Montag 13.07.20

Podcast: „Falsche Versprechen“

flickr.com/Gustave Deghilage (CC BY-NC-ND 2.0)

Der neue Podcast von INKOTA und der Rosa Luxemburg Stiftung zeigt am Beispiel der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA), woran das globale Landwirtschaftssystem krankt. 2006 war die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung mit dieser Allianz angetreten, die Erträge von Grundnahrungsmitteln um 100 Prozent zu erhöhen, die Einkommen von 30 Millionen kleinbäuerlichen Erzeuger*innen zu verdoppeln, und den Hunger in 20 afrikanischen Ländern zu halbieren. Die Bilanz nach 14 Jahren ist erschreckend!

Sie können den folgenden Text auch hören. Einfach klicken und auf Soundcloud anhören.

MAMADOU: Maize!

JAN: Mais steht überall.

MUTINTA: they funded seed companies and agro-dealers to distribute the maize to small-scale farmers.

VOICEOVER MUTINTA: Sie finanzieren Agrarchemiehändler, um die kleinbäuerlichen Erzeuger*innen mit Mais zu versorgen.

MAMADOU: this is the main production that corporations are using actually to invade the food system of different cuntries.

VOICEOVER MAMADOU: Das ist das Hauptprodukt, mit dem Konzerne die Nahrungsmittelsysteme anderer Länder übernehmen.

LENA: Profit darf nicht im Mittelpunkt von Ernährungssystemen stehen.

MUTINTA: We still have 77% people with hunger in rural areas in Zambia.

VOICEOVER MUTINTA: 77% der ländlichen Bevölkerung in Sambia leidet an Hunger.

JAN: Hunger ist eines der größten Verbrechen der Gegenwart.

TIMOTHY: Hunger has always been misunderstood as a problem of food scarcity. It’s a problem of power, and a lack of power by the food producers and the poor.

VOICEOVER TIMOTHY: Hunger wird fälschlicherweise als ein Problem von zu wenig Nahrungsmitteln verstanden. Es ist aber ein Problem von Macht, und der fehlenden Macht der kleinbäuerlichen Erzeuger und der Armen.

MAMADOU: Hunger is not a fatality. So we can fight against it. We really need to reconsider our whole system.

VOICEOVER MAMADOU: Hunger ist kein Schicksal. Also können wir ihn bekämpfen. Wir müssen ganzheitlich an die Sache herangehen.

ERZÄHLERIN: „Falsche Versprechen“, ein Audio-Feature über die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika des INKOTA-netzwerks und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

ERZÄHLERIN: Immer mehr Menschen auf der Welt hungern. Und die Situation wird aufgrund der COVID-19-Pandemie vermutlich noch verschlimmert. Das Welternährungsprogramm der UN warnt, dass sich die Zahl der Menschen, die akut drohen zu verhungern, bis Ende des Jahres fast verdoppeln wird, wenn nichts unternommen wird.

LENA: Es wird immer gern das Bild geprägt, dass zu wenig produziert wird und dass man einfach mehr produzieren muss weltweit und dann hungern weniger Menschen. Das ist aber ganz klar falsch.

TIMOTHY: There is a surplus of commodity crops being grown and rotting outside of silos. Some people have called it a global grain glut. So it's not for a lack of food.

VOICEOVER TIMOTHY: Es gibt einen Überschuss an landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die förmlich vor den Getreidespeichern verrotten. Manche nennen es eine globale Getreideschwemme. Es geht also nicht um einen Mangel an Nahrungsmitteln.

JAN: Hunger ist ein strukturelles Problem. Wir haben also ein Problem rund um den Zugang, ein Problem rund um die Verwendung und kein Produktionsproblem.

Kapitel 1 - Globaler Kontext und Vorstellung

ERZÄHLERIN: Weltweit kämpfen Bauern und Bäuerinnen, politische Bewegungen und Organisationen für eine andere Landwirtschaft und eine gerechte Verteilung des Essens – und gegen die Einflussnahme großer Konzerne der Saatgut- und Agrarchemie.

MAMADOU: My name is Mamadou Goita, I'm from Mali and (...) Director of Research Institute that is IRPAD… but I also belong to different networks, mainly the Alliance of Food Sovereignty in Africa (…). So this is for me the structural issue that we need to sort out. So that people have the control of their food production system.

VOICEOVER MAMADOU: Ich heiße Mamadou Goita und bin Direktor des Forschungsinstituts IRPAD in Mali, aber ich bin auch Teil verschiedener Netzwerke, vor allem engagiere ich mich bei der Allianz für Ernährungssouveränität in Afrika.

Also das ist für mich ein strukturelles Problem, das wir lösen müssen. Die Menschen müssen die Kontrolle über die Nahrungsmittelerzeugung haben.

