Kakaopreis in Côte d’Ivoire um 60 Prozent gesenkt

INKOTA warnt vor weiterer Verarmung der Produzent*innen

Berlin, 10. März 2026. Die ivorische Regierung hat den staatlich festgelegten Preis für Kakao drastisch gesenkt. Wie das Landwirtschaftsministerium am 4. März 2026 bekannt gab, fällt der Preis um 57 Prozent auf 1200 CFA (umgerechnet 1,80 Euro) pro Kilogramm. Damit liegt der neue Preis deutlich unter den Produktionskosten und verschärft die ohnehin schwierige Lage von Kakaobäuerinnen und -bauern im weltweit größten Kakaoanbauland.

Die Krise trifft uns hart. Wir Kakaoproduzent*innen sind verzweifelt und verunsichert. Einige verkaufen zum neuen Preis, um wenigstens etwas Geld zu bekommen. Andere wollen ihre Vorräte nicht verkaufen und fordern von den Kooperativen, dass sie den alten Preis für die alten Vorräte aushandeln. Aber die Kooperativen können nichts tun.“, erklärt Patricia Kbangba, Kakaoproduzentin und Kooperativenleiterin der Kooperative CATZ COOP.

Eine Studie des INKOTA-Partners Inades Formation zeigt, dass die Produktionskosten aktuell bei etwa 1322 CFA pro Kilogramm Kakao liegen. Die drastische Preissenkung auf 1200 CFA bedeutet somit, dass viele Produzent*innnen ihren Kakao mit Verlust verkaufen müssen und weiter in die Armut gedrängt werden.

Kakaoproduzent*innen tragen in der Lieferkette das größte Risiko: Sie sind Preisschwankungen schutzlos ausgeliefert, während große Schokoladenunternehmen Gewinne einfahren. Wer profitiert, muss Verantwortung für die Menschen in der eigenen Lieferkette übernehmen. Jedes Unternehmen muss sicherstellen, dass existenzsichernde Preise an die Kakaobauern bezahlt werden. Nur so lässt sich Ausbeutung und Armut beenden.“, erklärt Evelyn Bahn, Kakaoexpertin vom INKOTA-netzwerk.

Hintergrund der Entscheidung der ivorischen Regierung ist der stark gefallene Weltmarktpreis für Kakao. Seit November 2025 ist der Preis von rund 7000 US-Dollar pro Tonne auf etwa 3263 US-Dollar im März 2026 gesunken. In der Folge zögerten viele Unternehmen beim Ankauf von Kakao in der Erwartung weiter sinkender Preise. Kakaobäuerinnen und –bauern mussten ihren Kakao unterhalb des staatlich garantierten Preises verkaufen oder blieben ganz auf ihm sitzen.

Das INKOTA-netzwerk setzt sich seit Jahren für existenzsichernde Preise für Kakaobäuerinnen und -bauern ein. Gemeinsam mit Fairtrade und vielen weiteren Organisationen hat INKOTA einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gestartet. Der Minister soll sich dafür einzusetzen, dass Preise oberhalb von Produktionskosten in der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) verankert werden gestartet. Dabei arbeitet die Organisation eng mit Partnerorganisationen in den beiden wichtigsten Anbauländern Ghana und Côte d’Ivoire zusammen.

Weitere Informationen

Vorläufige Version der Studie (französisch)

Kurze Zusammenfassung der Studie (deutsch)

Kontakt

Evelyn Bahn, Referentin Wirtschaft und Menschenrechte, Nachhaltiger Kakao, bahn@inkota.de030 / 420 8202-55

Katharina Wietler, Projektkoordinatorin Ghana und Côte d’Ivoire, wietler@inkota.de, 030 / 420 8202-51

Berlin, 10. März 2026. Die ivorische Regierung hat den staatlich festgelegten Preis für Kakao drastisch gesenkt. Wie das Landwirtschaftsministerium am 4. März 2026 bekannt gab, fällt der Preis um 57 Prozent auf 1200 CFA (umgerechnet 1,80 Euro) pro Kilogramm. Damit liegt der neue Preis deutlich unter den Produktionskosten und verschärft die ohnehin schwierige Lage von Kakaobäuerinnen und -bauern im weltweit größten Kakaoanbauland.

Die Krise trifft uns hart. Wir Kakaoproduzent*innen sind verzweifelt und verunsichert. Einige verkaufen zum neuen Preis, um wenigstens etwas Geld zu bekommen. Andere wollen ihre Vorräte nicht verkaufen und fordern von den Kooperativen, dass sie den alten Preis für die alten Vorräte aushandeln. Aber die Kooperativen können nichts tun.“, erklärt Patricia Kbangba, Kakaoproduzentin und Kooperativenleiterin der Kooperative CATZ COOP.

Eine Studie des INKOTA-Partners Inades Formation zeigt, dass die Produktionskosten aktuell bei etwa 1322 CFA pro Kilogramm Kakao liegen. Die drastische Preissenkung auf 1200 CFA bedeutet somit, dass viele Produzent*innnen ihren Kakao mit Verlust verkaufen müssen und weiter in die Armut gedrängt werden.

Kakaoproduzent*innen tragen in der Lieferkette das größte Risiko: Sie sind Preisschwankungen schutzlos ausgeliefert, während große Schokoladenunternehmen Gewinne einfahren. Wer profitiert, muss Verantwortung für die Menschen in der eigenen Lieferkette übernehmen. Jedes Unternehmen muss sicherstellen, dass existenzsichernde Preise an die Kakaobauern bezahlt werden. Nur so lässt sich Ausbeutung und Armut beenden.“, erklärt Evelyn Bahn, Kakaoexpertin vom INKOTA-netzwerk.

Hintergrund der Entscheidung der ivorischen Regierung ist der stark gefallene Weltmarktpreis für Kakao. Seit November 2025 ist der Preis von rund 7000 US-Dollar pro Tonne auf etwa 3263 US-Dollar im März 2026 gesunken. In der Folge zögerten viele Unternehmen beim Ankauf von Kakao in der Erwartung weiter sinkender Preise. Kakaobäuerinnen und –bauern mussten ihren Kakao unterhalb des staatlich garantierten Preises verkaufen oder blieben ganz auf ihm sitzen.

Das INKOTA-netzwerk setzt sich seit Jahren für existenzsichernde Preise für Kakaobäuerinnen und -bauern ein. Gemeinsam mit Fairtrade und vielen weiteren Organisationen hat INKOTA einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gestartet. Der Minister soll sich dafür einzusetzen, dass Preise oberhalb von Produktionskosten in der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) verankert werden gestartet. Dabei arbeitet die Organisation eng mit Partnerorganisationen in den beiden wichtigsten Anbauländern Ghana und Côte d’Ivoire zusammen.

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Evelyn Bahn, Referentin Wirtschaft und Menschenrechte, Nachhaltiger Kakao, bahn@inkota.de030 / 420 8202-55

Katharina Wietler, Projektkoordinatorin Ghana und Côte d’Ivoire, wietler@inkota.de, 030 / 420 8202-51

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