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Berndt Hinzmann
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Stehst du auf Unterdrückung?

 

Unterdrückung steckt in deinem Schuh!

In vielen Produktionsländern der Schuh- und Lederindustrie wird das Recht auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit systematisch untergraben: ArbeiterInnen haben kaum Möglichkeiten, sich zu beschweren oder sich in Gewerkschaften zu organisieren und Streiks werden oft gewaltsam niedergeschlagen. Markenfirmen tragen hier eine Verantwortung, denn die Unterdrückung von ArbeiterInnen verstößt gegen internationale Menschenrechte und unternehmenseigene Verhaltenskodizes.

Proteste für einen höheren Mindestlohn in Kambodscha wurden gewaltsam niedergeschlagen. Foto: C.CAWDU

Das Factsheet „So wird ein Schuh draus“ thematisiert die Situation von ArbeiterInnen im chinesischen Schuhsektor. Es zeigt auf, dass Arbeitsrechtsverletzungen in der chinesischen Schuhindustrie noch immer Gang und Gebe sind. Niedrige Löhne, unfreiwillige Überstunden, mangelnder Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge und zu geringe Abfindungszahlungen bei Entlassungen gehören in der chinesischen Schuhindustrie immer noch zur Tagesordnung. Zudem werden Gewerkschaften weiterhin systematisch unterdrückt und Streiks z.T. gewaltsam niedergeschlagen.

Den Ausdruck „Made in Europe“ verbinden viele westeuropäische KonsumentInnen mit der Vorstellung von besseren Arbeitsbedingungen und -rechten. Das Factsheet „Harte Arbeit für wenig Geld“ zeigt jedoch auf, dass auch in der europäischen Schuhproduktion  problematische Arbeitsbedingungen und zu niedrige Löhne vorherrschen. So wird z.B. ein großer Anteil italienischer Markenschuhe  in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, der Slowakei, Polen und Rumänien hergestellt. Unbezahlte Überstunden, extreme Temperaturen in den Fabriken sowie vielfache Gesundheitsrisiken sind nur einige Beispiele. Zudem stießen wir auch hier auf viele Fälle von ArbeiterInnen, die Angst hatten, sich zu organisieren oder zu beschweren.

Schuhfabrik Albanien
Eine Schuhfabrik in Albanien, Foto: Davide Del Giudice

Einen Überblick über die aktuelle Situation der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten durch verschiedene Schuhunternehmen gibt das Factsheet „Rechte von ArbeiterInnen mit Füßen getreten“. Hier wird veranschaulichti, welche Marken was unternehmen, um die Rechte von ArbeiterInnen entlang ihrer gesamten Lieferkette zu respektieren. Eine Schlussfolgerung ist, dass die meisten Schuhunternehmen noch zu wenig tun, um ihrer globalen Verantwortung für Menschenrechte nachzukommen und aktuelle Maßnahmen oft nicht an der Wurzel des Problems ansetzen, sondern nur einzelne Symptome bekämpfen.

Willst Du etwas dagegen tun?

Mit der Kampagne Change Your Shoes tritt das INKOTA-netzwerk gemeinsam mit 17 Partnerorganisationen für eine grundlegende Verbesserungen der sozialen und ökologischen Bedingungen in der Schuh- und Lederindustrie ein. Gemeinsam können wir für mehr Durchschlagskraft in der Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit sorgen!

Informiere Dich weiter: Nicht nur Unterdrückung steckt in Deinen Schuhen, sondern auch Chemikalien und Ausbeutung!

Erfahre mehr über die Kampagne Change Your Shoes!

Auch du bist gefragt! Hier einige Ideen, was du tun kannst...

Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Europäischen Union, aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst und von Engagement Global im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Förderer angesehen werden.