LENA: Wir brauchen ein nachhaltiges Konzept, das die Bedürfnisse von Erzeugerinnen und Verbraucherinnen im Blick hat. Mein Name ist Lena Bassermann, ich bin Referentin für Welternährung und globale Landwirtschaft beim INKOTA-netzwerk (...)
Wir, also das ist ein Bündnis aus verschiedenen Entwicklungsorganisationen (...) haben gemeinsam mit fünf afrikanischen Partnerorganisationen, eine Studie zu AGRA herausgegeben, unter dem Titel Falsche Versprechen oder False Promises im Englischen.

MUTINTA: My name is Mutinta Nketani, I was the consultant on this research in Zambia, and the focus of the study was on the impact of AGRA’s work on agriculture in Zambia.

VOICEOVER MUTINTA: Ich habe für diese Studie die Auswirkungen von AGRA auf die Landwirtschaft in Sambia untersucht.

ERZÄHLERIN: Alle Interviewten dieses Audio-Features haben an der Studie mitgearbeitet. Per Videointerview berichten sie von den Ergebnissen.

TIMOTHY: My name is Timothy A. Wise, (...) I am a senior fellow at the Global Environment Institute at Tufts University as a researcher and I conducted background research for this report that has resulted in an academic working paper (and then I helped author this report, summarizing the impacts as a way of demonstrating the failures of the AGRA in Africa.)

VOICEOVER TIMOTHY: Ich bin Forscher am Globalen Umweltinstitut an der Tufts-Universität (in den USA?). Für diese Studie habe ich Daten analysiert, die in ein akademisches Arbeitspapier eingeflossen sind. Und dann habe ich an diesem Bericht mitgearbeitet, der die Verfehlungen von AGRA in Afrika aufzeigt.

JAN: Ich bin Jan Urhahn und ich koordinier das Programm für Ernährungssouveränität bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit Sitz in Johannesburg in Südafrika.

ERZÄHLERIN: Falsche Versprechen, Scheitern, AGRA... Worum geht es hier eigentlich genau?

JAN: AGRA steht, wie der Name eigentlich schon sagt, für die Grüne Revolution...

ERZÄHLERIN: AGRA ist kurz für: Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika...

JAN: ... und hat ein extrem starkes Backing von einflussreichen Akteuren. Dazu gehört beispielsweise die Bill-und-Melinda Gates-Stiftung als großer Finanzier von AGRA, genauso aber auch eine große Anzahl von Regierungen und Ländern in Afrika, aber auch viele Donor-Regierungen wie beispielsweise die USA oder auch Deutschland.

TIMOTHY: (well) the Alliance for a Green Revolution was established (...) in 2006. (...) AGRA was chartered with the mission to bringing agricultural productivity through the kinds of industrial agricultural technologies that are used in the US and much of the industrialized world.

VOICEOVER TIMOTHY: Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika wurde 2006 gegründet. AGRAs Gründungszweck war, die landwirtschaftliche Produktivität durch industrielle Verfahren zu erhöhen, die in den USA und weiten Teilen der industrialisierten Welt bereits verbreitet sind.

ERZÄHLERIN: AGRA arbeitet in zahlreichen afrikanischen Ländern mit Landwirtschaftsministerien und staatlichen Forschungseinrichtungen zusammen, die die Agrarpolitik mitbestimmen. Außerdem baut AGRA privatwirtschaftliche Initiativen vor Ort mit auf und fördert sie mit Hilfs- und Kreditprogrammen.

MAMADOU: AGRA is a key player. It came on the philanthropic way, but introducing industrial system and giving space for a corporate industry to access the small-holder farmers in the villages.

VOICEOVER MAMADOU: AGRA ist eine wichtige Akteurin. Sie kam dem philanthropischen Deckmantel, aber sie hat ein industrielles Agrarsystem eingeführt und machte den Weg für Großkonzerne zu den kleinbäuerlichen Erzeuger*innen in den Dörfern frei.

JAN: Sie gelten als wichtiger Akteur im Kampf gegen den Hunger, weil sie sehr gut darin sind, den Narrativ mitzubestimmen.

ERZÄHLERIN: AGRA ist mit großen Zielen angetreten: Zum einen wollen sie 30 Millionen kleinbäuerliche Haushalte erreichen, in aktuell 13 Schwerpunktländern. Das wären nahezu alle kleinbäuerlichen Betriebe, die es in diesen Ländern gibt.

Sie sind mit dem Ziel angetreten, die Produktivität um 100 Prozent zu erhöhen. Sie sind mit dem Ziel angetreten, die Einkommen von 30 Millionen kleinbäuerlichen Erzeugerinnen zu verdoppeln und sie sind mit dem Ziel angetreten, bis 2020 in 20 afrikanischen Ländern die Armut zu halbieren.

JAN: Jetzt ist diese selbstgesteckte AGRA-Frist ist mit 2020 erreicht, und natürlich ist es jetzt interessant, sich anzuschauen, inwiefern wurden diese Ziele erreicht?

