Kreislaufwirtschaft

Rohstoffe im Kreislauf halten, um Menschenrechte und Umwelt zu schützen

Mineralien und Metalle sind in fast allem, was unseren Alltag ausmacht, enthalten: in Smartphones und Laptops, Stromkabeln und Solaranlagen, Autos und Infrastruktur. Doch ihr Abbau hat oft schwerwiegende Folgen. Dabei werden immer wieder Trinkwasserquellen verschmutzt, Ökosysteme zerstört und Menschen von ihrem Land verdrängt. Die Gewinne aus dem Rohstoffabbau bleiben selten vor Ort, während die Menschen an den Abbauorten die sozialen und ökologischen Kosten tragen. Deshalb fordern wir eine global gerechte Rohstoffwende jetzt!

Was ist Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiges Instrument, um die negativen Auswirkungen von Rohstoffabbau zu verringern. Konkret bedeutet das, Produkte und Rohstoffe möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten und den Bedarf an neuen Rohstoffen zu reduzieren. Dabei denken wir oft zuerst an Recycling. Tatsächlich beginnt Ressourcenschonung viel früher: 

  • bei der Entwicklung langlebiger Produkte
  • ihrer möglichst langen Nutzung, 
  • ihrer Reparatur und Aufbereitung

Im sogenannten R-Modell werden die verschiedenen Strategien der Kreislaufwirtschaft dargestellt. Dabei gilt: Je höher eine Strategie angesiedelt ist, desto stärker schont sie Ressourcen. Elektro- und Elektronikgeräte zeigen besonders anschaulich, welches Potenzial in einer Kreislaufwirtschaft steckt. 

 

Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiges Instrument, um die negativen Auswirkungen von Rohstoffabbau zu verringern. Konkret bedeutet das, Produkte und Rohstoffe möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten und den Bedarf an neuen Rohstoffen zu reduzieren. Dabei denken wir oft zuerst an Recycling. Tatsächlich beginnt Ressourcenschonung viel früher: 

  • bei der Entwicklung langlebiger Produkte
  • ihrer möglichst langen Nutzung, 
  • ihrer Reparatur und Aufbereitung

Im sogenannten R-Modell werden die verschiedenen Strategien der Kreislaufwirtschaft dargestellt. Dabei gilt: Je höher eine Strategie angesiedelt ist, desto stärker schont sie Ressourcen. Elektro- und Elektronikgeräte zeigen besonders anschaulich, welches Potenzial in einer Kreislaufwirtschaft steckt. 

 

Infoblatt
Infoblatt: Kreislaufwirtschaft
Infoblätter Ressourcengerechtigkeit
Infoblatt
Infoblatt: Kreislaufwirtschaft
Infoblätter Ressourcengerechtigkeit
Deutschland zählt zu den größten Rohstoffverbrauchern der Welt. Unser lineares Wirtschaftssystem folgt noch immer dem Prinzip „produzieren, nutzen, wegwerfen“ – mit gravierenden Folgen für Umwelt, Klima und Menschenrechte, insbesondere im Globalen Süden. Gleichzeitig wachsen die Müllberge…

Was sind Elektro- und Elektronikgeräte?

Elektro- und Elektronikgeräte umfassen eine große Bandbreite von Produkten – von Kühlschränken und Waschmaschinen bis hin zu Smartphones und Laptops. Neben der Nutzung von elektrischem Strom verarbeiten Elektronikgeräte wie Telefone und Computer zusätzlich selbst Signale. Im Folgenden verwenden wir vereinfachend den Begriff „Elektrogeräte“ als für beide Gerätegruppen.

Smartphones werden heute im Durchschnitt nur zwei bis drei Jahre genutzt. Häufig wird ein neueres Modell bevorzugt oder ein kaputtes Teil nicht ausgetauscht, weil die Reparatur teuer ist. Oder das es gibt keine Sicherheitsupdates mehr für das genutzte Modell. So entstehen weltweit jedes Jahr rund 62 Millionen Tonnen Elektroschrott. Viele Geräte werden ersetzt, obwohl sie noch repariert, weitergegeben oder aufbereitet werden könnten. 

