Kampagnen & Aktionen

Bayer und BASF stoppen!

Unterzeichnen Sie den Appell zum Exportverbot von gefährlichen Pestiziden!

von Lena Luig
Veröffenticht 23. JUNE 2020

Hochgefährlich, schädlich für Mensch und Umwelt – solche Pestizide sind in Deutschland und der EU verboten, ihre Zulassung wird vergleichsweise strickt reguliert. Das hindert die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF allerdings nicht, Profit aus besonders gefährlichen Wirkstoffen zu schlagen: Obwohl sie in der EU nicht auf den Markt dürfen, verkaufen sie sie einfach in Ländern wie Südafrika und Brasilien – wo die Zulassungsbeschränkungen oft weniger streng sind. Dies haben wir in unserer im April veröffentlichten Studie „Gefährliche Pestizide von Bayer und BASF – ein globales Geschäft mit Doppelstandards“ herausgefunden.

Pestizidvergiftungen, Nierenversagen oder sogar Krebs – Bäuer*innen und Plantagenarbeiter*innen im globalen Süden bezahlen das schamlose Geschäft der Chemiegiganten mit ihrer Gesundheit. „Die Umwelt, Lebensmittel und sogar das Trinkwasser sind mit den Pestiziden kontaminiert“, sagt Franciléia Paula de Castro von unserer brasilianischen Partnerorganisation Campanha Permanente Contra os Agrotóxicos e Pela Veda (Permanente Kampagne gegen Agrargifte und für das Leben). „Das muss aufhören“, fordert sie.

Die Umwelt, Lebensmittel und sogar das Trinkwasser sind mit den Pestiziden kontaminiert.

Die Bundesregierung könnte den Giftexporten von Bayer und BASF tatsächlich einen Riegel vorschieben: In Frankreich wurde kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das den Export von in der EU verbotenen Pestiziden verbietet. „Die deutsche Bundesregierung muss jetzt nachziehen“, sagt Lena Luig vom INKOTA-netzwerk. „Es kann nicht sein, dass deutsche Konzerne ungehindert das Menschenrecht auf Gesundheit von Millionen Menschen missachten und die Bundesregierung tatenlos zuschaut!“

Um das zu stoppen haben wir einen Appell gestartet und fordern die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), den Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die Bundesregierung auf:

  • den Export von Pestizidwirkstoffen, die in der EU aufgrund von Gefahren und Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht genehmigt sind, gesetzlich zu verbieten
  • sich für eine entsprechende gesetzliche Regelung auf EU-Ebene einzusetzen
  • sich auf europäischer und internationaler Ebene für ein schrittweises Verbot hochgefährlicher Pestizide zu engagieren

 

 

Ein Viertel ihrer Umsätze machten Bayer und BASF 2018 mit hochgefährlichen Wirkstoffen, die sie vor allem in Ländern des globalen Südens verkaufen. Genau dort sind Menschen den Pestiziden aber oft besonders schutzlos ausgesetzt. Viele Kleinbäuer*innen haben kein Geld für Schutzbekleidung, und Plantagenarbeiter*innen bekommen sie nur selten von den Farmbesitzer*innen bereitgestellt. Außerdem werden die Pestizide oft aus Flugzeugen versprüht. So bekommen auch Anwohner*innen und Kinder, die in der Nähe von Feldern und Plantagen wohnen, die gesundheitlichen Schäden der schädlichen Wirkstoffe zu spüren.

„Bayer und BASF gehören zu den drei größten Pestizidherstellern der Welt und Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Exporteur von Pestiziden“, erklärt Lena Luig. „Deutschland hat also eine große Verantwortung, was das Geschäft mit Pestiziden angeht. Das darf die Bundesregierung nicht länger ignorieren!“

Machen Sie der Bundesregierung deutlich: Der Export von gefährlichen Pestiziden aus Deutschland muss gestoppt werden! Je mehr Menschen mitmachen, desto schwerer wird es für die Bundesregierung unsere Forderung zu ignorieren. Unterzeichen Sie jetzt den Appell!

Jetzt Appell unterzeichnen

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, MISEREOR sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für den Inhalt dieser Publikation sind die Herausgeber alleine verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

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