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Ansprechpartner


Berndt Hinzmann

hinzmann[at]inkota.de
Tel.:
030-420 8202-51

Wenn Kleidung fast nichts kostet, wer bezahlt dann dafür?

Die Werbung verspricht uns Glück und Ansehen, wenn wir mit der Mode gehen. Die Botschaft kommt an: Heute kaufen wir durchschnittlich elfmal mehr Kleidung als noch vor 20 Jahren. Fast sechs Milliarden Kleidungsstücke gehen in Deutschland jährlich über die Ladentheke. Ein Shoppingerlebnis, das unseren Geldbeutel schont, denn obwohl wir immer mehr kaufen, sind unsere Ausgaben für Kleidung seit 30 Jahren fast nicht gestiegen – sie wird einfach immer billiger. Doch wenn Hosen, Blusen und T-Shirts so wenig kosten und der Gewinn der Textilunternehmen gleichzeitig steigt, wer bezahlt dann dafür?

Die Masche der Textilindustrie

In den Textilfabriken in Südasien und anderen Ländern des Südens, wo der Großteil unserer Kleidung herkommt, schuften die Näherinnen und Näher pro Schicht bis zu 14 Stunden, viele von ihnen ohne Vertrag, sie haben kaum freie Tage, ihre Überstunden werden nur zum Teil bezahlt. Sie erhalten für ihre harte Arbeit so wenig Geld, dass es ihnen kaum zum Überleben reicht. Das ist untragbar.

So billig kommt ihr nicht davon! - Unternehmen in die Schranken weisen

INKOTA, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international nehmen die Jahrestage der letzten großen Unglücke in Bangladesch und Pakistan zum Anlass, diese untragbaren Zustände in die deutsche Öffentlichkeit zu bringen.

Wir fordern

  • die Textilunternehmen auf, sich den tödlichen Konsequenzen ihrer Geschäftspolitik zu stellen und umfassende Entschädigungen für die Opfer und Hinterbliebenen der Katastrophen in Bangladesch und Pakistan zu zahlen.
  • von der Politik, regulierend einzugreifen und dafür zu sorgen, dass Unternehmen haften müssen, wenn sie in ihren Geschäftsbeziehungen Menschenrechte verletzen. Das klingt trocken, kann aber Leben retten und gute Arbeit erst ermöglichen.

Aktiv werden!

Mit eurer Hilfe liegen die Flyer der Untragbar Kampagne bald in euren Lieblingsläden, Kleidungsgeschäften, Cafes, Schulen - einfach überall dort, wo Menschen etwas über die untragbaren Zustände in der Textilindustrie erfahren sollten.

Redet im Freundeskreis über das Thema, fragt an der Ladentheke nach, unter welchen Bedingungen das T-Shirt genäht wurde. Für öffentliche Aktionen gibt es Sprühschablonen: Macht Clips von euren Aktionen und stellt sie ins Netz, bloggt oder
macht Veranstaltungen. Wir unterstützen euch gerne dabei! Meldet euch einfach bei uns:

Berndt Hinzmann, Tel.: 030 - 42 08 202-51, E-Mail: hinzmann[at]inkota.de

Eigentum darf kein Diebstahl sein.

Im Grundgesetz steht: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Unsere Initiative #untragbar ist Teil der Kampagne Eigentum verpflichtet, die eine verbindliche Unternehmenshaftung in allen relevanten Wirtschaftsbereichen fordert.

Positionspapier der Kampagne Eigentum verpflichtet (PDF, 644 KB)