TIMOTHY: Well I tried to get AGRA and Gates Foundation to cooperate in sharing some of their own results. They (...) declined to cooperate and provide their own data showing their results. So what we did was we used national level crop data, (...) to try to see whether there is indeed a yield or productivity revolution going on in AGRA countries.

VOICEOVER TIMOTHY:  Ich habe versucht, von AGRA und der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung Auswertungsdaten ihrer Arbeit zu bekommen. Aber sie wollten nicht mit uns zusammenarbeiten. Deswegen haben wir uns dann Land für Land öffentliche Statistiken zu Anbau und Erträgen angeschaut, um rauszufinden ob es in den AGRA-Ländern wirklich diese Produktivitätsrevolution gibt.

ERZÄHLERIN: Aber was genau macht AGRA denn? Sie propagieren die Grüne Revolution, wollen Armut und Hunger durch eine produktivere Landwirtschaft verringern, aber wie?

MAMADOU: AGRA has been built around this input-related agriculture. AGRA is about Green Revolution. And the Green Revolution by definition is the combination of three different things. Intensive use of fertilizers, intensive use of water and the use of what they call the high yield seeds. And high yield seeds for them is industrial seeds. This is the kind of seed that is produced by industries, I am talking about Monsanto, Syngenta and alike.

VOICEOVER MAMADOU: AGRA steht für eine input-intensive Landwirtschaft, AGRA steht für die Grüne Revolution. Und sie ist per Definition die Kombination von drei Dingen: starke Nutzung von synthetischen Düngemitteln, großer Wasserverbrauch und die Verwendung von Hybridsaatgut. Und das ist kommerzielles Hybridsaatgut - von Konzernen wie Monsanto, Syngenta und anderen.

ERZÄHLERIN: Hybridsaatgut muss jedes Jahr neu gekauft werden. Wird es recycelt, verliert es seine im Labor gezüchteten Eigenschaften.

MUTINTA: So year in year out they have to buy seeds they have to buy fertilizers, and now with the promotion of herbicides in Zambia it does come more like a norm, people stop weeding using their hands or horse. They just buy herbicides.

VOICEOVER MUTINTA: Jahr um Jahr müssen sie neues Saatgut kaufen, müssen sie Düngemittel kaufen. In Sambia wird das langsam die neue Normalität. Die Leute jäten Unkraut nicht mehr mit den Händen oder mit dem Pferd. Sie kaufen einfach Unkrautvernichter.

MAMADOU: Its what they call a technical package. You have a seed, you have a fertilizer and you have other instruments that you will be using. And what happened at the end of the day, when they got at the end not only the yield didn't increase, but at the same time they are putting more money in producing, the cost of production became higher then what they had in the past.

VOICEOVER MAMADOU: Sie nennen das Technologiepaket. Du verwendest das Saatgut, du benutzt Düngemittel und andere Inputs. Am Ende passiert ist der landwirtschaftliche Ertrag nicht gestiegen. Aber es ist mehr Geld in die Produktion geflossen als das in der Vergangenheit der Fall war.

JAN: Das kann dazu führen, dass sie in eine Verschuldungsfalle hineingeraten, weil sie jetzt auf einmal gezwungen sind, teure Inputs wie Saatgut und Düngemittel zu kaufen, meistens auf Basis von Krediten, die sie dann eigentlich nach der Ernte zurückzahlen müssen.

MAMADOU: Its a vicious circle, you get in, you continue to indebt yourself but you are not getting that much, because (...) we discovered that the productivity is not getting more. It's not increasing. So it's an indebting system that they set up for this AGRA program in the continent.

VOICEOVER MAMADOU: Es ist ein Teufelskreis. Man steigt ein, man verschuldet sich weiter, aber man bekommt nicht so viel raus, weil (...) wir haben festgestellt, dass die Produktivität nicht weiter steigt. Sie steigt nicht.
Es ist ein System der Verschuldung, dass AGRA auf diesem Kontinent aufgebaut hat.

ERZÄHLERIN: In manchen Ländern sind es nicht die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern selbst, die sich verschulden, sondern Regierungen. AGRA versucht Regierungen so zu beeinflussen, dass sie privatwirtschaftliche Geschäftsmodelle für ihre Landwirtschaftspolitik nutzen. Das geht in vielen AGRA-Ländern Hand in Hand mit so genannten Farm-Input-Subsidy-Programmen, abgekürzt „FISPs“. Damit werden Bäuerinnen und Bauern subventioniert, wenn sie Hybridsaatgut und Düngemittel kaufen. Das verschlingt große Mengen öffentlicher Mittel. In Malawi waren es im Haushaltsjahr 2018-2019 60 Prozent des gesamten Agrar-Budgets.

