Côte d'Ivoire

Faire Preise und Mitsprache von Kakaoproduzent*innen erstreiten

Gemeinsam Nachhaltigkeit und Transparenz im ivorischen Kakaosektor erreichen

Kakaoproduktion, Côte d'Ivoire, 2022

Kakaoproduktion in Côte d'Ivoire, 2022

Steckbrief

Projektfokus
Stärkung der Zivilgesellschaft
Zahl der Begünstigten
1 Million Kakaobauern- und bäuerinnen und ihre Familien
Spendenbedarf
10.000,00 Euro

INKOTA setzt sich mit vier weiteren europäischen und ivorischen Partnern für mehr Mitsprache von Kakaobäuer*innen im politischen Dialog, faire Kakaopreise sowie mehr Nachhaltigkeit und Transparenz im ivorischen Kakaosektor ein.
Seit 2012 wird der Kakaosektor in Côte d'Ivoire staatlich kontrolliert. Neben der Vermarktung legt die staatliche Behörde Conseil du Café Cacao (CCC) auch die Preise fest, welche die Bauern und Bäuerinnen für ihren Kakao erhalten.  Zentraler Knackpunkt: Ihre Interessen finden kaum Gehör. An der prekären Lebenssituation von Kakaobäuerinnen und -bauern ändert sich seit Jahrzehnten kaum etwas, denn sie erhalten weiterhin keinen fairen Preis für ihren mühsam angebauten Kakao.

INKOTA setzt sich mit vier weiteren europäischen und ivorischen Partnern für mehr Mitsprache von Kakaobäuer*innen im politischen Dialog, faire Kakaopreise sowie mehr Nachhaltigkeit und Transparenz im ivorischen Kakaosektor ein.
Seit 2012 wird der Kakaosektor in Côte d'Ivoire staatlich kontrolliert. Neben der Vermarktung legt die staatliche Behörde Conseil du Café Cacao (CCC) auch die Preise fest, welche die Bauern und Bäuerinnen für ihren Kakao erhalten.  Zentraler Knackpunkt: Ihre Interessen finden kaum Gehör. An der prekären Lebenssituation von Kakaobäuerinnen und -bauern ändert sich seit Jahrzehnten kaum etwas, denn sie erhalten weiterhin keinen fairen Preis für ihren mühsam angebauten Kakao.

Für mehr Mitsprache von Kakaobäuerinnen und vor allem ihre Einbindung in die Prozesse der Preisbildung braucht es eine starke Zivilgesellschaft und einen guten Austausch zwischen NROs und Kooperativen. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern konzentrieren wir uns deswegen darauf, zivilgesellschaftliche Strukturen und Kooperativen zu stärken und ihre Kapazitäten auszubauen.

Mitsprache und Beteiligung der Kakaobäuer*innen in  Côte d‘Ivoire stärken

Die Kakaobauern sind für die Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette das unerlässlichste und dennoch das schwächste Glied. Ihre Einbeziehung in den Dialog ist von entscheidender Bedeutung, damit sie die Akteure der von ihnen gewünschten Veränderungen sind.“
Pauline Zéi
Direktorin von Inades-Formation

INKOTA hat gemeinsam mit der Organisation Inades Formation dazu beigetragen, 2020 die „Plateforme Ivoirienne pour le Cacao Durable“ (PICD) eine zivilgesellschaftliche Plattform von NROs und Kakaobäuer*innen, zu gründen. Im Rahmen der aktuellen Förderung durch die Europäische Union arbeiten wir mit unseren Projektpartnern daran, die noch junge Plattform zu professionalisieren und die Kapazitäten ihrer Mitglieder zu stärken. Hierfür unterstützen wir unsere ivorischen Partner darin, Produzent*innen und Mitarbeitende von Kooperativen zu schulen und Beratungsangebote zu schaffen. Gemeinsames Ziel ist es zudem, einen regelmäßigen Dialog mit dem CCC zu etablieren, um mehr Mitsprache der Produzent*innen bei der Preisbildung und den Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau zu erwirken.

Mit unseren Partnern unterstützen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kakao-Produzent*innen in Côte d'Ivoire konkret dabei:

  • gemeinsame Positionen und Strategien in einer noch jungen zivilgesellschaftlichen Plattform zu entwickeln
  • sich mit Organisationen in anderen Ländern zu vernetzen
  • ihre Verhandlungsfähigkeit zu stärken
  • ihre Interessen gegenüber der Regierung und den Kakao- und Schokoladenunternehmen zu vertreten
  • auf globaler Ebene für ihre Anliegen zu streiten

Mit unseren Partnern unterstützen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kakao-Produzent*innen in Côte d'Ivoire konkret dabei:

