Côte d'Ivoire

Faire Kakaopreise erstreiten

Wir unterstützen Kakaobauernfamilien dabei, ihre Interessen zu vertreten

Steckbrief

Projektfokus
Stärkung der Zivilgesellschaft
Zahl der Begünstigten
800.000 Kakaobauernfamilien
Spendenbedarf
1.000,00 Euro

Seit 2012 wird der Kakaosektor in der Côte d'Ivoire staatlich kontrolliert. Neben der Vermarktung legt die staatliche Behörde Conseil du Café Cacao auch die Preise fest, die die Bauern und Bäuerinnen für ihren Kakao erhalten.  Zentraler Knackpunkt: Ihre Interessen finden dabei kaum Gehör.

Fehlender Zugang zu Informationen

Und damit nicht genug: Wer aktiv an Gesprächen teilnehmen möchten, braucht Informationen. Doch Kakaobauernorganisationen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft fehlen diese oftmals. Aktuelle politische Entwicklungen in der Kakao-Lieferkette und die Hintergründe der Preissetzung sind für sie schwer zu durchschauen. Das ist ein Grund, warum sie bis jetzt keine besseren Preise und Prämien für ihren Kakao aushandeln konnten. Auch fehlen ihnen schlichtweg die Mittel, um an wichtigen Konferenzen teilnehmen zu können. Eine Vernetzung mit Organisationen aus anderen Kakao-Anbauländern und aus Ländern, in denen Schokolade gekauft und gegessen wird, fehlt darüber hinaus. Doch genau das, also der Zugang zu Informationen und zu politischen Entscheidungsträger*innen, ist entscheidend, wenn Kakaobäuer*innen einen fairen Kakaopreis, der zum Leben reicht, erstreiten wollen.

Seit 2012 wird der Kakaosektor in der Côte d'Ivoire staatlich kontrolliert. Neben der Vermarktung legt die staatliche Behörde Conseil du Café Cacao auch die Preise fest, die die Bauern und Bäuerinnen für ihren Kakao erhalten.  Zentraler Knackpunkt: Ihre Interessen finden dabei kaum Gehör.

Fehlender Zugang zu Informationen

Und damit nicht genug: Wer aktiv an Gesprächen teilnehmen möchten, braucht Informationen. Doch Kakaobauernorganisationen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft fehlen diese oftmals. Aktuelle politische Entwicklungen in der Kakao-Lieferkette und die Hintergründe der Preissetzung sind für sie schwer zu durchschauen. Das ist ein Grund, warum sie bis jetzt keine besseren Preise und Prämien für ihren Kakao aushandeln konnten. Auch fehlen ihnen schlichtweg die Mittel, um an wichtigen Konferenzen teilnehmen zu können. Eine Vernetzung mit Organisationen aus anderen Kakao-Anbauländern und aus Ländern, in denen Schokolade gekauft und gegessen wird, fehlt darüber hinaus. Doch genau das, also der Zugang zu Informationen und zu politischen Entscheidungsträger*innen, ist entscheidend, wenn Kakaobäuer*innen einen fairen Kakaopreis, der zum Leben reicht, erstreiten wollen.

40%
der globalen Kakao-Produktion kommt aus der Côte d'Ivoire
20%
des Bruttoinlandsprodukts werden im Kakaoanbau erwirtschaftet
25%
der Beschäftigten arbeiten im Kakaoanbau

Mitsprache und Beteiligung stärken

INKOTA unterstützt seit 2019 die Organisation INADES-Formation. Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, die "Plateforme de la Société Civile et des Organisations de Producteurs pour la défense des droits de producteurs de cacao en Côte d'Ivoire", eine zivilgesellschaftliche Plattform von NROs und Kakaobäuer*innen, zu gründen. Gemeinsam helfen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kakao-Produzent*innen in der Côte d'Ivoire dabei:

  • gemeinsame Positionen und Strategien in einer neu gegründeten zivilgesellschaftlichen Plattform zu entwickeln
  • sich mit Organisationen in anderen Ländern zu vernetzten
  • ihr Wissen zu wichtigen politischen Themen im globalen Kakaosektor zu verbessern
  • ihre Verhandlungsfähigkeit durch Schulungen zu stärken
  • ihre Interessen gegenüber der Regierung und den Kakao- und Schokoladenunternehmen zu vertreten
  • auf globaler Ebene für ihre Anliegen zu streiten

Als Netzwerk von panafrikanischen Vereinigungen setzt sich die INKOTA-Partnerorganisation Inades Formation seit 1962 für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung in Afrika ein. In der Elfenbeinküste engagiert sich Inades Formation im Verbund mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, insbesondere für Menschen im ländlichen Raum.

Hunger und Armut sind die Folge von ungleichen Machtstrukturen und ungelösten Verteilungsfragen. Um die strukturellen Herausforderungen des Kakaosektors zu lösen, müssen die Stimmen von Kakaobäuer*innen im politischen Dialog gehört werden. Genau hier setzen wir mit unseren Partnern von Inades Formation an: Wir unterstützen sie dabei, mitzuentscheiden, wenn es um ihr Leben geht.
Juliane Bing
Projektreferent

Vernetzung mit Partnern in Ghana und Europa

Wie wichtig und wirksam die Vernetzung und Schulung von Kakaobäuer*innen ist, hat INKOTA bereits in Ghana erfahren – nach der Côte d'Ivoire das zweitwichtigste Anbauland für Kakao. Hier haben wir zusammen mit SEND-Ghana dazu beigetragen, eine zivilgesellschaftliche Plattform von Kakaobäuer*innen aufzubauen, die Ghana Civil-Society Cocoa Platform (GCCP). Sie mischt sich mittlerweile regelmäßig in politische Debatten rund um den Kakaoanbau ein und bringt wichtige Probleme aus Sicht der Bauern und Bäuerinnen auf die Agenda.

Außerdem konsultiert auch INKOTA die Mitglieder der GCCP zu aktuellen Themen, damit wir hier in Deutschland die Stimme der Kakaobauern und –bäuerinnen im Rahmen unserer Kampagnen-Arbeit von Make Chocolate Fair!, zum Lieferkettengesetz oder in den Dialog mit deutschen Schokoladenunternehmen einbringen können. In Zukunft wollen wir das auch mit den Organisationen in der Côte d'Ivoire machen und sie zum Beispiel bei der Erstellung des nächsten Kakao-Barometers einbeziehen. Um aus den Erfahrungen in Ghana zu lernen, fördert INKOTA den Austausch zwischen den beiden Ländern. So nehmen Vertreter*innen der ghanaischen Civil Society Cocoa Platform auch an Konsultationsworkshops in der Elfenbeinküste teil. Ein wichtiger Schritt zu einer globalvernetzten Zivilgesellschaft im Kakaosektor.

Stärken Sie die Vernetzung und damit auch die Selbstbestimmung von Kakaobäuerinnen und -bauern mit Ihrer Spende.

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