Outdoor: Discover Fairness!

Discover Fairness! Aktiv für Menschenrechte.

Outdoor-Sportarten und Aktivitäten im Freien wie Klettern, Bergsteigen oder Trekking sowie die dazu passende Funktionskleidung erleben einen neuen Boom. Nach einer Konsumentenbefragung, welche im Auftrag der Outdoor-Branche in Deutschland und der Schweiz 2009 durchgeführt wurde, geben knapp 90 Prozent der Befragten an, dass sie in der kommenden Zeit in demselben Maße oder sogar vermehrt Outdoor-Aktivitäten nachgehen wollen. Dabei nutzen immer mehr Menschen immer häufiger Outdoor-Produkte. 90 Prozent der Befragten geben an, dass für sie Funktionsbekleidung eine hohe Bedeutung für das Wohlbefinden bei Freizeitaktivitäten und im Alltag hat. Die Branche liegt aufgrund des hohen Stellenwerts von Outdoor-Aktivitäten und wegen der Funktionalität der Produkte voll im Verbrauchertrend. Kurz: Outdoor ist in.

Eine Branche auf Gipfelkurs

Von einer Krise ist daher in der Outdoor-Branche nach eigenen Angaben nicht viel spürbar. Seit Jahren gibt es stabile Wachstums- und Umsatzraten. Für den europäischen Markt wird für 2010 erneut eine Wachstumsrate um etwa 3,4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro geschätzt. Aber auch in "jungen konsumhungrigen Märkten" boomen Outdoor-Produkte. In China wird für 2010 eine Wachstumsrate von etwa 25 Prozent erwartet, womit erstmals die 1-Milliarden-Euro-Marke überschritten würde. Die Branche ist zufrieden über das Interesse und die jährlichen Umsatzzuwächse.

Um sich am Markt zu positionieren, setzen verschiedene Anbieter neben Innovationen im Produktbereich auch auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit. Neue Wege unter ökologischen Gesichtpunkten werden ausprobiert und beworben.

Firmenprofile 2010

In Bezug auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte befragte die Kampagne für Saubere Kleidung/Clean Clothes Campaign 15 Outdoor-Firmen hinsichtlich der Einhaltung von Arbeits- und Sozialrechten. Im Juli veröffentlichte sie die Ergebnisse und musste dabei feststellen: Zum sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit gibt es noch viele Herausforderungen.

Kein Gipfel ist unbezwingbar!

Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert die Outdoor-Marken auf, ihrem Image gerecht zu werden und sich nachhaltig für Arbeitsrechte einzusetzen! Dazu ist ebenso die Unterstützung der KonsumentInnen gefordert. Unterstützen Sie deshalb die aktuelle Protest-Aktion und fordern Sie Unternehmen auf: Seid Gipfelstürmer in Sachen Fairness!

Klare Sicht für KonsumentInnen

Wie eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen jetzt herausgefunden hat, sind Sie mit Ihrem Anliegen auch nicht allein: Den KonsumentInnen sind faire Arbeitsbedingungen bei der Bekleidung fast ebenso wichtig wie Qualität und Material. 88% der Befragten zählen dazu auch die Zahlung eines Lohns, der die Grundbedürfnisse sichert. Es besteht also ein hohes Interesse, Produkte kaufen zu können, bei deren Herstellung und Vertrieb die Umwelt und des Menschen Recht respektiert werden. „Wir waren selbst überrascht über das hohe Interesse der Konsumenten beim Bekleidungskauf soziale Kriterien einzubeziehen. Sie brauchen dazu aber auch die richtigen Informationen.” sagt die Projektleiterin bei Nielsen gegenüber der Kampagne für Saubere Kleidung.

Dietmar Mücke ist nicht nur Deutscher Meister im 24-Stunden-Lauf, sondern auch Weltrekordhalter im Barfußlaufen. Dieser Guinness-Weltrekord entstand aus Freude am Laufen. „Das ganze hat aber auch einen ernsten Hintergrund. Ich protestiere gegen die Praktiken der Sportartikelindustrie. Diese sollen endlich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen sorgen und einen Lohn für die Arbeiterinnen zahlen, von dem zu leben ist.”

Mehr über Dietmar Mücke

Discover Fairness! Aktiv für Menschenrechte.

Diese Herausforderung müssen sich die Outdoor-Firmen stellen. Die Trendsetter-Branche könnte somit zu den Gipfelstürmern des Bekleidungsmarkts werden. Damit es bald Kaufalternativen gibt, sind wir Einkaufende weiterhin als kritisch denkende sowie politisch handelnde Menschen gefragt. INKOTA lädt zum Mitmachen ein, damit Menschen nicht zu Niedrigstlöhnen arbeiten und Repressionen erleiden müssen, wenn sie ihre Rechte einfordern.