Mosambik

Lokales Saatgut für mehr Vielfalt

Lokale Sorten sichern die Ernährung in Mosambik

Bauern und Bäuerinnen in Mosambik demonstrieren für freien Zugang zu Saatgut

Steckbrief

Projektfokus
Saatgutrechte
Zahl der Begünstigten
530 Bauernfamilien
Spendenbedarf
53.656,66 Euro

Xitonga, Mukadzi, Raposta und Kenha - das sind die Namen von lokalen Maissorten in Mosambik. „Diese Sorten waren schon fast verschwunden“, erzählt José Macueira, ein Bauer aus Gondola in Zentralmosambik. „Aber jetzt bauen wir sie wieder an. Unser lokaler Mais lässt sich gut lagern, viel besser als die Hybridsorten. Die wachsen zwar schnell, aber wir können kein neues Saatgut aus ihnen gewinnen.“

Der Kleinbauernverein UNAC - unsere Partnerorganisation - unterstützt Bauern und Bäuerinnen wie José Macueira dabei, Saatgut zu vervielfältigen und traditionelle Sorten zu bewahren. Denn in Mosambik ist der freie Austausch und Nachbau von Saatgut gefährdet. Kleinbauern und -bäuerinnen sollen bald nur noch patentiertes oder zertifiziertes Saatgut nutzen dürfen, wenn es nach dem Willen der Regierung geht.

Ernährungssouveränität durch freies Saatgut

Dagegen regt sich Widerstand: UNAC will die Ernährungssouveränität der Menschen sichern. Der freie Zugang zu eigenem Saatgut ist für die Bauern und Bäuerinnen in Mosambik lebenswichtig. Denn für teures Saatgut, chemischen Dünger und Pestizide haben sie kein Geld. Ein Großteil der Landbevölkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft ─ eine Missernte hat fatale Folgen für sie.

Xitonga, Mukadzi, Raposta und Kenha - das sind die Namen von lokalen Maissorten in Mosambik. „Diese Sorten waren schon fast verschwunden“, erzählt José Macueira, ein Bauer aus Gondola in Zentralmosambik. „Aber jetzt bauen wir sie wieder an. Unser lokaler Mais lässt sich gut lagern, viel besser als die Hybridsorten. Die wachsen zwar schnell, aber wir können kein neues Saatgut aus ihnen gewinnen.“

Der Kleinbauernverein UNAC - unsere Partnerorganisation - unterstützt Bauern und Bäuerinnen wie José Macueira dabei, Saatgut zu vervielfältigen und traditionelle Sorten zu bewahren. Denn in Mosambik ist der freie Austausch und Nachbau von Saatgut gefährdet. Kleinbauern und -bäuerinnen sollen bald nur noch patentiertes oder zertifiziertes Saatgut nutzen dürfen, wenn es nach dem Willen der Regierung geht.

Ernährungssouveränität durch freies Saatgut

Dagegen regt sich Widerstand: UNAC will die Ernährungssouveränität der Menschen sichern. Der freie Zugang zu eigenem Saatgut ist für die Bauern und Bäuerinnen in Mosambik lebenswichtig. Denn für teures Saatgut, chemischen Dünger und Pestizide haben sie kein Geld. Ein Großteil der Landbevölkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft ─ eine Missernte hat fatale Folgen für sie.

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Dokumentation über die Arbeit unserer Partnerorganisation UNAC in Mosambik

UNAC unterstützt Bauern und Bäuerinnen in ganz Mosambik bei ihrem Kampf ums eigene Saatgut. Durch Kampagnen- und Lobbyarbeit oder Studien nimmt UNAC in der Hauptstadt Maputo Einfluss auf die Landwirtschaftspolitik und setzt sich für pro-bäuerliche Saatgutgesetze ein. Auch international ist UNAC gut vernetzt, zum Beispiel in dem internationalen Bündnis La Via Campesina. Genauso wichtig ist aber die praktische Arbeit auf den Feldern: In den Provinzen Manica und Zambezia in Zentralmosambik führt UNAC ein Projekt durch, um lokale Sorten zu sichern. In den Distrikten Macate, Gondola und Alto Molocue arbeitet die INKOTA-Partnerorganisation mit 16 Bauerngenossenschaften zusammen. Die Böden in der Region sind fruchtbar und das Klima ist gut geeignet für die Landwirtschaft. Gemeinsam bauen die Landwirt*innen Mais, Maniok, Süßkartoffeln und Gemüse in lokalen Varianten an, vervielfältigen das Saatgut auf ihren Feldern und tauchen aus auf Saatgutbörsen untereinander aus.

Unser lokaler Mais ist weniger anfällig gegen Dürren. Auch unser Maniok ist viel länger haltbar und schmackhafter als die kommerziellen Sorten. Auf Saatgutbörsen tauschen wir unsere Sorten mit denen der Nachbargemeinden. Und in einer Saatgutbank lagern wir Samen aller lokalen Sorten ein.“
Flora Antonia Soares
Genossenschaftsmitglied

Krisenfester dank lokalem Saatgut

Damit profitieren alle Menschen in den drei Distrikten von dem Projekt ─ und das lokale Saatgut wird für die nächsten Generationen bewahrt. Auch bei Krisen hat sich der Einsatz von lokalem Saatgut bewährt: Teile des Projektgebiets wurden im März 2019 von einem Zyklon zerstört, viele Projektteilnehmende haben deshalb ihre gesamte Ernte verloren. Aber die Vernetzung untereinander und der Aufbau von Saatgutbanken haben sich als sehr hilfreich erwiesen: Wer kein Saatgut mehr hatte, konnte über die Tauschbörsen von UNAC trotz Zyklon und Überschwemmungen neues Saatgut erhalten. Mais, Bohnen, Zwiebeln oder Tomaten konnten neu ausgesät werden – und in den Genossenschaften konnte eine Hungernot abgewendet werden.

Die Arbeit von UNAC ist so wichtig, weil sie praktisches Engagement für die Bauern und Bäuerinnen mit politischer Arbeit verbindet. Außerdem ist UNAC eine der wenigen Organisationen in Mosambik, die sich trauen, öffentlich Kritik an der Landwirtschaftspolitik der Regierung zu üben. Ihren Mut finde ich jede Unterstützung wert.
Christine Wiid
INKOTA-Projektreferentin für Mosambik

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