Cotton Campaign

Stoppt Zwangs- und Kinderarbeit in der Baumwollindustrie in Usbekistan

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Wissen wir, wo unsere Kleidung herkommt? Um diese Frage zutreffend zu beantworten, ist es an der Zeit, dass der Blick auf die globale Zulieferkette in der Bekleidungsindustrie geweitet wird.

Dazu gehört, dass Bekleidungsfirmen und Politik sicherstellen, dass keine Baumwolle verarbeitet wird, bei deren Produktion Menschenrechte bei der Arbeit und Umweltstandards verletzt wurden. Auch die aktuellen UN-Leitprinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechte verweisen ausdrücklich auf den Schutz von Menschenrechten in der gesamten globalen Zulieferkette und die Sorgfaltspflicht von Unternehmen.

Deshalb fordert INKOTA Groß- und Einzelhändler auf, keine Baumwolle aus Zwangs- oder Kinderarbeit zu verwenden und die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, damit VerbraucherInnen die Möglichkeit haben, ethisch korrekt einzukaufen. Regierungen in Deutschland und in der Europäischen Union sollen ihren politischen Einfluss nutzen, damit auch im Bereich des Vorprodukts Baumwolle die Sorgfaltspflicht für die Wahrung von Menschenrechten und zum Schutz der Umwelt gewahrt wird.

Kinderarbeit auf usbekischen Baumwollfeldern

In Usbekistan, einem der größten Baumwollexporteure weltweit, werden jedes Jahr Millionen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vom Staat zur Arbeit unter extrem schwierigen Bedingungen in den Baumwollfeldern gezwungen. Darüber hinaus werden in Usbekistan grundlegende Bürger- und Menschenrechte missachtet.

Die Internationale Arbeitsorganisation hatte das Land wiederholt aufgefordert, eine unabhängige Mission zur Beobachtung während der Erntezeit einzuladen – 2013 wurde der Aufforderung erstmals gefolgt. Gegen verschiedenen europäische Baumwoll-Großhändler, die usbekische Baumwolle beziehen, hat das ECCHR 2010/2011 Beschwerde nach den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eingelegt. Im September 2011 hat die französische Kontaktstelle der OECD befunden, dass der Handel mit Baumwolle aus Usbekistan einen eklatanten Verstoß gegen die OECD-Leitsätze darstellt.

Die Cotton-Campaign ruft Modelabels zum Handeln auf


INKOTA ist aktives Mitglied der „Cotton Campaign”, einem internationalen Zusammenschluss von Menschenrechtsorganisationen, der sich für ein Ende der Zwangs- und Kinderarbeit in Usbekistan einsetzthttp://www.cottoncampaign.org/. Die Kampagne ruft u.a. Modelabels dazu auf, sich in einem „ethischen Gelöbnis” öffentlich zu bekennen, keine Baumwolle aus Usbekistan zu beziehen.

Die ersten 100 Unternehmen haben positiv reagiert.


Erfahren Sie, welche Firmen sich öffentlich dazu bekannt haben, keine Baumwolle aus Usbekistan zu beziehen (nur in englischer Sprache)