Grafik mit Lebensmitteln Mehrheit der Deutschen wünscht sich Kennzeichnung der Klimaauswirkungen von Lebensmitteln
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Klima-Kennzeichnung von Lebensmitteln

Neue Forsa-Umfrage zu Klima-Kennzeichnung zeigt: Deutsche sind mehrheitlich für Klimalabel auf Lebensmitteln

von Lena Bassermann
Veröffentlicht 17. JANUARY 2022

Anbau, Transport, Verarbeitung – unser Ernährungssystem verursacht rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Welche Klimaauswirkungen einzelne Lebensmittel haben, erfahren Verbraucher*innen allerdings bislang nicht auf den ersten Blick. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von INKOTA wünschen sich 75 Prozent der Befragten eine verpflichtende Kennzeichnung.

Ernährungspolitik muss auch Klimapolitik sein

Der Auftrag an die Politik ist aus unserer Sicht ganz klar: eine erfolgreiche Klimapolitik muss auch die Klimabilanz von Lebensmitteln sichtbar machen und reduzieren. Dafür brauchen wir eine umfassende Agrar- und Ernährungswende. Das weltweite Ernährungssystem muss grundlegend geändert werden. Ganzheitliche Konzepte wie Agrarökologie können einen wichtigen Schritt hin zu gerechteren Ernährungssystemen sein, die ausreichend gutes Essen für alle Menschen weltweit ermöglichen und dabei die Interessen von Menschen und der Umwelt in den Mittelpunkt stellen – und nicht die Profite von Konzernen.

Gemüse sollte billiger werden

Zudem sprachen sich 53 Prozent der Befragten dafür aus, die Preise für Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte zu senken. Im Gegenzug sollten klimaschädliche Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch teurer werden. Bisher sind Klimaauswirkungen nicht in Lebensmittel eingepreist. Das verstärkt globale Ungerechtigkeiten: Gerade die Länder des globalen Südens leiden unter den Auswirkungen der Klimakrise, während die Agrarindustrie im Gegenzug hohe Gewinne einfährt. Ein Umbau des globalen Ernährungssystems ist auch mit Blick auf die Klimakrise längst überfällig.

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