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Dr. Rogate Mshana (Tansania)

Ecolife Center, Arusha, Tanzania

Der Ökonom Rogate Mshana stammt aus Tansania. Er studierte Entwicklungsökonomie in seiner Heimat und promovierte 1992 in Frankfurt. Nach dem Studium arbeitete er zunächst beim Rat der Kirchen von Tansania und war dort verantwortlich für Jugendfragen und Kleinunternehmen. Von 1992 bis 1999 war er Beauftragter für wirtschaftliche Gerechtigkeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania und Dozent für Entwicklungsökonomie an einem theologischen Seminar. Anschließend arbeitete er als Spezialist für internationale Wirtschaftsfragen beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. Inzwischen ist er beim Ecolife Center, Arusha, Tanzania tätig. Rogate Mshana war innerhalb Afrikas einer der führenden Köpfe der Entschuldungskampagne „Jubilee 2000“ und dem entsprechenden Zusammenschluss verschiedener Süd-Kampagnen „Jubilee South“.

Rogate Mshana über sein Motiv für die Unterstützung von INKOTA: „Die Institutionen der ökonomischen Globalisierung haben sich als höchst komplex in Form und Charakter erwiesen. Als Reaktion auf sich formierende Kritik haben sie neue Strategien entwickelt, um Kirchen, soziale Bewegungen und andere Akteure einzubeziehen, damit diese ihnen helfen, ihr Programm einer Ausweitung des Prozesses der ökonomischen Globalisierung durchzuführen. Dies ist klarerweise ein Prozess, der in Konflikt mit der Kirche bleibt, da die Globalisierung unerhörte Macht in die Hände einiger weniger Individuen, Staaten und Unternehmen legt, während die Mehrheit der Menschen im Süden, und eine wachsende Zahl im Norden, in (noch) größere Armut fällt. Diese Richtlinien sind deshalb dazu angetan, fundamentale Fragen zu stellen, die von den Kirchen berücksichtigt werden müssen, wenn sie sich für den Dialog mit diesen Institutionen vorbereiten. Jeder Dialog mit ihnen erfordert Fähigkeiten, die Fallen und Versuchungen zu entdecken, die in der Politik stecken, wie sie von IWF und Weltbank durchgeführt wird. Nichtregierungsorganisationen und soziale Bewegungen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewusstseinsbildung auf regionaler und lokaler Ebene. Sie mobilisieren Menschen, gegen die negativen Auswirkungen der Globalisierung Widerstand zu leisten und Alternativen zu entwickeln. Weil der ÖRK seine Zusammenarbeit mit diesen Organisationen und Bewegungen ausbauen will, ist INKOTA es wert, als einziges ökumenisches entwicklungspolitisches Netzwerk in Ostdeutschland unterstützt zu werden.“

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