Agrokraftstoffe

Volle Tanks und leere Teller

„Wir haben leere Mägen und ihr habt volle Tanks!“ – Mit diesen Worten kritisierte Flor Martínez von der INKOTA-Partnerorganisation Odesar in Nicaragua bereits auf dem G8-Gipfel im Jahr 2007 die Verwendung von Agrosprit. Denn für die Produktion der Kraftstoffe werden Nahrungsmittel wie zum Beispiel Mais, Palmöl oder Soja verwendet. Ausgelöst wurde der Boom um Agrokraftstoffe durch die ehrgeizigen politischen Ziele vieler Regierungen der Industrieländer, die Nutzung von Agrokraftstoffen in den kommenden Jahren massiv auszuweiten.

Demonstration gegen Agrosprit
INKOTA-AktivistInnen demonstrieren vor dem Bundesumweltministerium gegen Agrosprit

Welche fatalen Folgen diese Politik hat, wurde Anfang 2008 bereits sichtbar. In mehr als 30 Ländern kam es zu Hungerrevolten, als die Grundnahrungsmittelpreise in die Höhe schossen und für viele Menschen unbezahlbar wurden. Zahlreiche Studien belegen, dass die massiven Preissteigerungen auch auf die Konkurrenz zwischen Nahrungsmittel- und Kraftstoffproduktion zurückzuführen ist.

Biosprit

Zwischen 2013 und 2014 hat INKOTA das BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik in El Salvador unterstützt, das die Menschen im Land über die Auswirkungen des Agrokraftstoffbooms informiert. Im Rahmen der Aktion Biosprit macht Hunger hat INKOTA zahlreiche Aktionen durchgeführt, um auf die negativen Auswirkungen von Agrosprit auf Menschen und Umwelt aufmerksam zu machen. Mehr Informationen zu den einzelnen Aktionen finden Sie in der Chronologie des Protests.