Existenzlohn für alle!

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die im Namen der Vereinten Nationen Arbeitsstandards festlegt, schreibt: „Das Festlegen von Mindestlöhnen sollte ein wichtiges Element der Politik sein, um Armut zu überwinden und die Bedürfnisse aller Arbeiter und ihrer Familien abzusichern.”

Gemeinsam mit unseren Partnern im globalen Süden, wie z.B. der Asia Floor Wage Campaign, sehen wir und die Kampagne für Saubere Kleidung die Frage der Löhne als ein zentrales Thema im Kampf um faire Arbeitsbedingungen an.

Wie definieren wir einen Existenzlohn?

Ein existenzsichernder Lohn ist ein Arbeitseinkommen, das es z.B. einer Näherin ermöglicht, sich selbst und ihre Familie zu ernähren, die Miete zu zahlen, für Gesundheits-, Kleidungs-, Mobilitäts- und Bildungskosten aufzukommen sowie für unerwartete Ereignisse ein wenig Geld zur Seite zu legen. Ein existenzsichernder Lohn soll der Grundlohn sein, welcher in einer regulären Arbeitswoche gezahlt wird unabhängig von Überstunden oder Boni. Diese reguläre Arbeitswoche soll nie mehr als 48 Arbeitsstunden umfassen.

Was fordern wir von Modefirmen?

Globale Marken und Modehändler haben als Auftraggeber einen großen Einfluss. Deshalb müssen sie sicherstellen, dass die ArbeiterInnen, welche für sie Kleidung produzieren, einen Lohn zum Leben erhalten und unter sicheren, gesunden Bedingungen arbeiten.

Was muss die Regierung tun?

Regierungen müssen sicherstellen, dass der gesetzliche Mindestlohn existenzsichernd ist und dann auch tatsächlich gezahlt wird. Sie müssen die Verantwortlichkeit der Unternehmen für das Leben und den Lohn der ArbeiterInnen in ihrer Lieferkette regulieren.