LENA: Damit die Verbreitung funktioniert, also dass es diese Produkte dann in den abgelegensten Orten dann auch zur Verfügung gibt, bauen sie (AGRA) so genannte Agro-Dealer Netzwerke auf. Also kleine Läden im Prinzip, so kann man sich das vorstellen, wo man diese Agrarchemikalien, diesen synthetischen Dünger usw. kaufen kann. Und das ist dann ein weiterer Ansatz von AGRA, dass sie eben den Bäuerinnen und Bauern Kredit günstig zur Verfügung stellen, mit denen sie dann zu den von AGRA aufgebauten Agro-Dealer-Netzwerken überhaupt erst Zugang haben, weil ohne Geld kann man natürlich auch keine Inputs kaufen, und dazu begleitet ist das ganze natürlich von so ner Beratung, was man wo wie anbauen sollte.

MUTINTA: Actually the agro-dealer system was their MAIN market strategy. And in Zambia a lot of the resources actually went into to the development of agro-dealers.

VOICEOVER MUTINTA: Tatsächlich war das ganze System von Agrarchemiehändlern der große Fokus ihrer Marktstrategie. In Sambia sind wirklich viele Mittel in den Aufbau von Agrarchemiehändlern geflossen.

JAN: Ein weiterer Aspekt, von großem Nachteil ist für kleinbäuerliche Erzeuger in afrikanischen Ländern ist, dass Wahlfreiheit verloren geht. In vielen Projekten von AGRA wird beispielsweise vorgeschrieben, welches Saatgut benutzt werden soll, wie der Anbau aussehen soll.

MUTINTA: (...) and also the fact that maize is subsidized you see in the minds of the farmer it is cheaper, and therefore they start growing maize. So the Green Revolution model leads to a narrower range of crops being produced by farmers.

VOICEOVER MUTINTA: Weil Mais subventioniert wird, denken Bäuerinnen und Bauern, er ist billiger. Also pflanzen sie Mais an. Und so führt das Modell der Grünen Revolution dazu, dass Bäuerinnen und Bauern immer weniger vielfältige Nahrungsmittelpflanzen anbauen.

TIMOTHY: And what you find is that indeed all of these subsidies and support to maize have persuaded farmers to plant less of these more traditional more climate resilient, drought tolerant and nutritious crops

VOICEOVER TIMOTHY: Wir konnten sehen, dass diese Subventionierung von Mais die Kleinbäuerinnen und -bauern dazu gebracht hat, weniger die traditionellen, klima- und dürreresistenten, und nährstoffreichen Ackerfrüchte anzubauen.

JAN: (...) Und wenn jetzt natürlich die Vielfalt eingeschränkt wird, wird auch das eingeschränkt, was letztlich auf dem Teller landet. Und man wird vielleicht von Mais satt, aber man bleibt, wenn man nur Mais isst, auf jeden Fall nicht gesund.

MUTINTA: Then the other cost has been soil degradation. We all know that fertilizers lead to acidic soil. So the continuous use of fertilizers has led to soil being very acidic, and therefore they produce less and less every year. And for farmers to continue having the same yield, they clear new areas, or they put more chemical fertilizers on their crops.

VOICEOVER MUTINTA: Ein weiterer Preis der Grünen Revolution ist die Verschlechterung der Bodenqualität. Wir wissen alle, dass der andauernde Gebrauch von Düngemitteln zu sauren Böden führt. Deswegen liefern sie Jahr um Jahr weniger Erträge. Um jedoch weiter die gleichen Erntemengen einzubringen, roden die Bauern neue Felder, oder sie geben noch mehr synthetische Düngemittel auf ihre Äcker.

MAMADOU: You all know, that if you put fertilizer, I am talking about chemical fertilizer, in the soil, it will feed only the plant not the soil.

VOICEOVER MAMADOU: Wir wissen, dass wenn du synthetische Düngermittel ausbringst, lediglich die Pflanze versorgst, nicht aber den Boden.

MUTINTA: One of the challenges of the Green Revolution is the loss of biodiversity. That includes the plants, water resources, insects because of the extensification, by that we mean the continuous clearing of forest and areas for cultivation which is mostly grain.

VOICEOVER MUTINTA: Ein Problem, das die Grüne Revolution mit sich bringt, ist der Verlust von Biodiversität. Das betrifft Pflanzen, Insekten, Wasserquellen - wegen der Ausweitung der Anbauflächen. Damit meinen wir die Rodung von Wäldern und anderen Flächen für den Anbau von meistens Getreide.

ERZÄHLERIN: Das Bild ist international bekannt: Große Maisfelder, Monokultur, Landmaschinen auf großen Feldern - ohne Bäume und Büsche.

MUTINTA: (...) So without tree cover, the areas are prone to drought and so it is easy for the soil to get eroded which immediately causes soils to lose their fertility. (...) But also the fact that there is loss in other sources of food, and plants that people would use in times of drought. When they suffer effects of climate change they do not have those things that they would usually call upon during those lean months, so they end up very vulnerable to the effects of climate change.

