Rohstoffabbau gerecht gestalten
Obwohl Sierra Leone reich an Rohstoffen ist, profitieren viele Menschen nicht vom Bergbau. Gemeinsam mit NMJD stärken wir Mitbestimmung und fordern mehr Transparenz von den Bergbauunternehmen
Schulungen für Menschen, die vom Bergbau betroffen sind, helfen ihnen ihre Recht besser durchzusetzen
Steckbrief
Gold, Diamanten, Eisenerz, Bauxit und Rutil: Sierra Leone verfügt über zahlreiche Bodenschätze. Bergbau macht in dem westafrikanischen Land einen wichtigen Wirtschaftszweig aus und könnte zur nachhaltigen Entwicklung des Landes beitragen. Tatsächlich aber lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armut. Der Bergbau ist Grund für Menschenrechtsverletzungen, Hunger und Umweltzerstörung. Von den Gewinnen, die Unternehmen mit dem Abbau von Rohstoffen machen, kommt bei den Menschen und in den anliegenden Gemeinden viel zu wenig an.
Gold, Diamanten, Eisenerz, Bauxit und Rutil: Sierra Leone verfügt über zahlreiche Bodenschätze. Bergbau macht in dem westafrikanischen Land einen wichtigen Wirtschaftszweig aus und könnte zur nachhaltigen Entwicklung des Landes beitragen. Tatsächlich aber lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armut. Der Bergbau ist Grund für Menschenrechtsverletzungen, Hunger und Umweltzerstörung. Von den Gewinnen, die Unternehmen mit dem Abbau von Rohstoffen machen, kommt bei den Menschen und in den anliegenden Gemeinden viel zu wenig an.
Gemeinden stärken und Mitbestimmung sichern
Das will das sierra-leonische Network Movement for Justice and Developement (NMJD) ändern: Denn die Menschen in Sierra Leone haben ein Recht auf Mitsprache. Bergbauunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, mindestens ein Prozent ihres Jahresumsatzes in die Entwicklung der Gemeinden zu investieren. Doch viele Gemeindekomitees, die für die Beteiligung der Bevölkerung an den Investitionen zuständig sind, kennen ihre Rechte nicht oder können sie nur schwer durchsetzen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation NMJD setzen wir uns dafür ein, dass Menschen vor Ort über ihre Rechte informiert werden und selbst über Investitionen in ihren Gemeinden entscheiden können. So haben sie die Chance, ihre Zukunft selbst zu bestimmen.
Landwirtschaft stärken und Hunger bekämpfen
Auch Hunger ist eine Folge des Bergbaus in Sierra Leone. Land wird durch den Rohstoffabbau zerstört, Wasser verschmutzt und Wälder abgeholzt. Gleichzeitig leidet das Land und die Bevölkerung besonders stark unter den Folgen des Klimawandels, obwohl Sierra Leone selbst nur wenig zu den weltweiten Treibhausgasemissionen beiträgt. Hitze, Überschwemmungen und Erdrutsche gefährden Menschen und vernichten Ernten. NMJD unterstützt Bäuerinnen und Bauern mit Saatgut, Werkzeugen und landwirtschaftlichen Schulungen. So können Familien ihre Ernährung langfristig sichern und widerstandsfähiger gegenüber Klimafolgen werden. Und: Nur, wer sich keine Sorgen über die nächste Mahlzeit machen muss, kann für seine Rechte einstehen und sich für die eigene Zukunft einsetzen.