Mit der europäischen Richtlinie zum Recht auf Reparatur müssen Hersteller ab 2025 übrigens bis fünf Jahre nach Verkaufsende eines Smartphonemodells Softwareupdates für das Gerät gewährleisten. Über digitale Produktpässe sollen Hersteller künftig Auskunft zur Reparierbarkeit, den verwendeten Materialien und verfügbaren Ersatzteilen eines Produkts geben.

 

Elektro- und Elektronikgeräte umfassen eine große Bandbreite von Produkten – von Kühlschränken und Waschmaschinen bis hin zu Smartphones und Laptops. Neben der Nutzung von elektrischem Strom verarbeiten Elektronikgeräte wie Telefone und Computer zusätzlich selbst Signale. Im Folgenden verwenden wir vereinfachend den Begriff „Elektrogeräte“ als für beide Gerätegruppen.

Smartphones werden heute im Durchschnitt nur zwei bis drei Jahre genutzt. Häufig wird ein neueres Modell bevorzugt oder ein kaputtes Teil nicht ausgetauscht, weil die Reparatur teuer ist. Oder das es gibt keine Sicherheitsupdates mehr für das genutzte Modell. So entstehen weltweit jedes Jahr rund 62 Millionen Tonnen Elektroschrott. Viele Geräte werden ersetzt, obwohl sie noch repariert, weitergegeben oder aufbereitet werden könnten. 

Mit der europäischen Richtlinie zum Recht auf Reparatur müssen Hersteller ab 2025 übrigens bis fünf Jahre nach Verkaufsende eines Smartphonemodells Softwareupdates für das Gerät gewährleisten. Über digitale Produktpässe sollen Hersteller künftig Auskunft zur Reparierbarkeit, den verwendeten Materialien und verfügbaren Ersatzteilen eines Produkts geben.

 

Wie trägt Kreislaufwirtschaft zu mehr Umwelt- und Ressourcengerechtigkeit bei?

Weniger Rohstoffabbau

Die Nachfrage nach Lithium, Kobalt, Kupfer, seltenen Erden und anderen Metallen steigt weltweit. Digitalisierung, erneuerbare Energien, Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge und moderne Infrastruktur benötigen große Mengen dieser Rohstoffe. Kreislaufwirtschaft kann dazu beitragen, den Bedarf an Primärrohstoffabbau zu senken, indem Produkte länger genutzt, repariert und wiederverwendet werden. Aber auch, indem Rohstoffverbrauch durch das Umdenken von Produktions- und Konsummustern vermieden wird. Zum Beispiel durch weniger neue Autos bei einem Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. 

Weniger Müll

Mithilfe von Kreislaufwirtschaft können wir Produkte länger im Kreislauf halten und so verhindern, dass Abfall überhaupt entsteht. Besonders wirksam sind die Maßnahmen der Vermeidung, des nachhaltigen Designs oder alternative Nutzungsmodelle, die schon vor oder während der Produktion ansetzen und zu einem umfassenden Umdenken von Produktions- und Konsummustern führen können. Recycling ist wichtig, sollte aber erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Denn am meisten Ressourcenwert behalten die Materialien, wenn sie weitergenutzt werden. Zudem bedeutet der Recyclingprozess einen erneuten Energieaufwand. Die Trennung der vielen unterschiedlichen Materialien und Metalle in Elektronik ist technisch anspruchsvoll und begrenzt die Rückgewinnung.

CO₂ einsparen

Auch das Klima profitiert von einer Kreislaufwirtschaft. Rohstoffabbau, Metallverarbeitung und die Herstellung neuer Produkte verursachen erhebliche Treibhausgasemissionen. Würden alle Smartphones, Laptops, Staubsauger und Waschmaschinen in der Europäischen Union nur ein Jahr länger genutzt, entspräche dies laut dem Europäischen Umweltbüro einer Treibhausgaseinsparung von rund zwei Millionen Autos weniger auf den Straßen.