VOICEOVER MUTINTA: Ohne Baumbestand sind diese Flächen anfälliger für Dürren, und es kommt noch leichter zur Bodenerosion, was wiederum die Fruchtbarkeit der Böden verringert.  Dadurch, dass auch die Vielfalt der Nahrungsmittel verloren geht, fehlen den Menschen in Zeiten von Dürre Nahrungsmittelpflanzen, die sie eigentlich benutzen könnten. So sind sie gegenüber den Folgen des Klimawandels plötzlich noch verwundbarer als zuvor.

MAMADOU: So in terms of sustainability technically but also in terms of revenue, but also in terms of quality of life, there is a big risk of input-related agriculture.

VOICEOVER MAMADOU: Hinsichtlich der Nachhaltigkeit, der Gewinne aber auch der Lebensqualität ist die input-intensive Landwirtschaft ein großes Risiko.

JAN: Es gibt eigentlich keine bessere Versicherung gegen die Folgen des Klimawandels als ein vielfältiger Anbau und vor allem auch ein Anbau mit bäuerlichem Saatgut. Wenn man also nun das bäuerliche Saatgut verdrängt und stattdessen das Saatgut der Konzerne einsetzt, schwächt es die Resilienz der Bauern und Bäuerinnen vor Ort, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wehren.

ERZÄHLERIN: Und wie sieht es aus mit den von AGRA selbstgesetzten Zielen? Was sagen uns die Zahlen der Studie?

JAN: Beim Thema Verdoppelung der Produktivität, sie wollten 100 Prozent, sie sind gelandet bei 18 Prozent. Also haben Sie das Ziel nicht erreicht.

MUTINTA: So AGRAs goal was 100% increase in productivity by 2021. In Zambia this clearly has not happened.

VOICEOVER MUTINTA: AGRAs Ziel war die Erhöhung der Produktivität um 100 Prozent bis zum Jahr 2021. In Sambia ist das auf jeden Fall nicht passiert.

JAN: Das Ziel, Einkommen von 30 Millionen kleinbäuerlichen Erzeugern zu erhöhen: nicht erreicht. Die Armutsniveaus in den 13 AGRA-Ländern sind insgesamt noch extrem hoch.

TIMOTHY: And the sad part is, they tripled maize production, maize is THE staple food product in the country, and yet rural poverty remained at 78%, extreme rural poverty did not move down at all with that massive increase in maize production.

VOICEOVER TIM: Die traurige Realität ist: Sie haben die Maisproduktion verdreifacht, Mais ist DAS Grundnahrungsmittel in Sambia, und trotzdem stagniert die Armut in ländlichen Gebieten bei 78% der Bevölkerung. Trotz der massiv gesteigerten  Maisproduktion wurde die extreme ländliche Armut überhaupt nicht reduziert.

JAN: Und das dritte Ziel in 20 afrikanischen Ländern, die Hungerzahlen zu halbieren, daran sind sie grandios gescheitert. In den 13 AGRA-Schwerpunktländern sind die Hungerzahlen während AGRA um 30 Prozent, das heißt um 30 Millionen Menschen gar angestiegen.

ERZÄHLERIN: Also, wenn AGRA ihre Ziele so haushoch verfehlt, worum geht's dann eigentlich?

TIMOTHY: AGRA promotes Maize in part because it’s a crop that western industrialized agriculture has put a lot of research into and has produced a lot of new varieties of maize that can be sold to farmers. So it’s not unfair to look at this (...) as a way to increase sales by western companies. 

VOICEOVER TIM: AGRA fördert Mais unter anderem auch, weil er ein westliches Produkt ist, das in der westlichen industrialisierten Landwirtschaft schon gut erforscht ist, und von dem es viele neue Hybridsaatgutsorten gibt, die an Kleinbäuerinnen und -bauern verkauft werden können .
Es ist also nicht unfair zu behaupten, dass dies ein Versuch ist, die Verkaufszahlen von westlichen Konzernen zu erhöhen.

MUTINTA: So the Green Revolution model is focused mainly on the private sector led agricultural market.

VOICEOVER Mutinta: Der Ansatz der Grünen Revolution hat seinen Fokus auf dem privatwirtschaftlichen Agrarmarkt. 

ERZÄHLERIN: Klar, es geht um Geld. Denn während die Ernten der Kleinbäuerinnen und -bauern nicht das versprochene grüne Gold abwerfen, haben die Agrarkonzerne ihre Gewinne bereits in der Tasche. Und es geht um viel Geld. Fast eine Milliarde US-Dollar sind seit der Gründung vor 14 Jahren in AGRA geflossen, hauptsächlich aus Mitteln der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Aber auch Regierungen aus USA, Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern gaben große Zuschüsse.

LENA: Und ein Tätigkeitsfeld, das sie auch sehr bewerben, ist, dass sie Politikarbeit machen und sehr stark Regierungen lobbyieren, sie nennen’s dann beraten im Sinne von förderlichen Gesetzgebung, die eben Düngemittelherstellern und Saatgutfirmen begünstigen ihre Produkte dort auch auf die Märkte zu bringen und das kann man bei Saatgut sehr gut sehen, dass eben auf Gesetzgebungen gedrängt werden, die nur den kommerziellen Verkauf von Saatgut begünstigen.

