Ernährung sichern, Umwelt bewahren
Wie sich drei Organisationen in El Salvador für das Recht auf angemessene Nahrung und das Recht auf eine saubere Umwelt einsetzen.
Gemeinsam mehr erreichen: Frauen forsten auf und schützen so die Wasserquellen ihrer Gemeinden. Bild: Menly Gonzalez
Steckbrief
In El Salvador geraten Wälder, Wasser und Böden immer stärker unter Druck. Monokulturen und Abholzung zerstören wertvolle Ökosysteme und die Klimakrise verschärft die Lage zusätzlich. Durch das Wetterphänomen El Niño erlebt Zentralamerika derzeit die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Bei Temperaturen von bis zu 42 Grad drohen in einigen Regionen Ernteausfälle von bis zu 80 Prozent bei den Grundnahrungsmitteln Mais und Bohnen. Mehr als 10 Millionen Menschen sind betroffen, die Folge ist eine akute Hungerkrise.
Die Leidtragenden sind vor allem kleinbäuerliche Familien auf dem Land, deren Lebensgrundlage zunehmend bedroht ist. Viele Familien in El Salvador sind von Armut betroffen und erhalten kaum oder gar keine staatliche Unterstützung. Zwei grundlegende Menschenrechte sind dadurch nicht ausreichend gewährleistet: das Recht auf angemessene und gesunde Nahrung und das Recht auf eine saubere Umwelt.
Neue Perspektiven mit Agrarökologie
Doch die Menschen nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand. In den Regionen Cabañas, Chalatenango und Cuscatlán begleiten drei INKOTA-Partnerorganisationen (ADES, CCR, CFDL) sie dabei, mit agrarökologischen Anbaumethoden neue Wege zu gehen. In agrarökologischen Schulen lernen Frauen und ihre Familien, wie sie Obst und Gemüse nachhaltig anbauen können. Sie erfahren dabei unter anderem, wie sie Kunstdünger und giftige Pestizide, die das Trinkwasser verschmutzen, durch organischen Dünger und umweltverträgliche Bio-Pestizide ersetzen können. Auf kleinen Flächen bauen sie Tomaten, Gurken, Paprika, Chilli, Kürbis und Radieschen an und tragen so zu einer besseren Ernährung ihrer Familien bei. Einen Teil der Ernte können die Frauen in der Nachbarschaft oder auf lokalen Märkten verkaufen und so ein Einkommen erzielen. Darüber hinaus pflanzen sie Obstbäume, die ökologisch wertvoll sind und den Speiseplan zusätzlich bereichern. Weil die Früchte zu unterschiedlichen Zeiten reifen, steht den Familien fast das ganze Jahr über frisches Obst und damit eine wichtige Vitaminquelle zur Verfügung.
In El Salvador geraten Wälder, Wasser und Böden immer stärker unter Druck. Monokulturen und Abholzung zerstören wertvolle Ökosysteme und die Klimakrise verschärft die Lage zusätzlich. Durch das Wetterphänomen El Niño erlebt Zentralamerika derzeit die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Bei Temperaturen von bis zu 42 Grad drohen in einigen Regionen Ernteausfälle von bis zu 80 Prozent bei den Grundnahrungsmitteln Mais und Bohnen. Mehr als 10 Millionen Menschen sind betroffen, die Folge ist eine akute Hungerkrise.
Die Leidtragenden sind vor allem kleinbäuerliche Familien auf dem Land, deren Lebensgrundlage zunehmend bedroht ist. Viele Familien in El Salvador sind von Armut betroffen und erhalten kaum oder gar keine staatliche Unterstützung. Zwei grundlegende Menschenrechte sind dadurch nicht ausreichend gewährleistet: das Recht auf angemessene und gesunde Nahrung und das Recht auf eine saubere Umwelt.
Neue Perspektiven mit Agrarökologie
Doch die Menschen nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand. In den Regionen Cabañas, Chalatenango und Cuscatlán begleiten drei INKOTA-Partnerorganisationen (ADES, CCR, CFDL) sie dabei, mit agrarökologischen Anbaumethoden neue Wege zu gehen. In agrarökologischen Schulen lernen Frauen und ihre Familien, wie sie Obst und Gemüse nachhaltig anbauen können. Sie erfahren dabei unter anderem, wie sie Kunstdünger und giftige Pestizide, die das Trinkwasser verschmutzen, durch organischen Dünger und umweltverträgliche Bio-Pestizide ersetzen können. Auf kleinen Flächen bauen sie Tomaten, Gurken, Paprika, Chilli, Kürbis und Radieschen an und tragen so zu einer besseren Ernährung ihrer Familien bei. Einen Teil der Ernte können die Frauen in der Nachbarschaft oder auf lokalen Märkten verkaufen und so ein Einkommen erzielen. Darüber hinaus pflanzen sie Obstbäume, die ökologisch wertvoll sind und den Speiseplan zusätzlich bereichern. Weil die Früchte zu unterschiedlichen Zeiten reifen, steht den Familien fast das ganze Jahr über frisches Obst und damit eine wichtige Vitaminquelle zur Verfügung.
Spenden Sie für eine lebenswerte Zukunft in El Salvador
Umweltkomitees für eine lebenswerte Zukunft
Gemeinsam mit den Menschen vor Ort forsten unsere Partnerorganisationen Quellgebiete wieder auf, aus denen die Gemeinden ihr Trinkwasser beziehen. Die Bäume halten das Wasser sauber und sorgen dafür, dass die Quellen nicht versiegen. Damit die Menschen ihre Umwelt selbst wirksam schützen können, fördert das Projekt die Gründung von Umweltkomitees. Diese engagieren sich unter anderem für die Anpassung an die Klimakrise, etwa mit wassersparenden Bewässerungssystemen für den Gemüseanbau. So wird jeder Tropfen sinnvoll genutzt, auch wenn der Regen ausbleibt.
In den Komitees spielen Frauen eine zentrale Rolle. Sie tragen meist die Verantwortung für die Versorgung ihrer Familien, sind an Entscheidungen in den Gemeinden jedoch kaum beteiligt. Das Projekt stärkt und schult sie deshalb gezielt, damit sie selbstbewusst mitreden und mitentscheiden können.
Frauen stärken, Gemeinschaft schaffen
Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in El Salvador weit verbreitet. Sie wurzelt in patriarchalen Machtverhältnissen, die Frauen auch aus dem öffentlichen Leben ihrer Gemeinden drängen. Deshalb bietet CCR Frauen in Chalatenango einen geschützten Raum. In Kursen, die eine erfahrene Psychologin begleitet, sprechen die Teilnehmerinnen über über das, was sie erlebt haben, geben einander Halt und erleben schwesterliche Solidarität. Aus dem gemeinsamen Austausch erwächst Stärke. Die Frauen knüpfen Netzwerke, die über die Kurse hinaus tragen und gestalten das Leben in ihren Gemeinden aktiv mit.
Gemeinsam gegen Gewalt und Diskriminierung! Bild: Michael Krämer
Mit Ihrer Spende wachsen Bäume, gesunde Ernten und starke Gemeinschaften. So können Familien in El Salvador selbstbestimmt für sich und ihre Kinder sorgen.