Weniger Rohstoffabbau

Die Nachfrage nach Lithium, Kobalt, Kupfer, seltenen Erden und anderen Metallen steigt weltweit. Digitalisierung, erneuerbare Energien, Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge und moderne Infrastruktur benötigen große Mengen dieser Rohstoffe. Kreislaufwirtschaft kann dazu beitragen, den Bedarf an Primärrohstoffabbau zu senken, indem Produkte länger genutzt, repariert und wiederverwendet werden. Aber auch, indem Rohstoffverbrauch durch das Umdenken von Produktions- und Konsummustern vermieden wird. Zum Beispiel durch weniger neue Autos bei einem Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. 

Weniger Müll

Mithilfe von Kreislaufwirtschaft können wir Produkte länger im Kreislauf halten und so verhindern, dass Abfall überhaupt entsteht. Besonders wirksam sind die Maßnahmen der Vermeidung, des nachhaltigen Designs oder alternative Nutzungsmodelle, die schon vor oder während der Produktion ansetzen und zu einem umfassenden Umdenken von Produktions- und Konsummustern führen können. Recycling ist wichtig, sollte aber erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Denn am meisten Ressourcenwert behalten die Materialien, wenn sie weitergenutzt werden. Zudem bedeutet der Recyclingprozess einen erneuten Energieaufwand. Die Trennung der vielen unterschiedlichen Materialien und Metalle in Elektronik ist technisch anspruchsvoll und begrenzt die Rückgewinnung.

CO₂ einsparen

Auch das Klima profitiert von einer Kreislaufwirtschaft. Rohstoffabbau, Metallverarbeitung und die Herstellung neuer Produkte verursachen erhebliche Treibhausgasemissionen. Würden alle Smartphones, Laptops, Staubsauger und Waschmaschinen in der Europäischen Union nur ein Jahr länger genutzt, entspräche dies laut dem Europäischen Umweltbüro einer Treibhausgaseinsparung von rund zwei Millionen Autos weniger auf den Straßen.

Broschüre
Titelseite der INKOTA-Broschüre zum Thema zirkuläre und globale Wirtschaft mit Grafik und Text: Technik im Kreislauf. Acht Inspirationen für eine global Gerechte und Nachhaltige Rohstoffnutzung in der Kreislaufwirtschaft
Broschüre: Technik im Kreislauf
Broschüre
Broschüre: Technik im Kreislauf
Um Menschenrechte und Umwelt im Rohstoffabbau und Betroffene des weltweiten Müllproblems zu schützen, müssen wir Rohstoffe gewissenhafter nutzen und unseren Verbrauch reduzieren. Zum Beispiel durch längere Nutzung von Produkten, durch Reparatur oder Recycling: All das ist…

Welche Folgen hat unser Rohstoffverbrauch in der Welt?

Die Folgen des Rohstoffabbaus auf Umwelt und Menschenrechte zeigen sich vielerorts. Über 70 Prozent des weltweit geförderten Kobalts stammen aus der Demokratischen Republik Kongo, wo Menschen im Kleinbergbau häufig unter gefährlichen Bedingungen arbeiten und der Rohstoffabbau in Teilen des Landes mit bewaffneten Konflikten verknüpft ist. In Peru, einem der drei größten Kupferabbauländer weltweit, wurden in mehreren Bergbaugebieten erhöhte Mengen giftiger Schwermetalle in Trinkwasserquellen nachgewiesen, welche Ökosysteme und die Gesundheit der lokalen Bevölkerung gefährden.

Wenn Produkte länger genutzt und repariert werden, entsteht weniger Abfall. Aktuell ist leider das Gegenteil der Fall: In Deutschland wurden 2023 pro Kopf knapp 11 Kilogramm Elektroschrott gesammelt, während gleichzeitig mehr als die dreifache Menge neuer Elektro- und Elektronikgeräte in Verkehr gebracht wurde.