JAN: Das kann auf der einen Seite bedeuten, dass nur noch das Saatgut der Konzerne, meist Hybrid-Saatgut, staatlich unterstützt wird.  Das kann aber auch heißen, dass bäuerliches Saatgut, was in vielen Ländern zwischen 80 bis 85 Prozent des Saatguts ist, das eigentlich verwendet wird, verdrängt wird. Das heißt auch, dass nur noch mit Saatgut gehandelt, getauscht, verkauft werden darf, was bestimmten Kriterien entspricht und diese Kriterien, die können nur eingehalten werden von dem Hybrid-Saatgut der Konzerne. Bäuerliches Saatgut kann diesen Kriterien nicht entsprechen. Und damit wird es auf einmal illegal, mit diesem bäuerlichen Saatgut zu handeln.

MAMADOU: And the way that they not consider this small peasant as the key actors of agricultural improvement system is one reason to reject AGRA.

VOICEOVER MAMADOU: Sie betrachten Kleinbauern und -bäuerinnen nicht als Teil der Lösung um die landwirtschaftlichen Systeme zu verbessern und das ist ein Grund dafür AGRA abzulehnen.

TIMOTHY: Mali is one of the countries that has cut number of people in hunger in half in the same period, and they’ve cut their poverty rate in half as well, so their outcomes are quite a bit better, and in part I think that is due to them not giving in quite as much as other countries to the AGRA model of Green Revolution promotion.

VOICEOVER TIMOTHY: Mali ist eines der Länder, das die Zahl der hungernden Menschen in der Zeit seit 2006 um etwa die Hälfte reduziert hat. Das gleiche gilt auch für die Armutsquote.
Malis Ergebnisse sind deutlich besser, und ich glaube das hat in Teilen damit zu tun, dass Mali dem AGRA Modell der Grünen Revolution nicht so viel Raum gegeben haben.

MAMADOU: Mali has been a key player in west Africa, even in Africa in the protest against AGRA. We organized a big meeting with 43 African countries, representing small scale farmers, a big event that we entitled the agroecological alternative to AGRA. That was 2007, that was just one year after they started.    (...) And then we organized in 2009 marches in the street, protesting against the fertilizer that we are drinking, protesting against the seeds, the hybrid seeds and fighting for what we call farmer seed. This is why in 2010 we had seed law in the country. And farmers have been key players in this dynamic.

VOICEOVER MAMADOU: Mali hat eine Schlüsselrolle gespielt für den Protest gegen AGRA, in Westafrika und sogar in Afrika. Wir haben ein großes Treffen organisiert mit Vertretern von Kleinbauern und anderen aus 43 afrikanischen Ländern. Wir nannten es die agroökologische Alternative zu AGRA. Das war 2007, nur ein Jahr nachdem AGRA gestartet ist. Und dann haben wir 2009 Demonstrationen organisiert. Haben gegen synthetische Düngemittel in unserem Trinkwasser protestiert, haben gegen das Hybridsaatgut und für das bäuerliche Saatgut gekämpft. Deswegen haben wir seit 2010 ein Saatgutgesetz in Mali.

ERZÄHLERIN: In Mali wurde weltweit erstmalig das Konzept der Ernährungssouveränität in die staatliche Agenda aufgenommen. Und 2010 ein Saatgutgesetz verabschiedet, dass den Kleinbäuerinnen und -bauern das Recht auf ihr eigenes Saatgut zusichert.

MAMADOU: These are the seeds that are owned by farmers first. They can use, share, give for free to everybody, there is no patent. So farmer seed is a farmer owned seed.And there is no legal constraint on this seed.

VOICEOVER MAMADOU: Das ist das Saatgut, das den Bäuerinnen und -bauern gehört. Sie können es anbauen, teilen, kostenlos an alle weitergeben und es gibt keine Patente. Das bäuerliche Saatgut gehört ihnen selbst. Und es gibt keine rechtliche Beschränkungen für dieses bäuerliche Saatgut.
TIMOTHY: Yes I think there is a lot to learn from the Mali example. (...) Its not surprising that hunger’s gone down because they focused on small scale farmers and they have given them more land and better land, and they have priorities not just one crop like maize but a variety of crops including traditional crops. (...)

VOICEOVER TIMOTHY: Ich glaube, es gibt einiges zu lernen von Mali. Es überrascht mich überhaupt nicht, dass die Hungerzahlen dort runter gegangen sind, denn sie haben sich auf die kleinbäuerlichen Erzeugerinnnen und Erzeuger konzentriert, und ihnen mehr und besseres Land gegeben. Und sie haben nicht nur Mais priorisiert, sondern eine Vielfalt an Ackerfrüchten, zu denen auch traditionelle Nahrungsmittelpflanzen gehören.

