So kann Ihre Spende verwendet werden:

30 Euro: Kakaopflanzen für einen Kleinbauern oder eine Kleinbäuerin, um sich durch Verkauf oder Weiterverarbeitung der Bohnen ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

90 Euro: Juccapalmen-Setzlinge für 100 Meter Schutzhecke - schützt die Felder und verhindert Bodenerosion.

185 Euro: Materialkosten für drei Meter Schutzdamm - fängt Schlammlawinen ab und schützt die Felder.

Spendenkonto

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Kleinbauern gehen alternative Wege

Mit Kakao-Anbau und einer neuen Organisation dem Klimawandel und der Armut trotzen

Kleinbauer Adán Parada (links) und Projektleiter Guillermo Rivera begutachten die Ernte

Adán Parada hat zwar keine Schule besucht – mit der Landwirtschaft in seiner Region kennt er sich aber besser aus als so mancher Wissenschaftler. Er weiß, was es heißt, den Klimawandel zu spüren. „Bis vor einigen Jahren waren Dürren und Starkregen bei uns relativ selten. Jetzt gehen den Menschen immer häufiger die Ernten verloren.” Das Schlimmste daran ist: Die Ernte zu verlieren bedeutet in den meisten Fällen auch, nichts mehr zum Essen für sich und die eigene Familie zu haben.

Dem Klimawandel trotzen

El Salvador gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. 2014 und 2015 kam es gleich in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu schweren Dürren, die Menschen verloren den Großteil ihrer Mais- und Bohnenernte.

Auch für Adán Parada, Chef der Kooperative Brisas Libertarias, und die anderen Mitglieder der Kooperative sind die Folgen des Klimawandels äußerst real und eine konkrete Bedrohung für ihr Überleben. „Der Klimawandel hat für uns längst begonnen. Es vergeht kaum noch ein Jahr, in dem wir nicht mit seinen Folgen zu kämpfen hätten.

Die Kooperative befindet sich an den Abhängen des Vulkans von San Miguel (Chaparrastique). Bei Starkregen fließen Sturzbäche den Vulkan hinab. Die Wassermassen haben tiefe, mehrere Meter breite Furchen in die Hänge geschnitten – mitten hindurch durch die Felder der Bäuerinnen und Bauern. Ein großes Problem für die Menschen, doch kein Grund aufzugeben, findet auch Adán Parada: „Mit quer zum Hang laufenden Gräben und mit Dämmen verringern wir den Wasserabfluss. Das vermindert Bodenerosion und sorgt für einen höheren Grundwasserspiegel. Die zusätzliche Feuchtigkeit lässt die Pflanzen besser wachsen.“

In dem neuen Projekt kämpft Oikos gegen die Folgen des Klimawandels an. Doch es geht um viel mehr. Die Menschen in elf Gemeinden am Vulkan von San Miguel sollen nicht nur überleben, sie sollen auch besser leben als bisher. Dafür werden sie unter anderem beim Anbau von Obst und Gemüse und bei der Kommerzialisierung der eigenen Produktion unterstützt.

Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns bei allen, die für dieses Projekt gespendet haben. Alle Spenden, die weiterhin für Oikos geleistet werden, nutzen wir für das Folgeprojekt von Oikos in der Region, das voraussichtlich im Sommer 2019 startet.

Sie können auch andere Projekte unserer Partnerorganisationen unterstützen oder ohne Zweckbindung spenden, so dass INKOTA das Geld dort einsetzen kann, wo es gerade am dringendsten benötigt wird:

Übersicht Projektländer und Projekte

Ohne Zweckbindung spenden

Eindrücke aus El Salvador

Lesen Sie die Artikel, die INKOTA-Projektreferent Michael Krämer nach seinem letzten Besuch im Oikos-Projekt verfasst hat. Sie sind für die Spendenaktion „Teilen macht satt!” im Rahmen der nd-Soliaktion entstanden, die INKOTA zusammen mit der Tageszeitung Neues Deutschland und den Oragnisationen SODI und wfd seit vielen Jahren zwischen November und Februar umsetzt:

