Wie definiert die CCC einen Existenzlohn?

Die CCC orientiert sich an den ILO-Kernarbeitsnormen 95 und 131, an den ILO-Empfehlungen 131 und 135 und an der Menschenrechtsdeklaration (Artikel 23) und definiert einen Existenzlohn wie folgt:

„Löhne und Lohnzulagen für eine Standardarbeitswoche entsprechen zumindest dem gesetzlichen Mindestlohn, respektive dem industrieüblichen Lohn, decken in jedem Fall die Grundbedürfnisse der ArbeiterIn und ihrer Familie und lassen darüber hinaus ein frei verfügbares Einkommen.”

Zusätzlich definiert die CCC, dass ein Existenzlohn

  • für alle ArbeiterInnen gilt und es somit keinen tieferen Lohn als den Existenzlohn gibt.
  • in einer Standardarbeitswoche von max. 48 Stunden erwirtschaftet wird.
  • dem Netto-Grundlohn für eine Standardarbeitswoche entspricht, d.h. keine Lohnzuschläge oder Spesenvergütungen beinhaltet.
  • die Grundbedürfnisse einer Familie in der Größe von zwei Erwachsenen und zwei Kindern deckt.
  • darüber hinaus ein freiverfügbares Einkommen übriglässt, dass mindestens zehn Prozent des Geldbedarfs zur Deckung der Grundbedürfnisse entspricht.

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