JAN: Die Auswirkungen von AGRA und anderen Programmen der Grünen Revolution machen deutlich, dass das Konzept gescheitert ist. Wir brauchen eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme.

ERZÄHLERIN: Und wie sieht eine Alternative zu dem konzerngeleiteten Agrarsystem aus? Es gibt das Konzept der Agrarökologie – und ihre Praxis.

MAMADOU: For us to be brief Agroecology is a way of life, its more than technology, it's a way of life.

VOICEOVER MAMADOU: Um es kurz zu sagen, Agroökologie ist für uns eine Lebensweise, sie ist weit mehr als nur eine Technologie.

LENA: Was ich eigentlich immer ganz anschaulich finde, ist zu sagen, Agrarökologie ist einmal ne Wissenschaft, also wirklich ne wissenschaftliche Betrachtungsweise von nem Agrar-Ökosystem, es ist aber zeitgleich ne Praxis, die von Millionen von Bauerinnen weltweit praktiziert wird, so im Einklang mit der Natur Landwirtschaft zu betreiben und nicht gegen sie, und sie nicht auszubeuten im extremen Sinne.

MAMADOU: So using nature to produce in a sustainable way, I am talking about manures and all the organic fertilizers, biopesticides and these kind of things .

VOICEOVER MAMADOU: Um auf nachhaltige Weise Nahrungsmittel zu erzeugen, kann man mit der Natur arbeiten, ich meine damit Mist und andere organische Düngemittel, natürliche Pflanzenschutzmittel und ähnliche Dinge.

LENA: Und es ist eben ne soziale Bewegung, die sich stark für die Rechte von Bäuerinnen einsetzt und auch ein kapitalismuskritisches Konzept, das sich für mehr soziale Gerechtigkeit und ja gleichmäßige Teilhabe von allen Menschen der Gesellschaft einsetzt.

MAMADOU: Agroecology is the key thing to fight against hunger. Because its addressing the structural problem that agriculture is facing. We have control of the different factors of production. The input that you are using, you have control of that.

VOICEOVER MAMADOU: Agrarökologie ist der Schlüssel im Kampf gegen Hunger. Weil sie das strukturelle Problem angeht, mit dem die Landwirtschaft konfrontiert ist. Wir haben so die Kontrolle über die verschiedene Produktionsmittel. Darüber, welche landwirtschaftlichen Inputs verwendet werden.

MAMADOU: Look at the Covid19 period now. Some countries in West Africa can’t produce enough, because the chemical fertilizer that they are used to is not available. Borders are closed. We don't have this problem in Mali. This means, that we produce what we eat. We can sell, we can export but you put emphasize on the production system, the food system to satisfy our need.

VOICEOVER MAMADOU: Z.B. jetzt in der Zeit von Covid-19 können einige westafrikanische Länder nicht genug Nahrungsmittel erzeugen, weil der synthetische Dünger, an den sie gewöhnt sind, fehlt. Die Grenzen sind dicht. In Mali haben wir dieses Problem nicht. Das bedeutet, wir erzeugen, was wir essen. Wir können verkaufen oder exportieren, aber der Fokus liegt auf dem Ernährungssystem, um unseren Bedarf zu decken.

LENA: Und es ist auch vielfältig belegt dass das tatsächlich funktioniert. Es kommen manchmal Kritiker die sagen, das ist eine Romantisierung von dem idyllischen Betrieb, so was funktioniert gar nicht in der Realität. Also es gibt eine Studie (…), die in einigen Regionen Brasiliens bis zu über 200% Einkommenssteigerungen gemessen haben.

MAMADOU: We need to emphasize what we are doing in the agroecological way. This AGRA is not the way to this transformation.

VOICEOVER MAMADOU: Wir müssen den agrarökologischen Weg einschlagen. AGRA ist nicht der Weg zu dieser Transformation.

MUTINTA: So although Zambia was just admitted to the alliance I would ask my government to withdraw its membership. (...) I would also ask the government to end these extensive farm input subsidies that don’t help farmers but instead channel the resources toward promotion of more of that policies that respond to the needs of small scale farmer.

VOICEOVER Mutinta: Obwohl Sambia gerade erst wieder bei AGRA eingestiegen ist, würde ich die sambische Regierung auffordern, wieder auszusteigen. Und diese riesigen Farm Input Subventionen zu beenden, die den kleinbäuerlichen Erzeuger*innen nichts bringen. Stattdessen sollten sie Programme fördern, die sich um die Bedürfnisse genau dieser Erzeuger*innen kümmern.

LENA: Auf Grundlage der Studie, und dem was wir rausgefunden haben zu AGRA ist ganz klar unsere Forderung, die wir weiter erheben, ist dass die Bundesregierung AGRA nicht weiter finanzieren soll.

TIMOTHY: (...) if the Bill and Melinda Gates Foundation and AGRA has data that somehow contradictions to these findings they should publish them! Its scandalous they haven’t published any serious evaluations of their work given that 1 billion dollars has been spent supporting this project over the last 14 years.