  • gemeinsame Positionen und Strategien in einer noch jungen zivilgesellschaftlichen Plattform zu entwickeln
  • sich mit Organisationen in anderen Ländern zu vernetzen
  • ihre Verhandlungsfähigkeit zu stärken
  • ihre Interessen gegenüber der Regierung und den Kakao- und Schokoladenunternehmen zu vertreten
  • auf globaler Ebene für ihre Anliegen zu streiten

Gemeinsame Forderungen in Côte d’Ivoire und Europa voranbringen  

Die enge Zusammenarbeit von Organisationen in Anbauländern und Konsumentenländern im Projektkonsortium ermöglicht es uns, von beiden Seiten der Wertschöpfungskette bestehende Herausforderungen zu bearbeiten. Gemeinsam machen wir ivorische und europäische Entscheidungsträger und Unternehmen auf unsere Forderungen für eine nachhaltige Kakaoproduktion aufmerksam. Hierfür entwickeln wir gemeinsame Strategien und koordinieren unsere politische Arbeit.

Wir fordern:

  • Existenzsichernde Preise und menschenwürdige Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau
  • Stopp des Einsatzes von gesundheits- und umweltschädlichen Pestiziden, die in der EU bereits verboten sind
  • Effektiven Schutz der Wälder
  • Transparenz und vollständige Nachverfolgbarkeit von Kakao
40%
der globalen Kakao-Produktion kommt aus der Côte d'Ivoire
20%
des Bruttoinlandsprodukts werden im Kakaoanbau erwirtschaftet
25%
der Beschäftigten arbeiten im Kakaoanbau

Neue Lieferkettengesetze kritisch begleiten

Die Stärken der Vernetzung und Zusammenarbeit zeigten sich im vergangenen Jahr besonders in den Verhandlungen zur EU Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten. Im komplexen EU Gesetzgebungsprozess arbeiteten europäische NROs wie INKOTA und Fern eng mit der PICD zusammen – so finden Positionen im Interesse der ivorischen Kakaobäuer*innen auch in Brüssel Gehör.

Auch bei der kritischen Begleitung der noch jungen Lieferkettengesetze, die sowohl in mehreren europäischen Ländern verabschiedet wurden als auch beim kommenden EU-Lieferkettengesetzes, kommt es auf eine starke grenzübergreifende zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit an: Damit diese Gesetze tatsächlich ihre Wirkung entfalten, braucht es starke zivilgesellschaftliche Beobachter am Anfang der Lieferketten. Sie müssen  die Rechtslage kennen und die Kapazitäten haben, um Unternehmen und Regierungen in die Pflicht zu nehmen. Hierfür setzen wir mit unseren Partnern auf eine verstärkte unabhängige zivilgesellschaftliche Beobachtung des Kakaosektors, regelmäßige Berichterstattung und einen engen Wissensaustausch.

Unser Ziel ist es, die Durchsetzung der Gesetze und Regularien zu stärken und auf eine Verschärfung der Vorschriften zu drängen, um blinde Flecken in der Gesetzgebung zu beseitigen und die Transparenz für eine nachhaltigere Branche in Côte d'Ivoire zu fördern, die den Gemeinden und der Biodiversität zugutekommt.“
Bakary Traoré
Geschaftsführer von IDEF

Aufbau eines unabhängigen Beobachtungsportals für einen nachhaltigen ivorischen Kakaosektor

Ivorische NGOs übernehmen in der Beobachtung des Kakaosektors und bestehender Missstände etwa bei den Themen Kinderarbeit oder Abholzung bereits eine wichtige Rolle. Um die verschiedenen Beobachtungsmissionen im Kakaosektor zu bündeln und besser zu koordinieren, unterstützt INKOTA die ivorischen Partner im Aufbau einer öffentlichen Plattform für den Kakaosektor, auf der Monitoringberichte hochgeladen werden.

INKOTA konsultiert die Mitglieder der ivorischen Plattform regelmäßig zu aktuellen Themen. So können wir hier in Deutschland die Stimme der Kakaobäuer*innen einbringen , zum Beispiel im Rahmen unserer Kampagnen-Arbeit von Make Chocolate Fair!, zum Lieferkettengesetz oder im Dialog mit deutschen Schokoladenunternehmen. Auch auf internationaler Ebene bringen unsere Partner ihre Perspektiven mit ein. So arbeitete Inades Formation beispielsweise an der Erstellung des Kakaobarometers 2022 mit. Ein wichtiger Schritt zu einer global vernetzten Zivilgesellschaft im Kakaosektor.

 

Stärken Sie die Vernetzung und damit auch die Selbstbestimmung von Kakaobäuer*innen mit Ihrer Spende!

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Im Rahmen des aktuellen Projekts organisiert INKOTA die Reise einiger ivorischer zivilgesellschaftlicher Vertreter*innen nach Brüssel, um einen direkten Austausch mit europäischen Entscheidungsträger*innen zu ermöglichen. Dieser Zugang zu Politiker*innen, ist für Kakaoproduzent*innen entscheidend, um faire Kakaopreise und eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu erstreiten. Europäischen Gesprächspartner wiederum sind auf die Expertise unserer Partner angewiesen,  informierte Entscheidungen treffen zu können.

