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Weiterführende Infos

Playfair 2008

Unfaires Spiel für die ArbeiterInnen

Große Sportveranstaltungen wie Olympia oder Fußball-Welt- und Europameisterschaften gehören für Markenfirmen wie Nike, Adidas oder Puma zu den effektivsten aller internationalen Marketingplattformen. Milliarden von Menschen auf der ganzen Erde werden bei diesen medialen Ereignissen erreicht und immense Geldsummen umgesetzt. Doch bei der Herstellung der Sportbekleidung geht es gar nicht ruhmreich oder traumhaft zu. Die Arbeitsbedingungen sind für viele ArbeiterInnen eher ein Alptraum.

Unternehmen in der Sportartikelindustrie erwirtschaften Profite auf Kosten der Würde, Gesundheit und Sicherheit von ArbeiterInnen weltweit. Die aggressiven Einkaufspraktiken der großen Sportartikelfirmen stehen im Widerspruch zu ihren eingegangenen ethischen Verpflichtungen. Um die begehrte Sportbekleidung zu den von den Unternehmen geforderten zeitlichen und preislichen Vorgaben liefern zu können, zwingen die Zulieferer ihre Beschäftigten zu langen, unbezahlten Überstunden und zu Akkordarbeit bei Hungerlöhnen.

"Wir versuchen die Taschen mit dem Olympischem Logo fristgerecht fertig zu stellen, aber wir sind völlig erschöpft! Zum Teufel mit den Olympischen Produkten, ich bin zu müde", sagte ein Arbeiter im Interview zum Report PLAY FAIR 2008.

Die Kampagne für Saubere Kleidung – Clean Clothes Campaign nutzt die Großveranstaltungen um öffentlichen Druck aufzubauen, unter anderem in Bündnissen wie "PLAY FAIR 2008". Mit Recherchen, Informationen für die Medien und die Öffentlichkeit sowie öffentliche Proteste wie Flashmobs und Online-Aktionen werden die Sportartikel-Giganten und die Olympischen Komitees dazu gebracht, sich öffentlich rechtfertigen zu müssen. Ziel unserer Arbeit ist jedoch, die Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen zu verbessern.

Dazu haben die Gewerkschaftsverbände ICFTU (International Confederation of Free Trade Unions) und ITGLWF (International Textile, Garment and Leather Workers' Federation) gemeinsam mit der Clean Clothes Campaign und Oxfam ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet. Wenn die Verhaltenskodizes der Markenfirmen mehr sein wollen als Feigenblätter, dann müssen diese ihre erklärten Ziele aktiv umsetzen.

Mit kreativen Aktionen wie Flashmobs oder Straßentheater macht die INKOTA-Aktionsgruppe das Thema in der Öffentlichkeit sichtbar. Gleichzeitig führen wir beispielsweise auf den Aktionärshauptversammlungen mit den Unternehmen einen kritischen Dialog.

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