VOICEOVER TIMOTHY: Falls die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung und AGRA Datenmaterial haben, das die Ergebnisse widerlegt, dann sollten sie es unbedingt veröffentlichen! Es ist skandalös, dass sie in der 14-jährigen Geschichte von AGRA nicht eine einzige ernstzunehmende Evaluation ihrer Ergebnisse veröffentlicht haben - und das, nachdem in diesen Jahren bereits ungefähr 1 Milliarde US Dollar an Geldern in AGRA-Programme geflossen sind.

MUTINTA: Donors, cooperating partners, maybe they should stop funding models that undermine farmers, farmer managed systems and farmers rights.

VOICEOVER MUTINTA: Vielleicht sollten Geberländer und andere Partner aufhören, Ansätze zu unterstützen, die bäuerliche Rechte und bäuerliche Saatgutsysteme untergraben.

MAMADOU: African governments they have to stop this relationship with AGRA and look for other strategies that we are pushing them to do.

VOICEOVER MAMADOU: Afrikanische Regierungen müssen sich aus AGRA zurückziehen und nach anderen Strategien suchen.

LENA: Auf Deutschland als  wichtiges Geberland bezogen ist es uns deswegen sehr wichtig, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, als das Entwicklungsministerium, viel stärker agrarökologische Ansätze unterstützt. Und das,  sowohl in dem es Programme fördert, eigene Programme dafür aufsetzt, und auch internationale Mittel dahingehend einsetzt. Ein ein Punkt der uns sehr wichtig ist, und der auch immer sehr stark unterfinanziert ist, ist die agrarökologische Forschung im Verhältnis zur Forschung zu konventionellen Landwirtschaftssystemen. Hier ist eine wichtige Lücke, die zu schließen ist.

ERZÄHLERIN: Eine andere Landwirtschaft ist möglich.

MAMADOU: We really need to reconsider our whole system...
VOICEOVER MAMADOU: Wir müssen wirklich das ganze System überdenken.

LENA: Profit darf nicht im Mittelpunkt von Ernährungssystemen stehen.

TIMOTHY: farmers are not farming for profit, they are farming for food security.

VOICEOVER TIMOTHY: Kleinbauern erzeugen nicht für Profite, sondern für Ernährungssicherheit.

MUTINTA: we still have 77% people with hunger in rural areas in Zambia.

VOICEOVER MUTINTA: 77% der ländlichen Bevölkerung in Sambia leidet an Hunger.

MAMADOU: Hunger is not a fatality. So we can fight against it.

VOICEOVER MAMADOU: Hunger ist kein Schicksal. Also können wir ihn bekämpfen.

MAMADOU: I hope that what I have been saying can contribute also to make people know more about AGRA and the harm that AGRA has been doing in this continent and the need that you push it back so that we can do what we are planning to do with emphasizing agroecological perspectives and then creating more conditions to fight against hunger that is not a fatality but is something that is structural and we have enough instrument to fight against it. If the solidarity is on board.

VOICEOVER MAMADOU: Ich hoffe, dass was ich gesagt habe, dazu beiträgt, dass die Menschen mehr über AGRA erfahren und über den Schaden, den AGRA auf diesem Kontinent angerichtet hat. Und darüber, dass es notwendig ist, AGRA zurückzudrängen damit wir das tun können, was wir vorhaben. Nämlich agrarökologische Perspektiven zu stärken und so Bedingungen zu schaffen, um den Hunger zu bekämpfen. Denn Hunger ist nicht unausweichlich, sondern etwas Strukturelles und wir haben genug Mittel um ihn zu bekämpfen. Wenn die Solidarität da ist.

ERZÄHLERIN: Die Studie „Falsche Versprechen: Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ wird herausgegeben von:

Biodiversity and Biosafety Association of Kenya, Biba (Kenia), Brot für die Welt, FIAN Deutschland,  Forum Umwelt und Entwicklung, INKOTA-netzwerk, IRPAD, Institut de Recherche et de Promotion des Alternatives en Développement, Mali, PELUM Sambia, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Tanzania Alliance for Biodiversity (TABIO), Tanzania Organic Agriculture Movement (TOAM).

ERZÄHLERIN: Die Studie ist auf Deutsch und Englisch erschienen und auf den Webseiten des INKOTA-netzwerks und der Rosa Luxemburg Stiftung abrufbar. Die Links gibt's in der Beschreibung des Podcasts.

ERZÄHLERIN: „Falsche Verspechen“ ist ein Audiofeature des INKOTA-netzwerks und der Rosa-Luxemburg-Stiftung über die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika. Produziert von Studio Lärm.

ERZÄHLERIN: Der Podcast wurde erstellt mit der finanziellen Unterstützung von Brot für die Welt, aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin. Für den Inhalt sind allein die Herausgeber verantwortlich.

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