Stellungnahme zur Studie des Joint Research Center der EU
Pestizide im Kaffee
Der im August 2026 veröffentlichte Bericht des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission hat eine Debatte über strengere Pestizidregeln bei importierten Lebensmitteln ausgelöst. Besonders beim Kaffee sorgen dabei mögliche Preissteigerungen für Schlagzeilen – bis hin zu einem Anstieg von 332 Prozent. Doch diese Zahl stammt aus einem extremen Worst-Case-Szenario. Die vom JRC selbst als plausibler eingestuften Szenarien gehen von deutlich geringeren Preissteigerungen aus.
In unserer gemeinsamen Stellungnahme mit der Deutschen Umwelthilfe, Pesticide Action Network und Coffee Watch zeigen wir, warum die aktuelle Debatte zu kurz greift. Der JRC betrachtet vor allem Handels-, Preis- und Anpassungskosten. Die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Pestizideinsatzes in den Anbauländern bleiben dagegen ebenso außen vor wie agrarökologische und agroforstliche Alternativen, die die Abhängigkeit von Pestiziden grundsätzlich reduzieren könnten.
Für uns ist deshalb klar: Strengere Pestizidstandards dürfen nicht gegen die Interessen der Kaffeebäuer*innen ausgespielt werden. Sie müssen mit finanzieller und technischer Unterstützung für die Umstellung verbunden werden. Die entscheidende Frage ist nicht, welches Pestizid ein anderes ersetzen kann, sondern wie eine Kaffeeproduktion möglich wird, die weniger von hochgefährlichen Pestiziden abhängig ist – und wie die Kosten dieses Übergangs fair verteilt werden.
Unsere ausführliche Stellungnahme können Sie hier lesen:
Stellungnahme zur Studie des Joint Research Center der EU
Der im August 2026 veröffentlichte Bericht des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission hat eine Debatte über strengere Pestizidregeln bei importierten Lebensmitteln ausgelöst. Besonders beim Kaffee sorgen dabei mögliche Preissteigerungen für Schlagzeilen – bis hin zu einem Anstieg von 332 Prozent. Doch diese Zahl stammt aus einem extremen Worst-Case-Szenario. Die vom JRC selbst als plausibler eingestuften Szenarien gehen von deutlich geringeren Preissteigerungen aus.
In unserer gemeinsamen Stellungnahme mit der Deutschen Umwelthilfe, Pesticide Action Network und Coffee Watch zeigen wir, warum die aktuelle Debatte zu kurz greift. Der JRC betrachtet vor allem Handels-, Preis- und Anpassungskosten. Die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Pestizideinsatzes in den Anbauländern bleiben dagegen ebenso außen vor wie agrarökologische und agroforstliche Alternativen, die die Abhängigkeit von Pestiziden grundsätzlich reduzieren könnten.
Für uns ist deshalb klar: Strengere Pestizidstandards dürfen nicht gegen die Interessen der Kaffeebäuer*innen ausgespielt werden. Sie müssen mit finanzieller und technischer Unterstützung für die Umstellung verbunden werden. Die entscheidende Frage ist nicht, welches Pestizid ein anderes ersetzen kann, sondern wie eine Kaffeeproduktion möglich wird, die weniger von hochgefährlichen Pestiziden abhängig ist – und wie die Kosten dieses Übergangs fair verteilt werden.
Unsere ausführliche Stellungnahme können Sie hier lesen:
Stellungnahme zur Studie des Joint Research Center der EU