Kampagnen-Infos, Mit-Mach-Aktionen, Termine - Abonnieren Sie den INKOTA-Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden!

Ansprechpersonen

Berndt Hinzmann
Berndt Hinzmann

hinzmann[at]inkota.de
Tel.:
030-420 8202-51


Lena Janda

janda[at]inkota.de
Tel.: 030 / 420 8202-53

Baumwolle

Es ist nicht bloß eine Pflanze, es ist Politik

T-Shirts, Bettwäsche, Handtücher – in fast allem, womit wir uns umgeben, steckt Baumwolle. Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens in dieser wunderbaren und vielfältig einsetzbaren Naturfaser. Doch was viele nicht wissen: Sowohl die Produktion von Baumwolle als auch ihre Weiterverarbeitung geht oft mit massiven Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen einher.

Kinder- und Zwangsarbeit auf usbekischen Baumwollfeldern

Usbekistan ist einer der größten Baumwollexporteure weltweit. Doch den Preis dafür zahlt die Bevölkerung: Die Regierung zwingt jedes Jahr Millionen Kinder und Erwachsene wochenlang ohne angemessene Bezahlung, Baumwolle zu ernten. Sie arbeiten oft sieben Tage die Woche ohne Pausen, kommen in unmittelbaren Kontakt mit Pestiziden und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wer sich gegen den Einsatz wehrt, riskiert den Job, den Studienplatz oder muss hohe Strafen zahlen. Und damit nicht genug: Der Großteil des erzielten Gewinns fließt anschließend in die Hände der Eliten rund um die usbekische Regierung.

INKOTA und die Cotton Campaign engagieren sich mit Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit gegen Zwangs- und Kinderarbeit in der Baumwollindustrie in Usbekistan. Machen Sie mit!

Bittere Saat in Indien

Auch in Indien hat der Anbau und die Weiterverarbeitung von Baumwolle oft verheerende Folgen für die lokale Bevölkerung. Große Agrarkonzerne wie Monsanto kontrollieren dort den mit gentechnisch verändertem Baumwollsaatgut den Markt und treiben unzählige Kleinbauern und –bäuerinnen damit in die Verschuldung – der sie häufig nur durch Selbstmord entkommen.

Und auch bei der Ernte auf den Baumwollfeldern und in den Weiterverarbeitungsfabriken – wie Entkernungsfabriken, Spinnereien und Weberei – herrschen katastrophale Arbeitsbedingungen: 12-Stunden-Schichten, Bezahlung unterhalb des Mindestlohns und Kinderarbeit sind die Regel.

INKOTA und die Arbeitsgruppe BaumwollePLUS der Kampagne für Saubere Kleidung setzen sich dafür ein, über die negativen Auswirkungen von gentechnischverändertem Baumwollsaatgut und die miserablen Arbeitsbedingungen in der Baumwollindustrie aufzuklären. Dazu haben wir den preisgekrönten Film „Bitter Seeds” von Micha X. Peled mit deutschen Untertiteln herausgegeben und ein Begleitheft mit didaktischem Material entwickelt.