Landwirtschaft braucht Fairness
Faire Kakao-Preise gesetzlich verankern!
Ob Getreide- und Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland oder Kakaobäuerinnen und -bauern in Westafrika, viele von ihnen können von ihrer Arbeit nicht leben. Unfaire Handelspraktiken und zu niedrige Preise gefährden die Zukunft der Landwirtschaft. Die Folgen sind gravierend: Sie können nicht in ihre Betriebe investieren, nicht nachhaltiger wirtschaften und den Menschen, die auf ihren Höfen arbeiten, keine existenzsichernden Löhne zahlen. Unfaire Preise bedrohen Existenzen – entlang lokaler wie globaler Lieferketten.
Mit der in diesem Jahr anstehenden Reform der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) besteht jetzt die große Chance, ein wirksames Sicherheitsnetz für Bäuerinnen und Bauern zu schaffen – in Europa und weltweit. Fordern Sie jetzt Landwirtschaftsminister Alois Rainer auf, faire Preise gesetzlich zu verankern!
Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland, Europa und weltweit müssen von ihrer Arbeit leben können! Doch unfaire Handelspraktiken und Preise gefährden die Zukunft der Landwirtschaft. Ob Getreide- und Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland oder Kakao- und Kaffeeproduzentinnen und -produzenten in Ghana und Brasilien – viele von ihnen können nicht von ihrer Arbeit leben. Sie können nicht in ihre Betriebe investieren, um nachhaltiger, produktiver und damit zukunftsfähig zu wirtschaften. Sie können Menschen, die auf ihren Höfen arbeiten, keine existenzsichernden Löhne zahlen. Unfaire Preise gefährden Existenzen entlang lokaler und globaler Lieferketten.
Dieses Marktversagen darf nicht länger hingenommen werden. Es braucht einen gesetzlichen Rahmen, der Landwirtinnen und Landwirten faire Preise zusichert, welche die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken. Mit der in diesem Jahr anstehenden Reform der europäischen Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) besteht jetzt die Chance, ein wirksames Sicherheitsnetz für Bäuerinnen und Bauern zu schaffen – in Europa und weltweit. Damit Landwirtschaft wieder Zukunft hat!
Wir fordern Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dazu auf, sich entschlossen dafür einzusetzen, dass die Zahlung fairer, kostendeckender Preise entlang der gesamten Lieferkette von allen Handelspartnern sichergestellt werden muss. Faire Preise bedeuten, dass sie die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und so existenzsichernde Einkommen und Investitionen ermöglichen. Die Zahlung von unfairen Preisen muss als unfaire Handelspraktik in die UTP-Richtlinie aufgenommen werden.
Nur mit fairen Einkommen lassen sich Höfe und Farmen zukunftsfest aufstellen. Die Landwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen: Klimawandel, Verlust der Biodiversität und steigende Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit erfordern hohe Investitionen – in Produktivitätssteigerung, ökologischen Landbau und Agrarökologie. Bleiben Veränderungen aus, setzt sich das Höfesterben ungebremst fort. In Deutschland hat sich die Zahl der Höfe innerhalb einer Generation halbiert! Und der Trend hält an. Damit verlieren wir das Rückgrat der Landwirtschaft – hierzulande wie weltweit.
Faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind eine Investition in die Zukunft: Sie sichern Vielfalt und Resilienz der Landwirtschaft und verringern das Risiko für Angebotsrückgänge und unsichere Lieferketten.
Die Initiatorinnen und Initiatoren dieses Appells distanzieren sich deutlich von Hass, Gewalt, Rassismus und Diskriminierung und setzen sich gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz ein.