Titel AM Aktionswoche Denk!mal an faire Schuhe
Kampagnen & Aktionen

Aktionswoche „Denk!mal an faire Schuhe“

Ungerechtigkeiten in der Schuh- und Lederproduktion sichtbar machen

von Anne Neumann
Veröffentlicht 5. SEPTEMBER 2022

Bei einem Brand in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises starben am 11. September 2012 mehr als 250 Arbeiter*innen. Das deutsche Unternehmen Kik hatte bei seinem Zulieferer keinen ausreichenden Brandschutz sichergestellt. Jetzt, 10 Jahre danach, werden wir an diese Katastrophe erinnern und mit euch gemeinsam zeigen: Gesundheitsschutz und Arbeitsstandards werden in der Schuh- und Lederindustrie nach wie vor mit Füßen getreten. Das muss aufhören!

Menschenrechte in der Schuhherstellung: mangelhaft

Arbeiter*innen in Pakistan und Südasien stellen unter unzumutbaren Bedingungen Kleidung für deutsche Kund*innen her, während deutsche Schuhhersteller und -händler viel zu wenig tun, um ihrer Verantwortung bei Menschenrechten und Umweltschutz entlang ihren Lieferketten gerecht zu werden.

Deshalb rufen wir daher vom 05. bis 11. September 2022 zur Aktionswoche „Denk!mal an faire Schuhe“ auf. Gemeinsam mit euch werden wir in ganz Deutschland die Schuhe beliebter Statuen-Denkmäler verzieren und rund herum unsere Denk!mal-Anstöße platzieren. Denn viel zu oft werden Schuhe übersehen! Um einen Schuh zu fertigen sind bis zu 140 Arbeitsschritte notwendig. Diese Arbeit wird auch heute noch zum großen Teil von Menschen erledigt – häufig in Bangladesch, Indien oder Pakistan.

Ungerechtigkeiten sichtbar machen

Denkmäler können uns nicht nur an die Vergangenheit erinnern – sie können uns auch zum Nachdenken bringen: Was trägt die Person auf dem Denkmal für Schuhe? Wie sahen damals die Schuhmode und ihre Herstellung aus? Wer stellt meine Schuhe her?

Mitmach-Aktion

Für Leder ohne Ausbeutung

Tamaris, unter welchen Umständen werden eure Schuhe produziert?

Jetzt mitmachen!

Rund um die verzierten Denkmäler werden wir auf die Bedingungen in der Herstellung von Schuh- und Lederwaren informieren und Unterschriften für die Aktion „FragNach: Fair produziert?“ sammeln. Mit der Kampagne „FragNach: Fair produziert?“ fordern wir deutsche Schuhunternehmen auf, endlich transparent über ihre Maßnahmen im Rahmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht zu berichten. Wir fordern #VolleTransparenz für #LederOhneAusbeutung.

Macht mit und setzt ein Denk!mal für faire Schuhe in eurer Stadt!

Aktionsmaterial
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Aktionskit für „Frag nach: Fair produziert?“
Aktionsideen zu INKOTAs Kampagne für Leder ohne Ausbeutung „Frag nach: Fair produziert?“
Aktionsmaterial
Aktionskit für „Frag nach: Fair produziert?“
Aktionsideen zu INKOTAs Kampagne für Leder ohne Ausbeutung „Frag nach: Fair produziert?“
Viele Schuhunternehmen halten bisher geheim, unter welchen Umständen die beliebten Markenschuhe produziert werden. Trotz ambitioniert klingender Bekenntnisse zum Thema Nachhaltigkeit schweigen sie darüber, wie das Unternehmen dafür sorgt, dass Arbeiter*innen zu ihren Rechten kommen. Das muss sich än...

Erstellt mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wider.

Erstellt mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wider.

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