Elektrogeräte dürfen nicht in den Hausmüll, sondern müssen getrennt gesammelt werden. Doch immer wieder landen diese falsch entsorgt im Hausmüll. Laut dem Umweltbundesamt wurden 2022 86.000 Tonnen davon im Hausmüll entsorgt.

Ein Teil des europäischen Elektroschrotts wird zudem illegal exportiert und so zum Gesundheitsrisiko. In Ghana gelangen ausrangierte Geräte auf informelle Schrottplätze, wo sie häufig ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zerlegt werden. Schadstoffe gelangen dabei in Boden, Wasser und Luft und gefährden die Gesundheit der Menschen vor Ort und die Umwelt.

Die Folgen des Rohstoffabbaus auf Umwelt und Menschenrechte zeigen sich vielerorts. Über 70 Prozent des weltweit geförderten Kobalts stammen aus der Demokratischen Republik Kongo, wo Menschen im Kleinbergbau häufig unter gefährlichen Bedingungen arbeiten und der Rohstoffabbau in Teilen des Landes mit bewaffneten Konflikten verknüpft ist. In Peru, einem der drei größten Kupferabbauländer weltweit, wurden in mehreren Bergbaugebieten erhöhte Mengen giftiger Schwermetalle in Trinkwasserquellen nachgewiesen, welche Ökosysteme und die Gesundheit der lokalen Bevölkerung gefährden.

Wenn Produkte länger genutzt und repariert werden, entsteht weniger Abfall. Aktuell ist leider das Gegenteil der Fall: In Deutschland wurden 2023 pro Kopf knapp 11 Kilogramm Elektroschrott gesammelt, während gleichzeitig mehr als die dreifache Menge neuer Elektro- und Elektronikgeräte in Verkehr gebracht wurde.

Elektrogeräte dürfen nicht in den Hausmüll, sondern müssen getrennt gesammelt werden. Doch immer wieder landen diese falsch entsorgt im Hausmüll. Laut dem Umweltbundesamt wurden 2022 86.000 Tonnen davon im Hausmüll entsorgt.

Ein Teil des europäischen Elektroschrotts wird zudem illegal exportiert und so zum Gesundheitsrisiko. In Ghana gelangen ausrangierte Geräte auf informelle Schrottplätze, wo sie häufig ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zerlegt werden. Schadstoffe gelangen dabei in Boden, Wasser und Luft und gefährden die Gesundheit der Menschen vor Ort und die Umwelt.

Globale Gerechtigkeit in der Kreislaufwirtschaft

Viele Länder des Globalen Südens sind wirtschaftlich stark vom Rohstoffabbau oder von der Aufbereitung importierter Abfälle abhängig. Wenn Europa künftig weniger Rohstoffe importiert und weniger Abfälle exportiert, kann dies erhebliche wirtschaftliche Folgen für diese Länder haben. Gleichzeitig sind die Belastungen durch Rohstoffabbau und Abfallverarbeitung bislang oft ungleich verteilt.

Eine gerechte Kreislaufwirtschaft muss deshalb über Europa hinausdenken. Der notwendige wirtschaftliche Umbau erfordert finanzielle Ressourcen, Infrastruktur und Knowhow. Entwicklungspolitische Fragen müssen deshalb stärker in die umweltpolitische Agenda integriert werden. Perspektiven von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, politischen Institutionen und Kreislaufwirtschaftsakteuren aus dem Globalen Süden müssen stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden.

Viele Länder des Globalen Südens sind wirtschaftlich stark vom Rohstoffabbau oder von der Aufbereitung importierter Abfälle abhängig. Wenn Europa künftig weniger Rohstoffe importiert und weniger Abfälle exportiert, kann dies erhebliche wirtschaftliche Folgen für diese Länder haben. Gleichzeitig sind die Belastungen durch Rohstoffabbau und Abfallverarbeitung bislang oft ungleich verteilt.

Eine gerechte Kreislaufwirtschaft muss deshalb über Europa hinausdenken. Der notwendige wirtschaftliche Umbau erfordert finanzielle Ressourcen, Infrastruktur und Knowhow. Entwicklungspolitische Fragen müssen deshalb stärker in die umweltpolitische Agenda integriert werden. Perspektiven von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, politischen Institutionen und Kreislaufwirtschaftsakteuren aus dem Globalen Süden müssen stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden.

