Ghana

Kakaobauernfamilien in Ghana stärken

Viele Kakaobäuerinnen und Kakaobauern leben in Armut. SEND Ghana setzt sich für faire Bezahlung ein. Bitte unterstützen Sie unsere Partnerorganisation SEND Ghana.

Vier Kakaobäuerinnen stehen in einem Lager

Steckbrief

Projektfokus
Zivilgesellschaft stärken
Zahl der Begünstigten
800.000 Kakaobauernfamilien
Spendenbedarf
63.056,67 Euro

Die Existenz von knapp einer Million Kakaobauern und -bäuerinnen und ihren Familien hängt in Ghana an der braunen Bohne. Doch obwohl der Kakaoanbau für die Wirtschaft in Ghana eine zentrale Rolle spielt, gehören Armut und Kinderarbeit immer noch zum Alltag auf den Kakaoplantagen in Westafrika. In mühsamer Handarbeit bauen die Kakaobäuer*innen den Rohstoff für unsere Schokolade an. Doch von einem Euro, den eine Tafel bei uns kostet, erhalten die Bäuerinnen und Bauern gerade einmal 6 Cent. Eine typische Kakaobauernfamilie verdient laut Berechnungen aus dem Jahr 2018 pro Monat mit ihren bis zu vier Hektar Land durchschnittlich 848 Cedis, umgerechnet 191 US-Dollar. Ein existenzsicherndes Einkommen, das die Grundbedürfnisse der Familien und die Kosten für den Kakaoanbau abdeckt, müsste nach jüngsten Berechnungen bei 395 US-Dollar liegen – also etwas mehr als doppelt so hoch.

Die Existenz von knapp einer Million Kakaobauern und -bäuerinnen und ihren Familien hängt in Ghana an der braunen Bohne. Doch obwohl der Kakaoanbau für die Wirtschaft in Ghana eine zentrale Rolle spielt, gehören Armut und Kinderarbeit immer noch zum Alltag auf den Kakaoplantagen in Westafrika. In mühsamer Handarbeit bauen die Kakaobäuer*innen den Rohstoff für unsere Schokolade an. Doch von einem Euro, den eine Tafel bei uns kostet, erhalten die Bäuerinnen und Bauern gerade einmal 6 Cent. Eine typische Kakaobauernfamilie verdient laut Berechnungen aus dem Jahr 2018 pro Monat mit ihren bis zu vier Hektar Land durchschnittlich 848 Cedis, umgerechnet 191 US-Dollar. Ein existenzsicherndes Einkommen, das die Grundbedürfnisse der Familien und die Kosten für den Kakaoanbau abdeckt, müsste nach jüngsten Berechnungen bei 395 US-Dollar liegen – also etwas mehr als doppelt so hoch.

Leere Versprechen seitens der Hersteller

Politik und Schokoladenindustrie diskutieren seit Jahren darüber, wie sich die Situation der Kakaobauernfamilien verbessern lässt. Doch der Erfolg bleibt bisher aus. In Ghana legt zwar der Staat den Kakaopreis fest, um Schwankungen des Weltmarktpreises abzufedern und die Schokoladenhersteller zahlen Prämien. Ein existenzsicherndes Einkommen wird mit dem niedrig festgelegten Preis und den geringen Prämien jedoch nicht erreicht. Und die Millionen betroffenen Bäuerinnen und Bauern haben keine Mitsprache bei der Festsetzung des Preises.

Die Kakaopolitik in Ghana ist intransparent und die Kakaobäuerinnen und Kleinbauern haben keinen Einfluss auf das Preissystem. Sie müssen den Preis für Kakao akzeptieren – egal ob sie damit überleben können oder nicht.
Sandra Kwabea Sarkwah
Mitarbeiterin SEND-Ghana

Aufdecken, informieren, vernetzen, mitreden!

Seit zwanzig Jahren setzt sich die Nicht-Regierungsorganisation SEND (Social Enterprise Development Foundation of West Africa) für die Rechte von Frauen, Kleinbäuerinnen und –bauern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen ein. SEND unterstützt Kakao-Kooperativen dabei, ihre Rechte gegenüber der Politik und der Schokoladenindustrie einzufordern. Seit 2017 kooperiert INKOTA mit SEND-Ghana, um die Selbstbestimmung von Kakaobäuerinnen und -bauern zu stärken. 

Patience Olesu Adjei (EcoCare Ghana)

Jetzt spenden

So stärkt SEND-Ghana die Kakaobäuerinnen und -bauern:

  • Vernetzungstreffen ermöglichen den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, sich auszutauschen und für faire Preise zu engagieren.
  • Studien, Berechnungen und Analysen von SEND Ghana helfen, Ungerechtigkeit, Missstände und Betrug aufzudecken.
  • Auf internationalen Konferenzen und Verhandlungen zeigt SEND Ghana auf, wie hoch die Kakaopreise sein müssten, um Kinderarbeit und Armut zu begegnen.

In Ghana wird der Preis für die Kakaobohnen jedes Jahr von der staatlichen Kakaobehörde festgelegt. Er ist zudem abhängig vom Weltmarktpreis und den Prämien, die Schokoladenhersteller bereit sind zu zahlen.

Zu diesem Preis müssen die Kakaobäuerinnen und Kakaobauern verkaufen! Auch wenn er nicht einmal die Produktionskosten deckt.

Deshalb ist es so wichtig, dass die Kakaobäuerinnen und Kakaobauern gehört werden und mitverhandeln. Dafür vernetzt und informiert SEND die Bauernfamiliene. Recherhen und Studien helfen, die Produktionskosten transparent zu machen und aufzuzeigen, wie hoch der Preis mindestens sein müsste. Dabei deckt SEND auch Missstände und Betrug auf. So bewies SEND in einer Studie, dass Waagen manipuliert wurden. Daraufhin wurden 40.000 elektronische Waagen verteilt, um weiteren Betrug zu verhindern.

Bitte spenden Sie und unterstützen Sie die wichtige Arbeit von SEND Ghana!

Für faire Kakaopreise, von denen Bäuerinnen und Bauern leben können.
Für Schokolade ohne Ausbeutung und Kinderarbeit!

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Schokolade ist erst dann wirklich fair, wenn Kakaobäuerinnen und -bauern ein menschenwürdiges Leben führen können. Deshalb müssen wir den Einfluss der Kakaobauer*innen auf Politik und Schokoladenunternehmen stärken – in Ghana und weltweit. Tragen Sie dazu bei, mit Ihrer Spende!

Sie können etwas verändern

Hier können Sie für ein Projekt Ihrer Wahl oder frei spenden. Jede Spende hilft!