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40 Jahre INKOTA

Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Auch eine Jubiläumstorte hat nicht gefehlt

INKOTA rief und mehr als 100 Gäste aus Deutschland, Nicaragua und El Salvador kamen ins LaLuz in Berlin-Wedding, um dem Geburtstagskind zu gratulieren. Mit Rückblicken und Ausblicken, aber auch mit Trompetensolo, Feuerwerk und Großpuppeneinsatz wurde der 40. Geburtstag von INKOTA kräftig gefeiert.

Bunte Info- und Aktionsmaterialien, zahlreiche Fachpublikationen und ein großes Banner mit der Aufschrift "40 Jahre Hunger auf Veränderung" – schon im Eingangsbereich des LaLuz wurde es deutlich: INKOTA hat sich in den letzten 40 Jahre nicht nur hartnäckig und engagiert für Veränderungen in Nord und Süd eingesetzt, sondern selbst eine beachtliche Veränderung durchgemacht. Oder mit den Geburtstagsgrüßen der Stiftung Nord-Süd Brücken gesprochen: ""¦wenn man es mal werbefuzzimäßig ausdrücken möchte: Die erfolgreiche Marke neben Ampelmännchen und Rechtsabbiegerpfeil ist natürlich das INKOTA-netzwerk, das heute bundesweit bekannt ist!"

Doch im Gegensatz zu andere Marken verfolgt die Marke INKOTA keinen Selbstzweck. INKOTA steht für Solidarität, politische Unabhängigkeit und Gerechtigkeit. Dass dies nicht nur ein "werbefuzzimäßiger" Anspruch, sondern Realität in der alltäglichen Arbeit von INKOTA, seinen Projektpartnern im Süden und den vielen ehrenamtlichen MitstreiterInnen ist, machten die für das Programm der Jubiläumsfeier geladenen Gäste immer wieder deutlich.

Lydia Mendoza Murillo und Amada Mendoza Morales von der INKOTA-Partnerorganisation Xochilt Acalt in Nicaragua berichteten von ihrem mutigen Weg, als Frauen gegen alle Widerstände für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu kämpfen. Damit haben sie es nicht nur geschafft, die Existenz ihrer Familien zu sichern, sondern auch ein Umdenken im Rollenverständnis von Männern und Frauen bewirkt. "Ohne die Unterstützung von INKOTA, wäre das nicht möglich gewesen", so Amada Mendoza Morales.

AKTION – dieses Wort ergibt sich, wenn man die Initialen von INKOTA ein bisschen durchschüttelt. Auch dieser Aspekt von INKOTA kam bei der Feier nicht zu kurz. Eine Großpuppe tanzte zu Trommelrhythmen durch den Saal, ein Trompetensolo von Berndt Hinzmann animierte die Anwesenden zu einem spontanen Geburtstagsständchen. INKOTA lebt eben nicht nur durch seine Inhalte, sondern vor allem durch die Menschen und ihr Engagement. 

Dass INKOTA die kritische Auseinandersetzung mit Politik und Wirtschaft nicht scheut, ist bekannt, und der Organisation geradezu in die Wiege gelegt. Pfarrer Walther Bindemann erinnerte daran, wie es INKOTA zu DDR-Zeiten unter dem Dach der evangelischen Kirche trotz geschlossener Grenzen gelang, eine kritische Öffentlichkeit jenseits staatlicher Strukturen zu schaffen. "INKOTA ist schon immer gegen den Strom geschwommen, und das soll auch so bleiben", gab er dem Netzwerk als Geburtstagswunsch mit auf den Weg.

Nun ist INKOTA schon älter, als die DDR es wurde. Auch wenn das erfreulich ist, bleibt dennoch zu hoffen, dass es INKOTA in 40 Jahren nicht mehr geben muss. Aber es bleibt noch viel zu tun und eines ist bis dahin sicher: Wir haben es satt, dass andere hungern – also werde wir weiter für Veränderung streiten.

Bildergalerei zur INKOTA-Jubiläumsfeier 2011