Was fordert die CCC von Firmen?

Ein Existenzlohn kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Die CCC fordert daher von den Firmen stufenweise und konsequent vorzugehen.

Als kurzfristige Sofortmaßnahmen in Kambodscha fordert die CCC:

  • Anhebung des Grundlohnes
    • Öffentliche Unterstützung der Lohnforderung der kambodschanischen Gewerkschaften von 131 US-Dollar.
    • Umsetzung dieser Lohnforderung bei den eigenen Lieferanten.
  • Anhebung der Lohnzuschüsse
    • Zuschuss für Transport/Miete von heute 7 US-Dollar auf 15 US-Dollar monatlich.
    • Anwesenheitsbonus von heute 10 US-Dollar auf 12 US-Dollar monatlich.
    • Zusätzlicher Lohnzuschuss von 1,50 US-Dollar pro Tag für Frühstück, Mittagessen und Abendessen.
  • Verbesserung der Lohnverhandlungen in Fabriken
    • Etablierung eines regelmäßigen Verhandlungsrhythmus zwischen Firmenvertretung, lokalem Management und Gewerkschaft/ ArbeiterInnenvertretung.
    • Gemeinsame Erarbeitung einer Methode zur Erhebung der Lohnsituation und zur Umsetzung eines Existenzlohnes mit Gewerkschaft/ArbeiterInnenvertretung.

Langfristige Maßnahmen

Für die Umsetzung eines Existenzlohnes braucht es einen Aktionsplan mit Maßnahmen- und Zeitplan sowie „Meilensteinen”. Firmen können die Forderung nach einem Existenzlohn unterstützen, indem sie folgende Schritte gehen:

  • Die Verpflichtung zur Bezahlung eines Existenzlohnes an alle ArbeiterInnen in der Lieferkette klar im Verhaltenskodex festhalten!
  • Sich aktiv für die Förderung und Respektierung von Gewerkschaftsfreiheit einsetzen!
  • In Dialog treten mit der Asia Floor Wage Alliance (AFW) und anderen lokalen Gewerkschaften und NGOs!
  • Öffentlich die Lohnforderung der AFW als Richtgröße für die Höhe eines Existenzlohns unterstützen!
  • Eigene Einkaufspraxis und Einkaufsvorschriften anpassen, damit ein AFW-Existenzlohn umgesetzt werden kann!
  • In Zusammenarbeit mit der AFW Pilotprojekte zur Umsetzung eines AFW-Existenzlohnes starten!
  • An Regierungen in Produktionsländern schreiben und sie dazu auffordern, den AFW-Existenzlohn als nationalen Mindestlohnstandard zu übernehmen!
  • Öffentlich über die Bemühungen zur Umsetzung eines AFW-Existenzlohnes berichten!
  • Im Verbund mit anderen Firmen, Lieferanten, Gewerkschaften und NGOs arbeiten!

Schluss mit den Ausreden – Existenzlohn für alle!

Fordern Sie von H&M, Gap, Levis, Zara und anderen:

  • Die sofortige Unterstützung und Umsetzung des von den kambodschanischen Gewerkschaften geforderten Lohnanstiegs auf 131 US-Dollar pro Monat!
  • Höhere Lohnzuschüsse für Anwesenheit, Essen, Unterkunft und Transport in den Zulieferbetrieben!
  • Aktive Unterstützung und Durchführung regelmässiger Lohnverhandlungen mit Gewerkschaften!
  • Erarbeitung und Veröffentlichung eines konkreten Aktionsplans für die Bezahlung eines Existenzlohnes gemäß Asia Floor Wage Alliance (AFW) in der eigenen Zulieferkette!

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