Die Klimakrise lässt uns keine Wahl: Eine Energie- und Mobilitätswende sind dringend nötig. Doch was dabei oft vergessen wird: Auch für Windräder oder Elektroautos werden Unmengen an Rohstoffen benötigt, die unter problematischen Bedingungen abgebaut und verarbeitet werden. Zum einen werden durch den Rohstoffhunger enorme Mengen an Land verbraucht und das Klima belastet. Zum anderen hat der Rohstoffabbau schlimme Folgen für die Menschen, die in den Rohstoffabbauregionen leben.

Wasserknappheit in der Mongolei, freigesetzte Schwermetalle in Peru oder tödliche Dammbrüche mit schwermetallhaltigen Schlammlawinen in Brasilien. Der Abbau von Rohstoffen zerstört weltweit die Umwelt und gefährdet Leben. Viele Menschen in den Abbaugebieten wehren sich deshalb gegen Bergbauprojekte und zahlen dafür einen hohen Preis. Für Land- und Umweltschützer*innen war der Bergbau 2019 der tödlichste Sektor, 50 von ihnen wurden wegen ihres mutigen Protests ermordet.
 

Die Klimakrise lässt uns keine Wahl: Eine Energie- und Mobilitätswende sind dringend nötig. Doch was dabei oft vergessen wird: Auch für Windräder oder Elektroautos werden Unmengen an Rohstoffen benötigt, die unter problematischen Bedingungen abgebaut und verarbeitet werden. Zum einen werden durch den Rohstoffhunger enorme Mengen an Land verbraucht und das Klima belastet. Zum anderen hat der Rohstoffabbau schlimme Folgen für die Menschen, die in den Rohstoffabbauregionen leben.

Wasserknappheit in der Mongolei, freigesetzte Schwermetalle in Peru oder tödliche Dammbrüche mit schwermetallhaltigen Schlammlawinen in Brasilien. Der Abbau von Rohstoffen zerstört weltweit die Umwelt und gefährdet Leben. Viele Menschen in den Abbaugebieten wehren sich deshalb gegen Bergbauprojekte und zahlen dafür einen hohen Preis. Für Land- und Umweltschützer*innen war der Bergbau 2019 der tödlichste Sektor, 50 von ihnen wurden wegen ihres mutigen Protests ermordet.
 

Recycling allein reicht nicht

Diese menschenrechtlichen und ökologischen Folgekosten lassen sich in keiner Weise rechtfertigen. Ein Großteil der aus Metallen erzeugten Produkte hat sogar nur eine kurze Lebensdauer und landet dann schnell wieder auf der Müllhalde. Klar ist, allein mit mehr Effizienz und Recycling können wir diese Probleme nicht lösen. Doch Fragen der Verfügbarkeit, Endlichkeit und nachhaltigen Nutzung von Metallen tauchen bisher nur am Rande der politischen Debatten auf. Für die Bundesregierung steht die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit den wertvollen Rohstoffen an erster Stelle – vor Menschenrechten und Umweltschutz.

In den Abbauländern gibt es viele Ansätze und Ideen, wie wir zu einem gerechteren Umgang mit Rohstoffen kommen können. Diese reichen von Gesetzen, die Bergbau einschränken oder verbieten, über den Aufbau ökonomischer Alternativen bis hin zu Exportsteuern, die eine gerechtere Verteilung der Gewinne ermöglichen. Doch wie können wir in Deutschland unserer Verantwortung gerecht werden und eine Rohstoffwende einleiten? 

Rohstoffwende JETZT! 

Ein Weiter-so ist keine Option. Gemeinsam mit anderen Entwicklungs-, Menschenrechts- und Umweltorganisationen fordern wir deshalb eine Rohstoffwende. Das bedeutet einen grundlegenden und konsequenten politischen Kurswechsel, der planetare Grenzen achtet und Menschenrechte, Umweltschutz und das Gemeinwohl ins Zentrum setzt.

Wie die Rohstoffwende gelingt     

Kompliziert ist es nicht. Um eine Rohstoffwende einzuleiten, sind unserer Meinung nach zwei Elemente zentral: 

  1. Weniger ist mehr: Möglichst viele Erze müssen im Boden bleiben. Nahezu alle Metalle und Mineralien im Gebrauch müssen dafür in einem möglichst verlustfreien Kreislauf geführt werden. Auch müssen Länder wie Deutschland den absoluten Verbrauch an metallischen Rohstoffen reduzieren. 
  2. Menschenrechte und Umweltschutz vor Profit: Alle Rohstoffe, Produkte und Vorprodukte, die wir auch in Zukunft benötigen, müssen unter höchsten menschenrechtlichen und ökologischen Standards abgebaut, genutzt und weiterverarbeitet werden. Es muss unmöglich sein, durch den Kauf eines Produktes in Europa indirekt Menschenrechtsverletzungen oder Umweltzerstörung in anderen Ländern zu unterstützen.

Eine wirksame Rohstoffwende erfordert eine starke Kohärenz verschiedener Politikbereiche, insbesondere von Energie-, Verkehrs-, Handels- und Investitionspolitik. Denn Klimakrise, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung weltweit lassen sich nicht mit isolierten Maßnahmen wirksam bekämpfen. 

Machen Sie mit, informieren Sie sich und andere und mischen Sie sich in die Diskussion um eine nachhaltige Zukunft ein, z. B. auf Twitter unter dem Hashtag #Rohstoffwende. 

Argumentarium
argumentarium-rohstoffwende-titel.jpg
12 Argumente für eine Rohstoffwende
Argumentarium
12 Argumente für eine Rohstoffwende
Mit unserer neuen Publikation stellen wir knapp und präzise den Status quo beim Umgang mit metallischen Rohstoffen dar: Der enorme Rohstoffverbrauch in Deutschland ist wasser- und landintensiv, gefährdet Leben und bringt Menschen und Staaten im globalen Süden in Abhängigkeit. Gleichzeitig sind metal...

Sie können etwas verändern

Sorgen Sie mit Ihrer Spende für eine gerechte Welt. Jede Spende hilft!