Menschen in Mosambik laufen knietief durch das Wasser eines überflutetetn Maisfeldes
Projekte & Länder

Schwere Überschwemmungen in Mosambik

Mehr als 600.000 Menschen betroffen

von Christine Wiid
Veröffentlicht 26. JANUARY 2026

Erneut trifft eine schwere Flutkatastrophe Mosambik. Seit Ende Dezember regnet es im Süden des Landes sowie in den Nachbarregionen fast ununterbrochen. Flüsse sind über die Ufer getreten, Staudämme übergelaufen, ganze Landstriche stehen unter Wasser. Besonders betroffen sind die südlichen Provinzen Maputo und Gaza. 

Nach aktuellen Angaben sind mehr als 600.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Rund 100 Todesopfer wurden bislang bestätigt. Über 6.000 Häuser sind vollständig oder teilweise zerstört, weitere 72.000 Häuser stehen unter Wasser. Zehntausende Menschen haben in Notunterkünften Schutz gesucht. Auch zahlreiche Schulen und Gesundheitseinrichtungen sind beschädigt oder derzeit nicht nutzbar.

Wichtige Verkehrsverbindungen sind unterbrochen: Die Nationalstraße von der Hauptstadt Maputo in Richtung Norden ist an mehreren Stellen zerstört, viele Regionen sind aktuell kaum erreichbar.

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Ernten vernichtet – Hunger droht

Besonders dramatisch ist die Lage für die ländliche Bevölkerung. Mehr als 100.000 Hektar Ackerfläche wurden überschwemmt – die diesjährige Ernte ist in weiten Teilen verloren. Viele Familien leben von der Landwirtschaft und stehen nun vor dem Nichts. Betroffen sind auch Gemeinden, in denen unser Partner UNAC aktiv ist. 

Ich denke, dass wir in diesem Jahr noch viel Hunger erleben werden. Ein Großteil der Betroffenen lebt von der Landwirtschaft. Ihre Felder sind zerstört, alles, was sie angebaut haben, ist verloren.
Luis Muchanga
UNAC

Auch im Projektgebiet von UNAC in der Provinz Gaza sind Zufahrtsstraßen überflutet, Gemeinden nur schwer erreichbar. Erste Einschätzungen zeigen: Rund 2.000 Hektar Ackerland stehen dort unter Wasser, fast die gesamte Ernte an Mais, Reis, Bananen, Bohnen, Kürbissen und Gemüse ist zerstört. Einige UNAC-Mitglieder haben bereits Familien aufgenommen, die ihre Häuser verloren haben.

Unterstützung für den Wiederaufbau

Sobald die Wassermassen zurückgehen, will UNAC gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden den Wiederaufbau beginnen. Geplant sind unter anderem Saatgut-Pakete sowie die Verteilung von Arbeitsgeräten wie Hacken und Schaufeln, damit die Menschen ihre Felder wieder bestellen können. Doch noch ist unklar, wann sich die Lage entspannt – für die kommenden Tage ist weiterer Regen angekündigt.

Jetzt helfen

Die Menschen in Mosambik brauchen dringend Unterstützung – für den Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen und um neue Perspektiven zu schaffen.

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