Ein neues zivilgesellschaftliches Bündnis für einen nachhaltigen ivorischen Kakaosektor

INKOTA arbeitet in den nächsten drei Jahren in einem neuen von der EU geförderten Projekt mit Inades Formation, sowie zwei neuen ivorischen Partnerorganisationen – Initiatives pour le Développement communautaire et la conservation de la Forêt (IDEF) und Solidaridad West Africa -sowie der Brüsseler NRO Fern zusammen.

Im Rahmen ihrer „Sustainable Cocoa Initiative“ verstärkt die EU aktuell ihre Bemühungen für einen nachhaltigeren Kakaosektor. Zivilgesellschaftliche Organisationen spielen in dieser Initiative eine wichtige Rolle – um weiterhin auf Politik und Wirtschaft Druck auszuüben, damit sich die strukturellen Bedingungen im Kakaosektor zu Gunsten der Kakaoproduzent*innen ändern.

 

Unsere Projektpartner

Als Netzwerk von panafrikanischen Vereinigungen setzt sich Inades Formation seit 1962 für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung in Afrika ein. In Côte d’Ivoire engagiert sich Inades Formation im Verbund mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, insbesondere für Menschen im ländlichen Raum. INKOTA arbeitet seit 2019 mit Inades Formation zusammen.

Als Netzwerk von panafrikanischen Vereinigungen setzt sich Inades Formation seit 1962 für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung in Afrika ein. In Côte d’Ivoire engagiert sich Inades Formation im Verbund mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, insbesondere für Menschen im ländlichen Raum. INKOTA arbeitet seit 2019 mit Inades Formation zusammen.

Die ivorische Organisation IDEF bringt vor allem Expertise in den Bereichen unabhängige Beobachtung, Entwaldung, Rückverfolgbarkeit und Transparenz im Holzsektor in das Konsortium ein. Diese haben sie durch intensive Arbeit mit Kakaobauerngemeinschaften, die in der Nähe von geschützten Wäldern leben, und durch eine Reihe von unabhängigen Überwachungsmissionen erworben.

Die ivorische Organisation IDEF bringt vor allem Expertise in den Bereichen unabhängige Beobachtung, Entwaldung, Rückverfolgbarkeit und Transparenz im Holzsektor in das Konsortium ein. Diese haben sie durch intensive Arbeit mit Kakaobauerngemeinschaften, die in der Nähe von geschützten Wäldern leben, und durch eine Reihe von unabhängigen Überwachungsmissionen erworben.

Solidaridad West Africa (SWA) verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der engen Zusammenarbeit mit Bauernorganisationen zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten und war an der Umsetzung von Systemen zur Beobachtung und Bekämpfung von Kinderarbeit beteiligt. Dies hat ihnen wertvolle Kenntnisse vermittelt, die für das Verständnis der aktuellen Herausforderungen von Produzent*innen, sowie der Herausforderungen bei der Bekämpfung von Kinderarbeit von entscheidender Bedeutung sind.

Solidaridad West Africa (SWA) verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der engen Zusammenarbeit mit Bauernorganisationen zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten und war an der Umsetzung von Systemen zur Beobachtung und Bekämpfung von Kinderarbeit beteiligt. Dies hat ihnen wertvolle Kenntnisse vermittelt, die für das Verständnis der aktuellen Herausforderungen von Produzent*innen, sowie der Herausforderungen bei der Bekämpfung von Kinderarbeit von entscheidender Bedeutung sind.

Die in Brüssel ansässige Organisation FERN macht sich seit 1995 für den Schutz der Wälder stark und trägt das Thema insbesondere an die entsprechenden Entscheidungsträger der EU heran. FERN trägt somit nicht nur fachliche Expertise zum Thema Entwaldung bei, sondern auch viel Erfahrung in der Kampagnen- und Advocacy-Arbeit im Herz der EU.

Die in Brüssel ansässige Organisation FERN macht sich seit 1995 für den Schutz der Wälder stark und trägt das Thema insbesondere an die entsprechenden Entscheidungsträger der EU heran. FERN trägt somit nicht nur fachliche Expertise zum Thema Entwaldung bei, sondern auch viel Erfahrung in der Kampagnen- und Advocacy-Arbeit im Herz der EU.

Diese Seite wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union erstellt. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und spiegelt keinesfalls die Ansichten der Europäischen Union wieder.

Diese Seite wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union erstellt. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und spiegelt keinesfalls die Ansichten der Europäischen Union wieder.

Pauline Zéi, Direktorin der ivorischen NGO INADES-Formation bei einer Veranstaltung von INKOTA
Hände halten ein Notizbuch

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