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Mittwoch 25.04.18

Protest zur Weltkakaokonferenz: Macht Schokolade endlich fair!

Obwohl Schokoladenunternehmen seit Jahren mehr Nachhaltigkeit versprechen, sind Armut und Kinderarbeit im Kakaoanbau noch immer an der Tagesordnung. Deshalb protestierte INKOTA zusammen mit über 100 Kindern, AktivistInnen und einer menschengroßen Schokoladentafel anlässlich der 4. Weltkakaokonferenz in Berlin.

Schokolade ist erst dann wirklich nachhaltig, wenn Kakaobauern und -bäuerinnen in Westafrika über ein Einkommen verfügen, das ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Davon sind wir aktuell weiter entfernt als die Anbauländer vom Tagungsort. Sandra Kwabea Sarkwah von der ghanaischen INKOTA-Partnerorgansiation SEND-Ghana betonte auf der Kundgebung direkt vor dem Tagungsort der Kakaokonferenz: „Es wird Zeit, dass die Bauern endlich ein existenzsicherndes Einkommen erhalten.“

Sandra Kwabea Sarkwah von der Nichtregierungsorganisation SEND-Ghana (Mitte vorn) auf der Kungebung vor der Weltkakokonferenz.

Sandra Kwabea Sarkwah von der Nichtregierungsorganisation SEND-Ghana (Mitte vorn) auf der Kundgebung vor der Weltkakokonferenz. (c) Fritz Schadow/INKOTA

Das Einkommen der Kakaobauern und -bäuerinnen in der Elfenbeinküste müsste sich etwa verdreifachen, um existenzsichernd zu sein, analysiert das neue Kakaobarometer. Das Barometer kritisiert außerdem, dass die bisherigen Bemühungen der Schokoladenindustrie bei weitem nicht ausreichen, um die Probleme im Kakaoanbau zu lösen. Unternehmen und Politik dürfen nicht länger nur darauf setzen, die Erträge der Bauern zu steigern. Wir brauchen bei dieser Weltkakaokonferenz endlich eine Debatte über höhere Kakaopreise.

Protest vor dem Tagungsort der Weltkakaokonferenz in Berlin.

Protest vor dem Tagungsort der 4. Weltkakaokonferenz in Berlin. (c) Fritz Schadow/INKOTA

Zu fairer Schokolade gehört zwingend die Wahrung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette: Von der Kakaoplantage bis an die Supermarkt-Kasse. Für eine nachhaltige Verbesserung der Situation von Kakaobäuerinnen und -bauern sind gesetzliche Regelungen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht erforderlich.

Kinder und Jugendliche fordern Schritte gegen Kinderarbeit beim Kakaoanbau. (c) Fritz Schadow/INKOTA

Über 100 Kinder aus sieben Schulen nahmen im Rahmen einer Sternfahrt für Kinderrechte der Initiative „SchokoFair – Stoppt Kinderarbeit!“ an dem Protest teil. Damit Menschenrechte im Kakaoanbau nicht länger mit Füßen getreten werden, fordert SchokoFair von der Bundesregierung einen Schoko-TÜV als Gesetz und die Begrenzung von Spekulationen mit Nahrungsmitteln an der Börse. Zu dem Protest aufgerufen hatten neben INKOTA die Initiative SchokoFair – Stoppt Kinderarbeit!, das Forum Fairer Handel und Stop The Traffik Deutschland.

Weitere Informationen

Tagesschau-Bericht über die Protestaktion

Über die Arbeit der INKOTA-Partnerorgansiation SEND Ghana für faire Kakaopreise

Über die Kampagne Make Chocolate Fair! von INKOTA

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