Statement zum staatlich festgelegten ivorischen Kakao-Preis

Weiterhin nur 1.200 FCFA/kg (1,83 EUR) für die Erntesaison 2026/27

Mirjam Hägele, Koordinatorin der Kampagne „Make Chocolate Fair!“ erklärt: „Der neue offizielle Ab-Hof-Preis in Côte d’Ivoire deckt nicht einmal die Produktionskosten der Kakaobäuerinnen und -bauern ab. Um die erhebliche Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schließen, stehen nun die Schokoladen-Unternehmen in der Pflicht. Sie müssen den niedrigen Ab-Hof-Preis mit Prämienzahlungen ausgleichen. Nur mit fairen Preisen können die Produzent*innen eine nachhaltige und widerstandsfähige Kakao-Produktion gewährleisten. 

Das derzeitige, börsenbasierte Preissystem versagt. Die Börsenpreise spiegeln die Realität in den Kakaoplantagen nicht wider. Alle Risiken tragen die Kleinbäuerinnen und -bauern, die sowieso schon am Existenzminimum leben. Es ist höchste Zeit, das Vermarktungssystem in Côte d’Ivoire unter Einbeziehung der Erzeuger- und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu reformieren.“

Hintergrund zum Kakaopreis

Côte d’Ivoire stellt mehr als 40 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion und ist damit international der größte Lieferant für den Schokoladenrohstoff.

Am 1. September 2026 hat die ivorische Regierung den staatlich festgelegten Kakaopreis für die nächste Erntesaison 2026/27 mit 1.200 FCFA pro Kilogramm (1,83 EUR) festgelegt. Eine Studie des ivorischen INKOTA-Partners Inades Formation zeigt, dass allein die Produktionskosten 2025 bei etwa 1.322 FCFA/kg (2,02 EUR) lagen.¹ Der Referenzpreis für ein existenzsicherndes Einkommen in Côte d’Ivoire liegt bei etwas mehr als 1.700 FCFA/kg (2,59 EUR).²

Der Kakao-Weltmarktpreis ist weiterhin stark volatil. Damit fehlt es sowohl der ivorischen Regierung als auch den Farmer*innen an Planungssicherheit. Der Weltmarktpreis ist stark davon abhängig, wie gut die nächste Ernte um den Jahreswechsel 2026/2027 ausfallen wird. Damit die Farmer*innen den schwankenden Preisen nicht schutzlos ausgeliefert sind, müssen die Akteure der Kakao-Lieferkette sich zu einem Mindestpreis auf existenzsicherndem Niveau verpflichten.

Das INKOTA-netzwerk setzt sich seit Jahren für existenzsichernde Preise für Kakaobäuerinnen und -bauern ein. Dabei arbeitet die Organisation eng mit Partnerorganisationen in den beiden wichtigsten Anbauländern Ghana und Côte d’Ivoire zusammen.

Gemeinsam mit Fairtrade und vielen weiteren Organisationen hat INKOTA einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gestartet. Der Minister soll sich dafür einsetzen, dass Preise unterhalb der Produktionskosten bei der Reform der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) verboten werden.

Petition „Landwirtschaft braucht Fairness“

Kontakt

Mirjam Hägele, Koordinatorin Kampagne „Make Chocolate Fair!“ bei INKOTA, haegele@inkota.de,  030 / 420 8202-52  

¹ https://www.inkota.de/presse/pressemitteilungen/kakaopreis-cote-divoire-um-60-prozent-gesenkt

² https://www.fairtrade.net/maxhavelaarfrance-fr/s-informer/actualite/nouveaux-prix-du-cacao-fairtrade.html
https://www.fairtrade.net/de-de/meta/Newsroom/News/Fairtrade-veroeffentlicht-neuen-LIRP.html

Mirjam Hägele, Koordinatorin der Kampagne „Make Chocolate Fair!“ erklärt: „Der neue offizielle Ab-Hof-Preis in Côte d’Ivoire deckt nicht einmal die Produktionskosten der Kakaobäuerinnen und -bauern ab. Um die erhebliche Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schließen, stehen nun die Schokoladen-Unternehmen in der Pflicht. Sie müssen den niedrigen Ab-Hof-Preis mit Prämienzahlungen ausgleichen. Nur mit fairen Preisen können die Produzent*innen eine nachhaltige und widerstandsfähige Kakao-Produktion gewährleisten. 

Das derzeitige, börsenbasierte Preissystem versagt. Die Börsenpreise spiegeln die Realität in den Kakaoplantagen nicht wider. Alle Risiken tragen die Kleinbäuerinnen und -bauern, die sowieso schon am Existenzminimum leben. Es ist höchste Zeit, das Vermarktungssystem in Côte d’Ivoire unter Einbeziehung der Erzeuger- und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu reformieren.“

Hintergrund zum Kakaopreis

Côte d’Ivoire stellt mehr als 40 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion und ist damit international der größte Lieferant für den Schokoladenrohstoff.

Am 1. September 2026 hat die ivorische Regierung den staatlich festgelegten Kakaopreis für die nächste Erntesaison 2026/27 mit 1.200 FCFA pro Kilogramm (1,83 EUR) festgelegt. Eine Studie des ivorischen INKOTA-Partners Inades Formation zeigt, dass allein die Produktionskosten 2025 bei etwa 1.322 FCFA/kg (2,02 EUR) lagen.¹ Der Referenzpreis für ein existenzsicherndes Einkommen in Côte d’Ivoire liegt bei etwas mehr als 1.700 FCFA/kg (2,59 EUR).²

Der Kakao-Weltmarktpreis ist weiterhin stark volatil. Damit fehlt es sowohl der ivorischen Regierung als auch den Farmer*innen an Planungssicherheit. Der Weltmarktpreis ist stark davon abhängig, wie gut die nächste Ernte um den Jahreswechsel 2026/2027 ausfallen wird. Damit die Farmer*innen den schwankenden Preisen nicht schutzlos ausgeliefert sind, müssen die Akteure der Kakao-Lieferkette sich zu einem Mindestpreis auf existenzsicherndem Niveau verpflichten.

Das INKOTA-netzwerk setzt sich seit Jahren für existenzsichernde Preise für Kakaobäuerinnen und -bauern ein. Dabei arbeitet die Organisation eng mit Partnerorganisationen in den beiden wichtigsten Anbauländern Ghana und Côte d’Ivoire zusammen.

Gemeinsam mit Fairtrade und vielen weiteren Organisationen hat INKOTA einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gestartet. Der Minister soll sich dafür einsetzen, dass Preise unterhalb der Produktionskosten bei der Reform der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) verboten werden.

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Mirjam Hägele, Koordinatorin Kampagne „Make Chocolate Fair!“ bei INKOTA, haegele@inkota.de,  030 / 420 8202-52  

¹ https://www.inkota.de/presse/pressemitteilungen/kakaopreis-cote-divoire-um-60-prozent-gesenkt

² https://www.fairtrade.net/maxhavelaarfrance-fr/s-informer/actualite/nouveaux-prix-du-cacao-fairtrade.html
https://www.fairtrade.net/de-de/meta/Newsroom/News/Fairtrade-veroeffentlicht-neuen-LIRP.html

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