Kreislaufwirtschaft in der Praxis

Viele Initiativen setzen Kreislaufwirtschaft bereits heute um. Sie stärken Reparaturbetriebe, fördern gemeinschaftliche Nutzung, entwickeln Leih- und Sharing-Modelle oder setzen sich politisch für einen geringeren Ressourcenverbrauch ein. 

Hier stellen wir einige dieser Initiativen vor

Viele Initiativen setzen Kreislaufwirtschaft bereits heute um. Sie stärken Reparaturbetriebe, fördern gemeinschaftliche Nutzung, entwickeln Leih- und Sharing-Modelle oder setzen sich politisch für einen geringeren Ressourcenverbrauch ein. 

Hier stellen wir einige dieser Initiativen vor

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Das Africa Repairers Network stellt sich vor

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Repair Cafés aus Hyderabad, Chennai, Mumbai und Bengaluru

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Zang Global schafft neue Energiequellen aus Elektroschrott

Gelbte kreislaufwirtschaft rund um den Globus

Du kennst weitere Initiativen oder bist selbst Teil davon? Schreib uns: ressourcengerecht@inkota.de

Unsere Forderungen

Damit der Umbau zu einer umfassenden Kreislaufwirtschaft klappt, braucht es klare gesetzliche Regeln. Soziale und ökologische Kosten unseres Rohstoffverbrauchs dürfen nicht weiter ausgelagert werden. Regeln für Wirtschaften im Kreislauf müssen klar an Zielvorgaben zur Ressourcenverbrauchsreduktion geknüpft werden. Und der Umbau zur Kreislaufwirtschaft muss global gerecht stattfinden.

Hersteller stärker in die Pflicht nehmen

Produkte müssen von Anfang an so gestaltet sein, dass sie lange halten, leicht zu reparieren und am Ende ihres Lebens gut zu recyceln sind. 

Auf EU-Ebene wurden in den vergangenen Jahren wichtige Regelungen im Rahmen des Aktionsplans Kreislaufwirtschaft verabschiedet: u.a. die Batterieverordnung, die Ökodesign-Verordnung und das Recht auf Reparatur. Sie sollen Produkte langlebiger, reparierbarer und ressourcenschonender machen. Die bestehenden Vorgaben zu Reparierbarkeit und Ökodesign müssen nun konsequent umgesetzt und auf weitere Produktgruppen ausgeweitet werden.

Rohstoffverbrauch senken statt nur Rohstoffe sichern

Die aktuelle legt einen klaren Fokus auf der Sicherung von Rohstoffen durch neue Bergbau- und Recyclingprojekte. Strategien zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs und zur längeren Nutzung von Produkten spielen bislang eine deutlich untergeordnete Rolle – dabei können auch diese zur einer resilienteren Rohstoffversorgung beitragen. Europa muss den Schwerpunkt stärker auf Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und auf höhere R-Strategien legen. Dazu gehören die längere Nutzung von Produkten, ihre Aufbereitung sowie die Wiederverwendung von Komponenten und Materialien.

Verbindliche Ziele schaffen

Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie Deutschlands und das Aktionsprogramm Kreislaufwirtschaft verfolgen das Ziel, den Rohstoffverbrauch zu senken. Um dies zu erreichen, müssen sie jedoch mit konkreten Maßnahmen und überprüfbaren Vorgaben hinterlegt werden. Nur so können sie tatsächlich Wirkung entfalten.

Kreislaufwirtschaft global gerecht gestalten

Die Perspektiven aus rohstoffexportierenden Ländern und Ländern, die gebrauchte Geräte importieren oder von der Abfallaufbereitung abhängig sind, müssen stärker berücksichtigt werden. Internationale Zusammenarbeit und Unterstützung für einen gerechten wirtschaftlichen Wandel sind unverzichtbar.

 

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