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Berndt Hinzmann
Berndt Hinzmann

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Stehst du auf Ausbeutung?

 

Ausbeutung steckt in deinem Schuh!

Die Schuhbranche gehört weltweit zu den wachsenden Wirtschaftsbranchen. Doch während das Geschäft mit Schuhen boomt, leben diejenigen, die die Schuhe produzieren weiter in Armut und arbeiten unter miserablen Bedingungen.

Du willst mehr wissen?

Das Factsheet “Wo der Schuh drückt” gibt Einblicke in die globale Wertschöpfungskette von Schuhen. Es zeigt auf, dass ein Großteil der Gewinne nicht in den Produktionsländern bleibt, sondern zu den Markenfirmen und dem Einzelhandel in den Konsumentenländern geht. Die ArbeiterInnen in den Schuhfabriken bekommen dagegen nur einen Kleinstbruchteil des Endpreises eines Paars Schuhe.


Die Löhne der ArbeiterInnen decken häufig nicht einmal ihre Grundbedürfnisse und die ihrer Familien. Das ist in Asien, aber auch in Ost-, Südosteuropa und der Türkei so. Das Factsheet „Harte Arbeit für wenig Geld“ zeigt z.B. auf, dass in Albanien, Mazedonien und Rumänien die Löhne vier bis fünf Mal höher sein müssten, damit sie zum Leben reichen. Auch sind schlechte Arbeitsbedingungen, Repressionen gegenüber GewerkschafterInnen und weitere strukturelle Probleme nicht selten.

Besonders prekär ist die Situation von HeimarbeiterInnen, die weder einen Arbeitsvertrag noch eine Sozialversicherung haben, und somit dem Gutdünken ihres Arbeitgebers komplett ausgeliefert sind. Da sie pro Stück bezahlt werden, haben sie keine geregelten Arbeitszeiten und arbeiten so lang, bis das Pensum geschafft ist. Oft müssen daher auch Familienangehörige inkl. der Kinder mitarbeiten.

Das Factsheet (und die gleichnamige Studie) “Zwei Paar Schuhe” nimmt die Arbeitsbedingungen u.a. für HeimarbeiterInnen in der indonesischen Lederschuhproduktion näher unter die Lupe. Während der Recherchen mussten wir auch in Zulieferbetrieben namhafter deutscher Schuhhersteller zahlreiche Arbeitsrechtsverletzungen feststellen: Löhne weit unter dem Existenzminimum, unrechtmäßige Kurzzeitverträge und eine massive Behinderung von Gewerkschaften bzw. wenn sich die Menschen zusammenschließen, um ihre Rechte durchzusetzen. Das Einschränkung der Versammlungsfreiheit sind nur einige Beispiele.

Willst du etwas dagegen tun?

Mit der Kampagne Change Your Shoes tritt das INKOTA-netzwerk gemeinsam mit 17 Partnerorganisationen für eine grundlegende Verbesserungen der sozialen und ökologischen Bedingungen in der Schuh- und Lederindustrie ein. Gemeinsam können wir für mehr Durchschlagskraft in der Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit sorgen!

  • Informiere Dich über die Problematik - Nicht nur Ausbeutung steckt in Deinem  Schuh, sondern auch Chemikalien und Unterdrückung!

Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Europäischen Union, aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst und von Engagement Global im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Förderer angesehen werden.