Kinderarbeit

Die bittere Wahrheit über Schokolade

Sie versprühen gefährliche Pestizide auf Kakaopflanzen, ernten mit scharfen Macheten die Bohnen und schaffen sie in schweren Säcke von den Plantagen – rund 1,5 Millionen Kinder arbeiten bis heute unter ausbeuterischen Bedingungen auf den Kakaoplantagen in Westafrika. Doch damit nicht genug: 10.000 Kinder sind außerdem Opfer von Kinderhandel und Sklaverei. Viele der Kinder werden aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die Elfenbeinküste verschleppt und dort zur Arbeit auf Kakaoplantagen gezwungen.

Der größte Skandal: Kein Schokoladenhersteller, der seinen Kakao aus Westafrika bezieht – und das ist bei den meisten der Fall – kann bisher garantieren, dass in seinen Produkten keine Kinderarbeit steckt. Dazu zählen zum Beispiel auch Ferrero, Nestlé, Mars, Mondelēz und Storck. Schon 2001 hatte die Schokoladenindustrie versprochen, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen zu beenden. Doch eine Studie im Auftrag der US-Regierung belegte im Oktober 2020, dass die Industrie dieses Versprechen gebrochen hat. 

Armut führt zu Kinderarbeit

Armut und Kinderarbeit hängen unmittelbar miteinander zusammen: Weil die Kakaobäuerinnen und -bauern sich keine bezahlten Erntehelfer*innen leisten können, sind sie gezwungen, auf die kostenlose Arbeitskraft ihrer Kinder zurückzugreifen. Ein Teufelskreis, den Schokoladenunternehmen leicht durchbrechen könnten: Würden sie den Kakaobäuerinnen und -bauern existenzsichernde Kakaopreise zahlen, könnten diese Plantagenarbeiter*innen engagieren und sie für die Ernte bezahlen.

Sie versprühen gefährliche Pestizide auf Kakaopflanzen, ernten mit scharfen Macheten die Bohnen und schaffen sie in schweren Säcke von den Plantagen – rund 1,5 Millionen Kinder arbeiten bis heute unter ausbeuterischen Bedingungen auf den Kakaoplantagen in Westafrika. Doch damit nicht genug: 10.000 Kinder sind außerdem Opfer von Kinderhandel und Sklaverei. Viele der Kinder werden aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die Elfenbeinküste verschleppt und dort zur Arbeit auf Kakaoplantagen gezwungen.

Der größte Skandal: Kein Schokoladenhersteller, der seinen Kakao aus Westafrika bezieht – und das ist bei den meisten der Fall – kann bisher garantieren, dass in seinen Produkten keine Kinderarbeit steckt. Dazu zählen zum Beispiel auch Ferrero, Nestlé, Mars, Mondelēz und Storck. Schon 2001 hatte die Schokoladenindustrie versprochen, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen zu beenden. Doch eine Studie im Auftrag der US-Regierung belegte im Oktober 2020, dass die Industrie dieses Versprechen gebrochen hat. 

Armut führt zu Kinderarbeit

Armut und Kinderarbeit hängen unmittelbar miteinander zusammen: Weil die Kakaobäuerinnen und -bauern sich keine bezahlten Erntehelfer*innen leisten können, sind sie gezwungen, auf die kostenlose Arbeitskraft ihrer Kinder zurückzugreifen. Ein Teufelskreis, den Schokoladenunternehmen leicht durchbrechen könnten: Würden sie den Kakaobäuerinnen und -bauern existenzsichernde Kakaopreise zahlen, könnten diese Plantagenarbeiter*innen engagieren und sie für die Ernte bezahlen.

Schoko-Schock

Was hier auf den Tisch kommt, ist wirklich unglaublich!

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Gemeinsam mit unseren Partner*innen im globalen Süden streiten wir dafür, die ausbeuterische Kinderarbeit im Kakaoanbau zu beenden. Um das zu erreichen, arbeitet INKOTA auf unterschiedlichen Ebenen:

  • Wir fordern Schokoladenunternehmen auf, ihre Bemühungen im Kampf gegen Kinderarbeit zu intensivieren. Unternehmen müssen Überwachungs- und Korrektursysteme gegen Kinderarbeit flächendeckend in allen Risikoregionen einführen und dürfen nicht die dafür nötigen Kosten scheuen. 
  • Wir nehmen die Bundesregierung in die Pflicht, damit sie Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, die Menschenrechte zu achten
  • Wir unterstützen unsere Partner*innen in Ghana und der Côte d'Ivoire dabei, Kakaobäuerinnen und -bauern zu vernetzen, ihnen Zugang zu Informationen zu verschaffen und ihre Verhandlungsposition gegenüber Unternehmen zu stärken.

20 Jahre gebrochene Versprechen

2001

Harkin-Engel-Protokoll

Schokoladenunternehmen wie Mars und Nestlé unterzeichnen das „Harkin-Engel-Protokoll“ und versprechen darin, bis 2005 die schlimmsten Formen der Kinderarbeit im Kakaoanbau zu beenden. Dadurch verhindert die Schokoladenindustrie ein Gesetz in den USA, das ein Import-Verbot für Schokolade bedeutet hätte, die unter Einsatz von Kinderarbeit produziert wurde.

2005

Frist verlängert

Die Frist zur Beendigung der Kinderarbeit wird verpasst und von der Schokoladenindustrie um drei Jahre verlängert.

2008

Erneuter Aufschub

Die Frist zur Beendigung der Kinderarbeit wird erneut verschoben, diesmal auf das Jahr 2010.

2010

Neues Ziel, neues Glück

Das Ziel zur Abschaffung der Kinderarbeit wird revidiert. Die Schokoladenunternehmen versprechen, bis 2020 die schlimmsten Formen der Kinderarbeit um 70 Prozent zu reduzieren.

2020

Versprechen gebrochen

Eine neue Studie im Auftrag des US-Arbeitsministeriums belegt: Die Schokoladenindustrie hat ihr Versprechen gebrochen. Die Kinderarbeit hat in den letzten zehn Jahren trotz der Bemühungen von Regierungen und Unternehmen nicht abgenommen. Insbesondere der Anteil der Kinder, die gefährlichen Pestiziden ausgesetzt sind, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Infoblatt
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Infoblatt 5: Kinderarbeit
Die bittere Seite der Schokolade
Infoblatt
Infoblatt 5: Kinderarbeit
Die bittere Seite der Schokolade
Noch immer arbeiten rund 1,5 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen in Westafrika. Die Mehrheit der Kakaobäuerinnen und –bauern lebt deutlich unter der Armutsgrenze und kann sich deshalb keine bezahlten Erntehelfer*innen leisten. Das Infoblatt nimmt das Problem der Kin...

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