen Bürgersender verbreitet wurde.

Einsendeschluss ist der 30. April 2018.