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Laura Ceresna-Chaturvedi
ceresna[at]inkota.de
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Firmenreaktionen

Die internationalen Kunden wissen seit Monaten von den Arbeitsrechtsverletzungen bei Menderes Tekstil. Bisher haben sie aber nichts dagegen unternommen. Sie bestreiten die Probleme oder schieben Untersuchungen vor, deren Ergebnisse nicht veröffentlicht werden. Jedenfalls unternehmen sie nichts, um die Arbeitsrechtsverletzungen zu unterbinden und verstoßen damit gegen ihre eigenen Verhaltenskodizes.

Die Clean Clothes Campaign und ihre Partnerorganisationen haben sich wiederholt an Ikea als Haupteinkäufer gewandt. Bisher jedoch hat Ikea nicht angemessen reagiert. Eine Untersuchung, die Ikea in Auftrag gegeben hat, ergab, dass bei Menderes keine systematischen Arbeitsrechtverletzungen vorliegen; allerdings hat Ikea den Bericht bisher nicht veröffentlicht. Die Kampagne für Saubere Kleidung zweifelt an der Glaubwürdigkeit dieser Untersuchung und fordert Ikea auf, gegen die Gewerkschaftsdiskriminierung vorzugehen. Die Situation bei Menderes verstößt eindeutig gegen IWAY, den Verhaltenskodex von Ikea.

Otto weist die Vorwürfe über die Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit und internationale Sicherheitsstandards bei ihrem Zulieferer Menderes Tekstil in der Türkei zwar nicht grundsätzlich zurück, weigert sich aber momentan noch direkt gegen die Diskriminierung der türkischen Textilgewerkschaft TEKSIF vorzugehen und deren Anerkennung in der Fabrik zu fordern. Otto hat sich aber nach Beginn der internationalen Kampagne mit der Menderes-Geschäftsführung getroffen, um die Lösung der Probleme vor Ort voranzutreiben. Die CCC steht dazu momentan in einem kritischen und konstruktiven Dialog mit Otto.

Ibena hat zwar die Business Social Compliance Initiative (BSCI) über den Fall informiert, aber bisher keine konkreten Schritte unternommen, die Arbeitsrechtsverletzungen zu unterbinden. Die Kampagne für Saubere Kleidung kritisiert die BSCI aufgrund ihrer mangelnden Standards und Kontrollen. Frühere Erfahrungen lassen bezweifeln, dass die BSCI in diesem Fall angemessen eingreifen wird.

Horizonte Textil GmbH hat versprochen, sich für die Gewerkschaftsfreiheit bei Menderes einzusetzen, hat aber bisher noch keine konkreten Schritte unternommen.

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