Corona-Krise in Indien: Stärken Sie die Schwächsten!

Die Corona-Delta-Variante breitet sich in vielen Ländern Europas aus – Indien hat sie längst fest im Griff. Vollkommen überfüllte Krankenhäuser, versiegende Sauerstoffvorräte, Tote auf den Straßen. Die Bilder aus Indien von der zweiten katastrophalen Pandemie-Welle im Frühsommer gingen um die Welt – während in Deutschland aufgrund sinkender Fallzahlen erste Lockerungen begannen. In Indien jedoch ist die Impfkampagne noch kaum angelaufen.

Wie während der ersten Corona-Welle werden die Ärmsten der Armen am härtesten getroffen. Unter ihnen die hunderttausenden mittellosen Schuh- und Lederarbeiter*innen. Schon 2020 hatten unsere Partnerorganisationen CIVIDEP und SLD – auch dank Ihrer Unterstützung! – Nothilfe für diese Arbeiter*innen und ihre Familien geleistet. Heute ist die Situation noch verheerender: Nach einem Jahr der Pandemie sind sie ausgezehrt und haben der Krise kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Deshalb bitten wir Sie jetzt noch einmal um Unterstützung!

Die Corona-Delta-Variante breitet sich in vielen Ländern Europas aus – Indien hat sie längst fest im Griff. Vollkommen überfüllte Krankenhäuser, versiegende Sauerstoffvorräte, Tote auf den Straßen. Die Bilder aus Indien von der zweiten katastrophalen Pandemie-Welle im Frühsommer gingen um die Welt – während in Deutschland aufgrund sinkender Fallzahlen erste Lockerungen begannen. In Indien jedoch ist die Impfkampagne noch kaum angelaufen.

Wie während der ersten Corona-Welle werden die Ärmsten der Armen am härtesten getroffen. Unter ihnen die hunderttausenden mittellosen Schuh- und Lederarbeiter*innen. Schon 2020 hatten unsere Partnerorganisationen CIVIDEP und SLD – auch dank Ihrer Unterstützung! – Nothilfe für diese Arbeiter*innen und ihre Familien geleistet. Heute ist die Situation noch verheerender: Nach einem Jahr der Pandemie sind sie ausgezehrt und haben der Krise kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Deshalb bitten wir Sie jetzt noch einmal um Unterstützung!

Corona-Krise in Indien
Corona-Hilfe

Wie katastrophal die Lage der indischen Schuh- und Lederarbeiter*innen ist, konnten wir auch in unserer diesen Februar veröffentlichten Studie "Wenn aus zu wenig fast nichts wird"  belegen. Fast die Hälfte aller befragten Arbeiter*innen musste 2020 Schulden aufnehmen, um die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu stillen. Durch die kurzfristigen Entlassungen aufgrund der stornierten Aufträge der Modeindustrie aus dem globalen Norden und durch die von der Regierung verhängte Ausgangssperre hat es praktisch keine Verdienstmöglichkeiten gegeben. 

Wir dürfen die Lederarbeiter*innen nicht vergessen, nur weil die Welt immer müder von den Pandemienachrichten wird. Für sie geht es bei der Pandemie nicht um Urlaubsreisen, sondern um Zugang zu Arbeit und Nahrung. Das alltägliche Leben wird zu einer Herausforderung, da die Angst vor dem Halbverhungern und Verhungern nicht aus ihren Köpfen verschwindet.
Sonia Wazed
Programmleiterin der Menschenrechtsorganisation SLD

Jetzt für Indien spenden

Auch während der aktuellen Corona-Welle fallen viele Schuh- und Lederarbeiter*innen wieder durch die Maschen des staatlichen Nothilfenetzes. Sie sind informell beschäftigt, gehören häufig diskriminierten Bevölkerungsgruppen an und werden nicht durch einflussreiche Gewerkschaften unterstützt. In Uttar Pradesh, im Nordosten Indiens, wurde die Notunterstützung mit Lebensmitteln fast halbiert - weil schlicht zu wenig Getreide da ist. Arbeiter*innen, die Beschäftigung gefunden haben, berichten vermehrt davon, dass Corona-Schutzmaßnahmen in Fabriken nicht ausreichend eingehalten werden. Allein in der Region Ambur sind vier Arbeiter*innen verstorben, die lange mit unserer Partnerorganisation CIVIDEP in Kontakt standen.

Wir müssen den Arbeiter*innen in diesen Notzeiten beistehen. Die Corona-Delta-Welle ist eine der schlimmsten Notsituationen, die wir seit vielen Jahren erlebt haben. Die Arbeiter*innen brauchen unsere Unterstützung mehr als je zuvor. Nur wenn die Arbeiter*innen heute aus dieser Notlage herauskommen, können sie gemeinsam mit uns für langfristige Verbesserungen in der indischen Leder- und Schuhindustrie kämpfen.
Pradeepan Ravi
Projektkoordinator bei CIVIDEP

Unsere Partner CIVIDEP und Society for Labour and Development (SLD) unterstützen seit 2017 gezielt die häufig vergessenen und besonders diskriminierten Schuh- und Gerbereiarbeiter*innen im nördlichen Uttar Pradesh (Region Kanpur) und im südlichen Tamil Nadu (Region Ambur). Dank Ihrer Spenden im letzten Jahr konnten CIVIDEP und SLD 1.700 Arbeiter*innen mit Essenspaketen unterstützen. Die Hilfen haben auch ihre Familien erreicht – etwa 10.000 Menschen insgesamt. Ein Hilfspaket, mit dem eine Familie einen Monat lang mit den dringend benötigten Lebensmitteln versorgt wird, kostet 15 Euro.

Auch während der aktuellen Welle wollen CIVIDEP und SLD die Not der Arbeiter*innen lindern: Sie verteilen Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln an die Familien, die sie aus ihren Projekten zur Stärkung von Arbeitnehmer*innenrechten kennen. Doch unsere Partner leisten mehr als Nothilfe: Beide Organisationen beraten und unterstützen Arbeiter*innen, die in der Pandemie unrechtmäßig entlassen wurden oder bei denen noch Löhne ausstehen. Auch klären sie die Menschen darüber auf, wie sie sich vor einer Corona-Infektion schützen können oder helfen bei der Registrierung für Impftermine. Helfen Sie unseren Partnerorganisationen dabei, den Schwächsten zu helfen!

Foto: Jelena Stanojkovic/shutterstock: 1453518029
Foto: abhinavmathurindia/shutterstock (1672912429)

Corona-Krise in Indien: Stärken Sie die Schwächsten

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