Den Vulkan zähmen (PDF, 405 KB)

Niemals aufgeben! (PDF, 521 KB)

Im gewalttätigsten Land der Welt (PDF, 245 KB)

Der Kakao kommt zurück an den Vulkan (PDF, 672 KB)

Froh, wenn es harte Arbeit gibt (PDF, 355 KB)

Wenn die Hoffnung zurückkehrt (PDF, 633 KB)

25 Jahre Kriegsende in El Salvador (PDF, 249 KB)

Die Stimmen der Frauen (PDF, 669 KB)

Entwicklung kommt aus Gemeinden selbst (PDF, 601 KB)

VIDEO: nd-Interview mit Michael Krämer zum Oikos-Projekt

Kakao-Anbau als Einkommensquelle

Aber auch die Suche nach Produktionsalternativen hat begonnen. Von einer Pflanze erwartet Projektleiter Guillermo Rivera ganz besonders viel: Kakao. Ursprünglich in Zentralamerika beheimatet, wurde Kakao im 19. Jahrhundert fast völlig vom Kaffee verdrängt. Nachdem der Kaffeerost vor einigen Jahren einen Großteil der Kaffeepflanzungen zerstört hat, kam es zu einer Rückbesinnung auf Kakao, dessen Bohnen in Mittelamerika einst sogar als Zahlungsmittel genutzt wurden.

Nicht in großen Plantagen, sondern in Agroforstsystemen soll der Kakao angebaut werden und so einen zusätzlichen Beitrag zur Verbesserung der Ökologie am Vulkan San Miguel leisten. „Die Menschen sollen zusätzlich Kakao anbauen, auch um ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Aber eben nur zusätzlich. Mais, Bohnen, Obst und Gemüse sollen auch weiterhin die Ernährungssicherheit der Menschen gewährleisten“, erklärt Guillermo Rivera die Strategie von Oikos.

Eine ganz neue Organisation

Die Nichtregierungsorganisation Oikos ist bereits seit vielen Jahren am Vulkan von San Miguel aktiv. Sehr eng arbeitet sie mit den Gemeinderäten und anderen organisierten Gruppen zusammen. Zu ihren Grundsätzen gehört, neue Ideen und Projekte stets mit den Menschen in den Gemeinden und ihren Organisationen gemeinsam zu erarbeiten.

In dem neuen Projekt mit INKOTA geht Oikos aber noch einen Schritt weiter: Der Aufbau einer interkommunalen Gemeindeorganisation soll die Menschen aus den elf Projektgemeinden in die Lage versetzen, selbst Entwicklungsprojekte zu erarbeiten und für diese zum Beispiel bei staatlichen Stellen Lobbyarbeit zu machen. So sollen die Menschen unabhängiger von Hilfe von außen werden und mehr als bisher noch ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen können.

„Oikos zählt zu den erfahrensten Organisationen El Salvadors bei der Bewältigung von Folgen des Klimawandels. Ihre Ideen sind so überzeugend, dass andere Organisationen sie inzwischen kopieren. Beispielsweise den Bau von Gräben oder die Anpflanzung der Hecken zur Verhinderung von Bodenerosion. Unsere Projektpartnerinnen und -partner haben uns berichtet, dass sich dadurch bei Dürre die Feuchtigkeit 14 Tage länger in den Böden hält. Solche Erfolge beeindrucken mich immer wieder.” - Michael Krämer, INKOTA-Projektreferent

Hütte einer Familie in San Rafael Oriente
Steindamm bremst Wassermassen
Infiltrationsgruben verbessern die Wasserversorgung
Schön und gefährlich: Der Vulkan Chaparrastique
Gräben zum Schutz vor Bodenerosion
Mannshohe Furchen durchschneiden das Ackerland

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken.

TitelUmweltschutz, Produktion und Organisationsförderung am Vulkan von San Miguel
Ort11 Gemeinden in 5 Landkreisen
PartnerorganisationOIKOS
LaufzeitMai 2016 bis April 2019
Kosten274.472 Euro
Spendenbedarf (gesamt)
31.611 Euro
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